Syriza regiert Griechenland

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Re: Syriza regiert Griechenland

Beitrag von Gontscharow am Mi Jul 15, 2015 9:25 am

Es nimmt kein Ende und schon einen Tag nach meinem letzten Post wird meine Befürchtung
bestätigt : Heute meldet der IWF, daß er den Finanzbedarf Griechenlands in den
nächsten Jahren "weitaus höher" einschätzt, als die Summe des dritten Hilfspaketes
(die übrigens auch schon mehrfach nach oben korrigiert wurde).
Also alles wie gehabt, dann wollen wir mal weiter zahlen und zahlen und zahlen und ...
Die Steuerzahler Europas sollten auf die Barrikaden gehen und sich diese Ausplünderung nicht
mehr gefallen lassen. Da die Masse der Bevölkerung aber zu träge, desinteressiert und uninformiert sind, wird das nicht passieren. Sehr wohl hat die Bevölkerung aber ein "Bauchgefühl", daß sie verarscht wird ( Entschuldigung für den Kraftausdruck, ist das erste mal, das ich das hier mache). Hoffentlich wählen sie Merkel und die anderen Erfüllungsgehilfen des Bank- und Oligarchensytems schleunigst ab !

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Re: Syriza regiert Griechenland

Beitrag von wfwbinder am Mi Jul 15, 2015 11:11 am

Gontscharow, ich kann Deinen Ärger nachvollziehen, aber man sollte verschiedenes Bedenken:

1. Der IWF und die EZB sind nicht ein Herz und eine Seele.

2. Der IWF ist USA dominiert und daher sind andere Interessen gegeben, als die, die wir in Europa haben.

3. Diese Lösung kostet uns, im Gegensatz zu einem Grexit, kein Geld, denn es geht nur um Kredite.

4. Zusammen mit den nun zur Rede stehenden weiteren Krediten ist das deutsche Risiko bei ca. 110 Mrd. Euro. ca. 40 % der Steuereinnahmen 2014. Wenn man das mit einer Inflationsrate von 2 % weiterschreibt (tatsächlich steigen unsere Steuereinnahmen schneller), werden das in 30 Jahren nur ca. 20 % der Steuereinnahmen sein.

Was mir mehr Sorge macht, ist die Bemerkung von Tsipras, dass er nicht an das Abkommen glaubt. Glaubt er nicht an die Wirksamkeit der Reformen? Glaubt er nicht daran, dass sich die Griechen daran halten werden? Glaubt er nicht, dass .........
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Re: Syriza regiert Griechenland

Beitrag von Atzec am Mi Jul 15, 2015 2:06 pm

Waldi schrieb:Wäre ich Kanzler, würde keine Nation mich für einen Deppen halten, sowie verarschen, mit Rep.-Zahlungen bzgl. WKII "drohen" usw.;

Wäre ich Abgeordneter, bekämen die Parlamentarier eine Rede zelebriert, die sich gewaschen hätte und dem "Gemütszustand" des deutschen Wählervolkes enspricht.

Auf der Mitleidschiene zu fahren, wie es bei JP und seinen Glaubensbrüdern gang und gäbe ist, ist heuchlerisch und dient nicht dem deutschen Volk - im Gegenteil!

Im Tierreich wird ein krankes Tier aussortiert und so sollte auch mit Griechenland verfahren werden.

Wie schon geschrieben, gehörte die komplette Regierung mit all seinen Komparsen zum Teufel gejagt und durch Leute ersetzt, die von Volkswitschaft usw. Ahnung haben. Diese neue Regierung ... besteht nicht aus Griechen, sondern wird von der EU gestellt. Griechenland wird aus der EU ausgeschlossen ....

Hilfe erfolgt weiterhin in Maßen, bis das Land auf eigenen Beinen stehen kann....

Diese 80Mrd., die G wieder bekommen soll, snd für die Katz wie die bereits gezahlten Mrd.;

Griechenland kann D als Henker oder sonst etwas beschimpfen, wenn das JP seine größte Sorge sein soll, hilft eventuell ein Stoßgebet ins unendliche Universum.

Bei den nächsten Bundestagswahlen werden so einige abgewatscht werden und das auch mit Recht!

Sollte Lucke mit seiner neuen Parteigründung ins Schwarze treffen, wird es eine zünftige Wahl werden -

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Halo Waldi,

es hat also Gründe, warum du weder Kanzler noch Bundestagsabgeordneter bist, noch das jemals werden wirst... :-)))

Der Irrsinn solcher Positionierungen wie der deinen besteht in dem offensichtlichen Aberglauben, Hilfspakete wie das jetzig verhandelte würden nur Geld kosten und die Alternative bestünde darin, sich dieses geld einfach zu ersparen, indem man gar nichts mehr zahlt. Das Hilfspaket sei eine rein kulante Wohlfahrtsmaßnahme der europäischen Steuerzahler, die sich ohne diese weit besser stellen würden.

