Der Karthager Hannibal (heiteres Gedicht)

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Der Karthager Hannibal (heiteres Gedicht)

Beitrag von Georg C. Peter am Fr Jun 02, 2017 2:58 pm

Hannibal  (Georg C. Peter)

Über hohe Alpenpässe
trieb bei Regen, Sturm und Nässe
ohne Rast und ohne Lager
Hannibal seine Karthager,

welche Alpen überwanden
mit bepackten Elefanten,
die den Vorrat mussten wuchten
über Täler, Berge, Schluchten.

Bis sie endlich Pfade fanden
und in Norditalien standen,
wo die römischen Soldaten
sich die Eindringung verbaten.

Denn Karthager und ihr Heer
mochten Römer nicht so sehr,
daher zogen sie in Bälde
gegen Hannibal zu Felde.

Doch der Kampf, er ging verloren:
„Hannibal vor Romes Toren“,
gab der Volkesmund bekannt.
Doch die Mauern hielten stand.

Und als römische Soldaten
schließlich Afrika betraten,
fuhr mit Kriegern übers Meer
er den Römern hinterher.

Als nach einer kurzen Nacht
kam es zu der letzten Schlacht,
wo es ging um Kopf und Kragen,
wurde Hannibal geschlagen.

Dies bedeutete den Sieg
in dem zweiten Punierkrieg.
Danach mussten alle schwören
mit dem Kämpfen aufzuhören.

Doch die Zukunft der Karthager
war seit dieser Zeit recht mager.


Eselsbrücke:
Hannibal trat in den Anus
Einst der Scipio Africanus.    

Hörversion:


Anmerkung:
Im Herbst 218 v. Chr. stand Hannibal mit knapp 30000 Soldaten völlig überraschend in Norditalien, nachdem er zuvor mit seinem Heer die Alpen überwunden hatte. Die hastig entgegengeworfenen römischen Truppen besiegte er am Trasimenischen See und in der großen Umfassungsschlacht bei Cannae. Anschließend sicherte er sich Stützpunkte in Süditalien. 211 v. Chr. marschierte der karthagische Feldherr gegen Rom („Hannibal ad Portas“), konnte aber die römischen Verteidigungslinien nicht durchbrechen. Als 205 v. Chr. Cornelius Scipio („Africanus“) seine Heimatstadt Karthago bedrohte, wurde Hannibal zurück beordert und in der Schlacht bei Zama 202 v.Chr. vernichtend geschlagen.
Im Jahre 148 v. Chr. wurde die ursprünglich von Phöniziern gegründete Stadt Karthago endgültig von den Römern besiegt und die Stadt dem Erdboden gleich gemacht.
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Georg C. Peter

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Re: Der Karthager Hannibal (heiteres Gedicht)

Beitrag von Marek1964 am Fr Jun 02, 2017 3:34 pm

Herrlich, Georg, das ist ja ganz was neues.

Jetzt warte ich nur noch, dass Du uns was vorsingst bounce

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Re: Der Karthager Hannibal (heiteres Gedicht)

Beitrag von Georg C. Peter am Fr Jun 02, 2017 3:51 pm

Hallo Marek,
freue mich über Deine Nachricht und liefere gerne weitere Heldenepen.
Vielleicht demnächst als Liederzyklus? Mit punischen Blechbläsern? Wink
Liebe Grüße von Georg
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Georg C. Peter

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Re: Der Karthager Hannibal (heiteres Gedicht)

Beitrag von Skeptik am Fr Jun 02, 2017 7:46 pm

Ich gestehe, ich kanns einfach nicht lassen! - Das Dichten!


Und wem verdanken wir den Stuß?
Dem Schreiberling Polybius.
Der hat so mancherlei gelogen
und aus den Fingern sich gesogen.

Schon seine Story war nicht ohne
mit Elefanten an der Rhone.
da kann doch manches so nicht stimmen:
Denn Elefanten können schwimmen!

Das wußte nicht Polybios
und so verfrachtet er den Troß
auf komplizierte große Floße.
Das ging dann ziemlich in die Hose.

Der Elefant auf Floßes Planken
geriet in Panik und ins Wanken
und tobte außer Rand und Band
bis er den Weg ins Wasser fand.

Schon bald tät ihm das Ufer winken,
Poly ließ ihn glatt ertrinken.
Der Rest der andern Elefanten
konnte, mit Glück, am Ufer landen.

Weh’, wehe, nach vollbrachter Tat,
der Elefanten Ende naht.
Sie schaffens grad noch bei der Nässe
mit Ach und Krach über die Pässe.

Doch was erwartet diese Armen.
- Polybios kennt hier kein Erbarmen -
Wie kann man nur so herzlos sein!
Sie gehen an Erkältung ein.


Hier findet man es.

Die Elefanten über die Rhone:
Buch III, Kapitel 45 und 46

Erkältung und Tod:
Buch III, Kapitel 74

http://penelope.uchicago.edu/Thayer/E/Roman/Texts/Polybius/3*.html

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Re: Der Karthager Hannibal (heiteres Gedicht)

Beitrag von Georg C. Peter am Fr Jun 02, 2017 8:06 pm

Gut für Elefantenöhrchen
ist ein Kräuterschnapslikörchen...

Lieber Skeptik,
vielen Dank für die holde Dichtkunst!
Herzliche Grüße,
Georg
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Georg C. Peter

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