Vor hundert Jahren - Lenin verlässt die Schweiz

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Vor hundert Jahren - Lenin verlässt die Schweiz

Beitrag von Marek1964 am Sa Apr 08, 2017 10:55 am

Hier zwei Artikel der Tageswoche und der Basler Zeitung zur Reise Lenins nach Petrograd, das später nach seinem Namen benannt werden sollte.

Die Tageswoche nimmt Bezug auf einen Schweizer Gewerkschafter, der es eingerichtet hat, dass der Zug plombiert durch Deutschland reisen durfte - quasi als exterritoriale Einrichtung.

Der Redakteur der Basler Zeitung bezeichnet das als die "verheerendste Reise", die von der Schweiz aus ihren Lauf nahm, Dabei wird zitiert, dass noch wenige Wochen zuvor Lenin geäussert habe, es werde wohl zu seinen Lebzeiten keine Revolution in Russland geben.

Mit deutscher logistischer und später auch finanzieller Unterstützung kamen die Bolschewiken an die Macht und begründeten damit eine blutige Ideologie, die eigentlich den Menschen ein Paradies auf Erden hätte bringen sollen.

Die Deutsche Unterstützung für die Bolschewiken dürfte hinlänglich bekannt sein. Weniger bekannt dürfte sein, dass es auch ein Schweizer Politiker war, der Lenins Reise einzufädeln mithalf. Dabei muss man wissen, dass zur Zeit des Ersten Weltkriegs viele Deutschschweizer auf der Seite Deutschlands waren, ganz anders als im Zweiten Weltkrieg.

http://bazonline.ch/schweiz/standard/lenins-heimreise/story/24956091


Zuletzt von Marek1964 am Mi Apr 12, 2017 6:05 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Vor hundert Jahren - Lenin verlässt die Schweiz

Beitrag von Wallenstein am Sa Apr 08, 2017 11:21 am

Um den Terror zu verstehen, muss man sich wohl in die damalige Zeit hineindenken. Im ersten Weltkrieg starben jeden Tag tausende von Soldaten. Die Generäle hatten keinerlei Skrupel, das sogenannte „Menschenmaterial“ zu verheizen. Der massenhafte Tod zahlreicher Soldaten Tag für Tag war inzwischen selbstverständlich geworden und stumpfte die Gemüter ab. In einer solchen Zeit verlieren die üblichen Moralvorstellungen an Bedeutung, die Anwendung brutaler Gewalt erscheint als selbstverständlich und gerechtfertigt. Deshalb wundert es mich nicht, dass Lenin sich für den Terror aussprach. Seine „weißen“ Gegenspieler, die zaristischen Generäle, die im Bürgerkrieg die Bolschewiki bekämpften, hatten ebenfalls keinerlei Skrupel, Massenexekutionen vorzunehmen.

In Revolutionen kommt es häufig zu terroristischen Phasen. Robespierre hatte 1794 den „Großen Terror“ verkündet und zahlreiche Gegner liquidiert. Das dauerte allerdings nur kurze Zeit. Wenn man jedoch Napoleon und seine zahlreichen Kriege als Weiterführung der Revolution ansieht, hat auch die Französische Revolution Millionen Todesopfer gefordert.

In Russland kam es allerdings zu der fatalen Entwicklung, das auch nach dem Ende der Revolution der Terror nicht aufhörte, sondern benutzt wurde, um das Land zu industrialisieren und alle Probleme stets mit Gewalt zu lösen.

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