Aber was glaubst du wohl, wer die Zeche bezahlen müsste, die ein Grexit und dem mit ihm verbundene Schuldenschnitt kosten würde...? Die Heinzelmännchen...? Und die wäre um ein Vielfaches höher als dieses Hilfspaket.

Mutti händelt das alles schon recht überzeugend. :-)

Und was sollte man von Lucke erwarten dürfen? Jemandem, dem die eigene parteigründung komplett aus den Händen geglitten ist...?

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Re: Syriza regiert Griechenland

Beitrag von Waldi am Mi Jul 15, 2015 2:47 pm

Moin Atzec,

Irsinn ist das von mir mit Sicherheit nicht!

"Lieber ein Schrecken mit Ende, als ....."
Gontsch. hatte das ja auch schon in anderen Worten gefaßt und dem kann ich nur zuzustimmen!

Gerade Du und Deine Mitläufer müßten zu Kasse gebeten werden, wenn die Gelder von der EU für G nicht mehr zu stemmen sind, was kommen wird! G ist und bleibt ein bankrotter Staat und daran wirst Du und Deine Genossen nichts daran ändern.

Leute in D, die etwas von all dem verstehen, hätten schon längst den Sack zu gemacht.

Grexit hin, Grexit her ..., wissen wir, was schon an Gelder nach G geflossen sind und noch fließen werden?
Das Volk wird nach wie vor belogen und betrogen, nur Du und Deine Gesellen wollen das nicht wahrhaben.

Im Übrigen kannst Du Deine versteckten Spitzfindigkeiten, gelinde ausgedrückt, Dir schenken -









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Re: Syriza regiert Griechenland

Beitrag von Gontscharow am Mi Jul 15, 2015 2:56 pm

Man weiß schlicht und einfach nicht, wieviel ein Grexit kosten würde und ob es
die günstigere Alternative wäre.
Mir geht es aber hauptsächlich darum, dieses griechisch-europäische System zu zerstören.
Hauptnutznießer des neuen "Hilfspakets" sind die Gläubiger (sprich Banken) und die griechischen Kleptokraten, ob nun im geringerem Maße als überflüssiger und sogar in seiner Tätigkeit kontraproduktiver Beamter oder in sehr hohem Maße die griechische Oligarchie.
Leidtragende sind die griechische Normalbevölkerung und der europäische (auch griechische) Steuerzahler !
Dieses System will ich beendet wissen - eine Vergemeinschaftung der Schulden war weder
vorgesehen noch wäre sie gerecht, ich will sie nicht über die Hintertür der "Hilfspakete" eingeführt wissen. Das darf nicht passieren und keine Schule machen, sonst haben wir zu den eigenen zwei Billionen Staatsschulden auch noch die der Südländer am Hals.
Ob das immer noch billiger wäre als ein Grexit ?
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Re: Syriza regiert Griechenland

Beitrag von Waldi am Mi Jul 15, 2015 3:10 pm

Ahoi Gonsch.,

die Bevölkerung nehme ich da nicht mit heraus!

Jahrzehnte wurde von ganz unten bis ganz oben Schindluder betrieben und das alles im Namen des Volkes, sprich Regierung! Jetzt haben diese ihre Quittung erhalten .
Nur sehe ich nicht ein, daß ganz Eu dafür bluten soll -

Den Reichen wie Regierungsangehörigen und Ehemaligen,...ihre Konten weltweit gesperrt.
Auf Heller uind Pfennig ist nachzuweisen, wie der "Reichtum" zustande kam!

Was mir schon vor Jahrzehnten von Griechen, kleine Lichter, angeboten worden ist, wie man dies und jenes in G bewerkstelligt .... - ein korruptes Volk muß seine gerechte Strafe erhalten!
Selbst von Deutschen, die einen Griechen geheiratet hatten, wurde mir und nicht nur mir, angetragen, wie man dem Staat ein Schnippchen schlägt!

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Re: Syriza regiert Griechenland

Beitrag von Wallenstein am Mi Jul 15, 2015 3:32 pm

Judas Phatre schrieb:
Ich möchte, dass Griechenland auf die Beine kommt, am besten als Mitglied Europas. Dazu müssen aber vor allem die Lohnstückkosten dort sinken, um das Land wieder wettbewerbsfähig zu machen. Das ist das Gegenteil von Mitleid.


Aussagekräftiger als die Lohnstückkosten sind die Arbeitskosten. Arbeitskosten setzen sich aus den Bruttoverdiensten und den Lohnnebenkosten zusammen. (Berechnung pro Stunde). Und da liegt Griechenland im Jahre 2014 derzeit in der EU auf Platz 15. Deutschland ist viel teurer und liegt auf Platz 4. Die ersten drei Plätze belegen Belgien, Dänemark und Schweden.
https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2015/05/PD15_160_624.html

Gemäß der neoklassischen Wachstumstheorie sollte das Geld aus den reichen Regionen mit viel Kapital und hohen Löhnen abfließen in Staaten mit wenig Kapital und niedrigen Löhnen. Aber wie fast immer wird die Neoklassik durch die Realität widerlegt. Eigentlich sollte Kapital strömen in die Billiglohnregionen der EU, nach Bulgarien (Rang 28) oder Rumänien (Rang 27). In Bulgarien sind die Arbeitskosten zehnmal niedriger als in Deutschland. Doch das Kapital meidet diese Länder.

Die BRD erwirtschaftet jedes Jahr gewaltige Überschüsse in der Leistungsbilanz. Ein großer Teil des Geldes fließt über die Kapitalbilanz wieder zurück ins Ausland, 240 Mrd. Euro im Jahre 2014. Doch der Kapitalexport fließt nicht in die südeuropäischen Krisenländer, sondern in Wachstumsregionen wie in Südasien oder in die prosperierenden Euroländer im Norden Europas. Da, wo viel Kapital ist, kommt immer noch mehr hin. Das Geld meidet krisengeschüttelte, arme Länder. Daran ändern auch die niedrigen Arbeitskosten nichts. Obwohl die Löhne bei uns viel höher sind als in Griechenland, wird lieber in Deutschland das Geld angelegt. Daran wird auch ein weiteres Absinken der Löhne in Griechenland nichts ändern.

Griechenland muss eine breite Produktionspalette aufstellen, die sowohl im Inland als auch im Ausland interessant ist. Derzeit fließen aber viele Gelder, die über den Rettungsschirm oder den IWF in das Land gekommen sind, über den Schuldendienst, Tilgung und Zinsen, sofort wieder aus Griechenland heraus und landen bei den internationalen Geldgebern. Der erste Schritt wäre es jetzt, dass das Geld, welches nun aus dem Verkauf von Staatseigentum hereinkommen soll, nicht sofort über den Schuldendienst gleich wieder ins Ausland abfließt, sondern im Lande investiert wird,

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Re: Syriza regiert Griechenland

Beitrag von Judas Phatre am Mi Jul 15, 2015 4:51 pm

Wallenstein schrieb:
Aussagekräftiger als die Lohnstückkosten sind die Arbeitskosten. Arbeitskosten setzen sich aus den Bruttoverdiensten und den Lohnnebenkosten zusammen. (Berechnung pro Stunde). Und da liegt Griechenland im Jahre 2014 derzeit in der EU auf Platz 15. Deutschland ist viel teurer und liegt auf Platz 4. Die ersten drei Plätze belegen Belgien, Dänemark und Schweden.
https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2015/05/PD15_160_624.html
Das dürfte den Lohnstückkosten ähnlich sein.
Ich bezweifle nicht, dass Griechenland schon etwas billiger produziert als Deutschland und dass viele weitere Gründe das Kapital fernhalten. Darauf hat das Land aber entweder keinen Einfluss, will es sie nicht ändern will, kann, oder es würde lange brauchen, um diese Änderungen herbeizuführen. Der schnellste Weg wäre in meinen Augen, den Export zu stärken. Die Inlandsnachfrage wird man wohl vorerst abhaken können. Der zweite Punkt ist Investitionssicherheit. Solange der Staatsbankrott über Griechenland kreist, wird kaum investiert. Europa müsste also bei der Durchführung wirksamer Reformen einen Schuldenschnitt durchführen, oder einen "heißen" Bankrott fordern. In beiden Fällen wäre (mit einer gewissen Vorlaufzeit) die Investitinssicherheit wieder besser. Ein Grexit hätte den Vorteil, dass mit der massiven Abwertung der Währung die Arbeitskosten ebenfalls rapide sinken würden.
Ich glaube, der Schuldenschnitt von 1953 zusammen mit den sehr niedrigen Löhnen war die Voraussetzung für die schnelle Erholung der deutschen Wirtschaft. Ich sehe da Parallelen. Wir sollten diesen Schuldenschnitt, meinetwegen nach einem oder zwei Jahren mit wirksamen Reformen, in die Verhandlungen einbeziehen. Das könnte such die Bereitschaft zur Umsetzung bei Regierung und Volk massiv verbessern.
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Re: Syriza regiert Griechenland

Beitrag von Wallenstein am Mo Jul 20, 2015 5:19 pm

In Griechenland wurde jetzt die Mehrwertsteuer drastisch erhöht. Der neue Steuersatz von 23 % gilt für den öffentlichen Personennahverkehr, Taxifahrten, Restaurants und verschiedene Dienstleistungen,

Für Wasser, Energie und Grundnahrungsmittel, insbesondere Frischprodukte, gilt ab Montag eine 13-prozentige Mehrwertsteuer. Für alle verarbeiteten Lebensmittel steigt die Mehrwertsteuer künftig von 13 auf 23 Prozent. Das gilt etwa für frisches oder tiefgekühltes Fleisch, Fisch, Kaffee, Tee oder Säfte. Eier, Zucker, Kakao, Reis, Mehl, Milchprodukte etc.

Damit verglichen sind wir mit 7 % bzw. 19% relativ gut dran. Lebensmittel werden entweder mit 7% oder 19% besteuert, theoretisch je nachdem, ob sie bearbeitet wurden oder nicht. In der Praxis ist das System so kompliziert geworden, das man hier kaum noch durchblickt.

Frühkartoffeln werden mit 7% belastet, Süßkartoffeln mit 19%, Warum? Weintrauben, Äpfel, Birnen mit 7%, wenn sie frisch sind, als Saft 19%. Gilt aber nur für dünnflüssige Säfte, dickflüssige Säfte oder Marmelade werden ermäßgt mit 7 %, Trüffel merkwürdigerweise nur 7%, auch frische.

Reitpferde genießen ein Steuerprivileg. Sie zählen also wie Butter, Milch und Eier zum Grundbedarf eines jeden. Warum? Weil man sie theoretisch auch essen kann. Wie viele Reitpferde werden wohl jährlich gegessen?

Brennholz hat 7%, auch Sägespäne. Wer einen Baumstamm kauft, zahlt aber 19%. Wird dieser aber zerhackt, kosten die Stücke nur 7%

Kuhmilch 7%, Sojamilch 19%. Kuhmilch mit Joghurt aber 19%.

Hundekekse: 7%, Kinderkekse aber 19%. Feinschmeckerprodukte wie Gänseleber, Froschschenkel, Wachteleier, Krebsfleisch, Riesengarnelen oder Schildkrötenfleisch gibt es für sieben, Mineralwasser indes mit 19 Prozent.

Wie heißt es doch in Goethes Faust: Mir wird von alledem so dumm, als ging mir ein Mühlrad im Kopf herum.

Vielleicht befindet sich die Verwaltung, die sich das alles ausdenkt, in der ehrbaren Stadt Schilda. Das könnte eine Erklärung sein.

Da haben es die Griechen wohl einfacher. Alls wird teurer, zack aus.

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Re: Syriza regiert Griechenland

Beitrag von wfwbinder am Mo Jul 20, 2015 5:52 pm

Ich kann dir nur zustimmen, die Liste der ermäßigt besteuerten Waren muss dringend überarbeitet werden.

Zu so seltsamen Zusammenstellungen ist es gekommen, weil man bei Einführung des Gesetzes Gesetzmäßigkeiten zu Grunde gelegt hat, die wir heute so nicht nachvollziehen.

So sind die Luxusgüter "Reitpferde" ermäßig besteuert, weil das für lebende Tiere gilt, die in der Landwirtschaft genutzt werden (können).

Die Hundekekse, weil das eben der Satz für Tierfutter ist.

Für Frischblumen, weil die als landwirtschaftliches Erzeugnis gelten, denn auch Gärtnereien gehören zu Land ud Forstwirtschaft.

So haben alle diese Punkte historische Bedeutungen, die man heute in völlig anderen Zusammenhängen sehen wird.

Auch könnte man (hatte ja auch schon Herr Westerwelle vorgeschlagen) Strom zu den Grundbedürfnissen zuordnen und den Steuersatz für Strom auf 7 % senken. aber beim deutschen Gerechtigkeitswahn, würde dann bestimmt einer auf die Idee kommen, das davon ja auch Ärzte und Zahnärzte mit ihren Praxen profitieren, die nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt sind.


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Re: Syriza regiert Griechenland

Beitrag von Judas Phatre am Mo Jul 20, 2015 5:55 pm

Wäre nicht eine einheitliche europäische Mehrwertsteuer das Beste? Eine Vereinfachung der Gesetzgebung durch Europa könnte sogar Sympathien erzeugen. Dann würde vielleicht auch Griechenland williger mitziehen.
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Re: Syriza regiert Griechenland

Beitrag von wfwbinder am Mo Jul 20, 2015 8:56 pm

Judas Phatre schrieb:Wäre nicht eine einheitliche europäische Mehrwertsteuer das Beste? Eine Vereinfachung der Gesetzgebung durch Europa könnte sogar Sympathien erzeugen. Dann würde vielleicht auch Griechenland williger mitziehen.

Sehr gute Idee. würde ich auch gut finden, aber noch hat in Europa jedes Land eine andere Zusammensetzung der Steuern udn nciht die gleichen Steuerarten. Bagatellsteuer, wie Deutschland sie kennt, kennen zumindest die jüngeren Staaten nicht.

Wenn man z. B. die Umsatzsteuer durchgehend auf 20 % bringen würde, müssten fast alle Länder (ich denke ausser Österreich, die 20 % haben, ja andere Steuern anheben, oder senken, um beim gleichen Aufkommen zu bleiben.

Es wäre aber ein schöner Schritt zu einem einheitlichen Steuersystem. Nur, wer passt sich an?

Deutschland hat Erbschaftsteuer, Österreich nicht.

Alle Länder haben zumindest leicht unterschiedliche Gewinnermittlungsvorschriften.

Wer passt sich an einen einheitlichen Körperschaftsteuersatz an?

Was ist mit Ländern, die (wie Deutschland) eine Gewerbesteuer erheben und denen, die das nicht tun?

Gehen die 4 Großen (D,I, F, GB) voran udn hoffen, dass die anderen sich anpassen?
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Re: Syriza regiert Griechenland

Beitrag von SarahF am Mi Jul 22, 2015 1:43 pm

Nachdem Griechenland einige Wochen lang das Topthema der Nachrichten war,
scheint es jetzt wieder stiller zu werden.
Fragt sich wie lange .... ich wette auf einer abermaligen Wiederholung dessen,
was wir gerade erlebt haben, in nicht allzu ferner Zukunft.
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Re: Syriza regiert Griechenland

Beitrag von ThomasAral am So Jul 26, 2015 1:56 pm

war doch klar dass das kommen wird --- nichtmal wenn merkel gewollt hätte, wäre Griechenland aus dem Euro geflogen. Allerdings haben sie es auch wieder so hingedreht, dass alle Gewinner sind. Obwohl ja eigentlich das Wahlvolk von Griechenland verarscht wurde. Der Präsident hat seine Mehrheit von der Oposition bekommen, die ja eigentlich abgewählt wurde. Klasse irgendwie ... aber die haben's nicht besser verdient. Haben Jahrzehntelang nur Vettereleswirtschaft-Regierungen mit Bestechungsgeschenken gewählt, jetzt kriegen sie die Quittung. Nur die Deppen die entschieden haben dass Griechenland überhaupt dem Euro beitritt gehörten heute noch bestraft. Das war damals nämlich schon bekannt und wurde durch die Kohl-Regierung auch abgelehnt. Die folgende SPD Regierung hat sich dann aber Experten eingestellt die gemeint hätten alles ist ok ... ja toll.

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Re: Syriza regiert Griechenland

Beitrag von Judas Phatre am So Jul 26, 2015 4:28 pm

ThomasAral schrieb:war doch klar dass das kommen wird --- nichtmal wenn merkel gewollt hätte, wäre Griechenland aus dem Euro geflogen. Allerdings haben sie es auch wieder so hingedreht, dass alle Gewinner sind. Obwohl ja eigentlich das Wahlvolk von Griechenland verarscht wurde. Der Präsident hat seine Mehrheit von der Oposition bekommen, die ja eigentlich abgewählt wurde. Klasse irgendwie ... aber die haben's nicht besser verdient. Haben Jahrzehntelang nur Vettereleswirtschaft-Regierungen mit Bestechungsgeschenken gewählt, jetzt kriegen sie die Quittung.  Nur die Deppen die entschieden haben dass Griechenland überhaupt dem Euro beitritt gehörten heute noch bestraft. Das war damals nämlich schon bekannt und wurde durch die Kohl-Regierung auch abgelehnt. Die folgende SPD Regierung hat sich dann aber Experten eingestellt die gemeint hätten alles ist ok ... ja toll.
Ich glaube, ich werde hier einmal eine Provokation dazwischenwerfen:
Was sind eigentlich die Unterschiede unserer Hilfe für Griechenland und der für die ehemalige DDR? Warum darfst Du in diesem Forum ungescholten die obigen Abwertungen für ein Land der EU und deren Bevölkerung verwenden, aber jede noch so vorsichtige Kritik an der ehemaligen DDR und ihrer Bürger, ja selbst jede Frage wird sofort als Beleidigung ausgelegt?
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Re: Syriza regiert Griechenland

Beitrag von wfwbinder am So Jul 26, 2015 4:57 pm

Ich denke schon, dass Unterschiede gibt.

1. Die Griechen haben sich die Regierung selbst gewählt, die DDR Bürger nciht.

2. Was die DDR Betrieb zu produzieren hatten (z. B. Trabbi und Wartburg) haben keine Leute (Unternehmensleiter) freibestimmen können. Es gab einen hochmodernen Trabbi-Nachfolger, der nicht eingeführt werden durfte.

3. Die DDR-Betriebe mussten sich nie einem echten Wettbewerb stellen, somit auch nicht die Arbeitnehmer.

4. Den meisten Deutschen werden andere Deutsche näher sein, als Griechen, Italiener, Portugiesen usw.

Gemeinsam ist allerding, dass sich sowohl Griechen, wie auch die DDR-Bürger mit dem System arrangiert hatten.
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Re: Syriza regiert Griechenland

Beitrag von Judas Phatre am So Jul 26, 2015 5:45 pm

wfwbinder schrieb:Ich denke schon, dass Unterschiede gibt.

1. Die Griechen haben sich die Regierung selbst gewählt, die DDR Bürger nicht.

2. Was die DDR Betrieb zu produzieren hatten (z. B. Trabbi und Wartburg) haben keine Leute (Unternehmensleiter) freibestimmen können. Es gab einen hochmodernen Trabbi-Nachfolger, der nicht eingeführt werden durfte.

3. Die DDR-Betriebe mussten sich nie einem echten Wettbewerb stellen, somit auch nicht die Arbeitnehmer.

4. Den meisten Deutschen werden andere Deutsche näher sein, als Griechen, Italiener, Portugiesen usw.

Gemeinsam ist allerding, dass sich sowohl Griechen, wie auch die DDR-Bürger mit dem System arrangiert hatten.
1. Das mit der Demokratie ist so eine Sache. Ähnlich wie in der DDR gab es auch in Griechenland zeitweise eine Diktatur. Beide Völker sind aber im Grunde für ihre Regierungen verantwortlich, auch wenn es in der DDR viel größere Hürden gab. Was wäre passiert, wenn das Land in den 70ern in einen Generalstreik getreten wäre? Natürlich gab es immer das Ventil Westdeutschland, das die meisten Regimegegner aufgefangen hat.
Pauschal die ganze Bevölkerung verantwortlich zu machen geht aber weder in der DDR noch in Griechenland in Ordnung.
2. und 3. umfasst eigentlich dasselbe wie 1. Warum sind die Menschen hier in letzter Instanz nicht für ihre Regierung und die Wirtschaft verantwortlich?
4. Das ist der Knackpunkt, aber sollte er es sein? Verstehen kann ich ihn kaum. Ich kenne Griechen, die mir weit näher stehen, als viele Anhänger des Nationalsozialismus oder des DDR-Regimes im Westen wie im Osten.

Ich hätte allerdings einen weiteren Punkt (war ja nur Provokation):
Die DDR war nach ihrer Übernahme nicht mehr souverän. Wir haben in Griechenland auch hier eine Annäherung an 1990: In erster Linie durch die deutsche Verhandlungslinie hat Griechenland weitgehend seine Souveränität verloren.
Die Parallelität der Ereignisse sollte aber zu denken geben und man sollte Fehler vermeiden, die im Osten Deutschlands geschehen sind. Auch deshalb wäre es gut, wenn eine kontroverse Diskussion in den "Ostalgie"-Themen zustande käme. Genau diese Pseudogegnerschaft Ossi - Wessi baut sich doch auch zwischen Griechenland und Deutschland auf.


Zuletzt von Judas Phatre am So Jul 26, 2015 5:57 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Syriza regiert Griechenland

Beitrag von wfwbinder am So Jul 26, 2015 5:54 pm

Judas Phatre schrieb:
wfwbinder schrieb:Ich denke schon, dass Unterschiede gibt.

1. Die Griechen haben sich die Regierung selbst gewählt, die DDR Bürger nicht.

2. Was die DDR Betrieb zu produzieren hatten (z. B. Trabbi und Wartburg) haben keine Leute (Unternehmensleiter) freibestimmen können. Es gab einen hochmodernen Trabbi-Nachfolger, der nicht eingeführt werden durfte.

3. Die DDR-Betriebe mussten sich nie einem echten Wettbewerb stellen, somit auch nicht die Arbeitnehmer.

4. Den meisten Deutschen werden andere Deutsche näher sein, als Griechen, Italiener, Portugiesen usw.

Gemeinsam ist allerding, dass sich sowohl Griechen, wie auch die DDR-Bürger mit dem System arrangiert hatten.
1. Das mit der Demokratie ist so eine Sache. Ähnlich wie in der DDR gab es auch in Griechenland zeitweise eine Diktatur. Beide Völker sind aber im Grunde für ihre Regierungen verantwortlich, auch wenn es in der DDR viel größere Hürden gab. Was wäre passiert, wenn das Land in den 70ern in einen Generalstreik getreten wäre? Natürlich gab es immer das Ventil Westdeutschland, das die meisten Regimegegner aufgefangen hat. Pauschal die ganze Bevölkerung verantwortlich zu machen geht aber weder in der DDR noch in Griechenland in Ordnung.

Das ist ja der Punkt, das kann man gerade in der DDR weniger, als in Griechenland, nämlich gar nciht. Nur nicht zur Wahl zu gehen, war schon verpönt, ebenso die Wahlkabine zu nutzen.

Judas Phatre schrieb: 2. und 3. umfasst eigentlich dasselbe wie 1. Warum sind die Menschen hier in letzter Instanz nicht für ihre Regierung und die Wirtschaft verantwortlich?

Es war eben von oben verordnet und die Posten wurden ja schon innerhalb der Partei vergeben. Das Produktionsprogramm wurde aus Pankow vorgegeben.


Judas Phatre schrieb: 4. Das iat der Knackpunkt. Verstehen kann ich ihn aber kaum. Ich kenne Griechen, die mir weit näher stehen, als viele Anhänger des Nationalsozialismus oder des DDR-Regimes.

Stimmt, bei mir ist es ähnlich. Die Nationalität eines Menschen ist mir ziemlich egal. Ich unterscheide nur danach, wie ich behandelt werde.


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Re: Syriza regiert Griechenland

Beitrag von wfwbinder am Do Jul 30, 2015 10:47 am

Tsipras steht abends am Hafen und sinniert über die letzten Wochen.

Er betet, "oh Vater im Himmel, meine Landsleute sind enttäuscht, dass ich die Versprechungen nicht einhalten konnte. Nun brauche ich ein Zeichen, damit man mir wieder vertraut. Irgend ein kleines Wunder. Z. B. könnte ich doch mal über das Wasser laufen, wie seinerzeit Dein Sohn."

Ein BLitz zuckt über den Himmel und er möchte sehen, ob es eine Zustimmung war udn tritt auf das Wasser. Und tatsächlich es trägt und so geht er im Hafen auf dem Wasser auf und ab.

Zwei Griechen die auf der Kaimauer sitzen und ihren Frust im Ouzo ertränkt haben, sehen Tsipras auf dem Wasser gehen und der eine sagt zum anderen: "Siehst Du Giorgios, nicht mal schwimmen kann der Tsipras."
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Re: Syriza regiert Griechenland

Beitrag von Gontscharow am Do Jul 30, 2015 12:32 pm

Lach Smile
Diese Regierung wird auf jeden Fall in die Geschichte eingehen. Mit mehr zeitlichem Abstand wird man
sie vermutlich auch fairer beurteilen, als wir das derzeit tun.
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Re: Syriza regiert Griechenland

Beitrag von wfwbinder am Fr Jul 31, 2015 9:51 am

Du könntest Recht haben. Wenn Syriza und Tsipras es schaffen, die Besteuerung, die Verwaltung zu reformieren und die Korruption zu bekämpfen, dann wird diese Regierung in die Geschichte eingehen.
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Re: Syriza regiert Griechenland

Beitrag von Wallenstein am Mi Aug 12, 2015 5:01 pm

Deutschland spart angeblich 100 Mrd. Euro durch die griechische Krise.

Das jedenfalls behauptet das Institut für Wirtschaftsforschung (IWH) in Halle. Wegen der griechischen Krise flüchtet das Kapital in deutsche Staatsanleihen. Die aus diesem Zusammenhang entstehende hohe Nachfrage drückte die Rendite der deutschen Anleihen. Die Folge: Deutschland konnte auslaufende Staatsanleihen mit neuen Anleihen ersetzen, für die viel niedrigere Zinsen als üblich fällig werden.  Dadurch hat sich seit 2010 ein Spareffekt von 100 Mrd. Euro ergeben.

Nun haben die niedrigen Zinsen nicht nur etwas mit Griechenland zu tun, das behaupten die Wissenschaftler auch nicht, aber es gäbe hier einen Zusammenhang. Das Auf und Ab der Zinsen korreliert mit der Situation in Griechenland.

Man müsste die Studie einmal selber lesen, um zu sehen, wie sie erstellt wurde. Ich habe früher auch häufig mit Statistiken gearbeitet und immer, wenn es darum geht, festzustellen, ob es zwischen Datenreihen einen Zusammenhang gibt, muss man feststellen, wie stark dieser ist und ob es sich nicht um eine Scheinkorrelation handelt.
Eine Scheinkorrelation wäre z.B.: In einer Region werden immer dann viele Kinder geboren, wenn die Storchenpopulation steigt. Also bringen doch die Störche die Kinder? Blödsinn: Scheinkorrelation.

In einem Stadtviertel wohnen jetzt mehr Ausländer als früher. Seitdem ist die Kriminalität gestiegen. Zusammenhang? Kann man so nicht sagen. Man muss zunächst eine Reihe weitere Faktoren untersuchen.

Bei Griechenland werden die Wissenschaftler eine Scheinkorrelation wahrscheinlich ausschließen können. Aber dann ist die Frage, wie stark ist die Korrelation, um wirklich  aussagefähig zu sein? (z.B. die Peason-Korrelation).

Im nächsten Schritt haben sie untersucht: Wie hätten sich die Zinsen entwickelt ohne Griechenlandkrise? Sie gingen davon aus, dass sie um 3% höher ausgefallen wären. Man kann dann simulieren und vergleichen: Die erwartete Entwicklung und die tatsächliche Entwicklung. Vergleicht man dies, ergibt sich der von ihnen errechnete Sparbetrag. Aber wie gesagt, das ist lediglich eine Computersimulation.

Ich kann im Moment nicht sagen, welche Beweiskraft diese Studie hat.
http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-08/griechenland-deutschland-spart-milliarden-studie

Wallenstein
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Re: Syriza regiert Griechenland

Beitrag von wfwbinder am Mi Aug 12, 2015 6:18 pm

Ich stimme Dir zu Wallenstein, ich sehe das die Zinsen für Deutsche Staatsanleihen seit beginn der Finanzkrise gesunken sind. Das ist die gleiche Zeit in der die Griechen Probleme haben.

Aber in dieser Zeit ist auch der Ölpreis gesunken, die Zinsen für US-Staatsanleihen sind auch gering.

Ich bin Überzeugt, dass dies der Gesamtsituation geschuldet ist, aber keine Abhängigkeiten zwischen der Griechenlandkrise und den günstigen Zinsen besteht.

Ausserdem hat ja die EZB die Zinsen nicht wegen der Griechen herabgesetzt, sondern um die Investitionen im Euroraum zu beflügeln. Das Anleihe Aufkaufprogramm wurde auch nicht explizit für die Griechen aufgelegt. Übbrigens verzinsen Österreihische Anleihen ebenso gegen 0 % udn sogar die angeblich so schwachen Spanier sind bei niedrigen Zinssätzen angekommen.

Ich freue mich für die Staaten, ebenso wie ich mich freuen würde, wenn die Jugendarbeitslosigkeit in den Ländern sinken würde, denn Griechenland und Spanien haben eine Jugendarbeitslosigkeit von über 50 % udn wir eine von unter 8 %, aber wir haben ja auch nciht mehr Jugendliche in Arbeit, weil es den Spaniern udn Griechen in der Beziehung schlechter geht, sondern weil unsere Wirtschaft besser läuft.

Und weil unsere Wirtschaft besser läuft, hat die Bundesrepublik höhere Steuereinnahmen und wegen der guten Steuereinnahmen ist unser Haushalt ausgeglichen und daher haben wir tripple A udn weil wir tripple A haben, zahlen wir ganz geringe Zinsen. Und nicht weil es den Griechen schlecht geht.

DAs Hauptproblem, was die Griechen zu lösen haben (und dabei können wir denen nicht helfen) ist folgendes: Wenn in Deutschland ein günstiges Kreditprogramm läuft, dann nehmen deutsche Unternehmer Geld in die Hand und investieren 20-25 % Eigenkapital um mit zinsgünstigen Krediten zu investieren.

Leider klappt das in Griechenland nur mit dem Mittelstand, der dort sehr, sehr schmal ist.
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