Keine Muslime: Die islamkritische Flüchtlingspolitik der Visegrad Staaten (PL, CZ, SK, H)

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Keine Muslime: Die islamkritische Flüchtlingspolitik der Visegrad Staaten (PL, CZ, SK, H)

Beitrag von Marek1964 am Di Jun 20, 2017 11:59 pm

Das Thema wurde im Thread "war die Flüchtlingskrise" vorhersehbar angeschnitten - hier schreibe ich einiges dazu, aber eher später, jetzt nur ganz kurz:

Die vier Visegrad Staaten, Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn haben in den letzten Jahren im Rahmen des Ukrainekonflikts eine Reihe von Flüchtlingen aufgenommen. Zumindest in den den drei slawischen Staaten gibt es mit ihrer Integration wenig Probleme, da die Sprachen doch ähnlich sind. Mit ukrainischen Gastarbeitern gibt es insgesamt gute Erfahrungen.

Ganz anders verhält es sich mit der Bereitschaft, muslimische Flüchtlinge aufzunehmen - hier sind sich die vier Länder einig, dass sie keine wollen, aus dem Orient ist man nur bereit, christliche Flüchtlinge aufzunehmen.

Woher diese Aversion besteht? Sie geht von der klaren Mehrheit der Wähler aus, also aus der Bevölkerung. So gibt es auch keine Parteien, die gegen eine solche Politik sind, nur einzelne Politiker.

Über die Gesamtgründe kann man eigentlich nur spekulieren - viele Bewohner, vor allem in Polen und Tschechien, arbeiten in Westeuropa und haben die Problematik kennengelernt und wohl eine eindeutige Meinung dazu. Möglicherweise sind es auch die Erfahrungen mit den Roma, die dazu führen, dass man der Meinung ist, eine schwer interierbare, bildungsferne Bevölkerungsgruppe mit bestimmten kulturellen Eigenheiten könne man beim besten Willen nicht integrieren.

Die ganze Sache besteht allerdings auf Gegenseitigkeit - die meisten Flüchtlinge wollen aufrund der geringen Sozialleistungen nicht in diesen Ländern bleiben. Letztlich war auch das für die Eskalation am Budapester Keleti Bahnhof verantwortlich, die in Deutschland als humanitäre beinah-Katastrophe verklärt wurde. Die Flüchtlinge wollten nicht in Ungarn registriert werden, das wussten sie wohl schon vorher, dass es zu vermeiden gelte.

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Re: Keine Muslime: Die islamkritische Flüchtlingspolitik der Visegrad Staaten (PL, CZ, SK, H)

Beitrag von Titus Feuerfuchs am Mi Jun 21, 2017 12:40 pm

Die Osteuropäer berücksichtigen einfach die Interessen der Bevölkerung.

https://derstandard.at/2000059278682/StudieMehr-als-die-Haelfte-der-befragten-EU-Buerger-lehnen-muslimische
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Re: Keine Muslime: Die islamkritische Flüchtlingspolitik der Visegrad Staaten (PL, CZ, SK, H)

Beitrag von Gontscharow am Mi Jun 21, 2017 4:19 pm

Die Türkenbelagerung und die Türkenkriege scheinen sich dann ja doch ins österreichische Unterbewußtsein eingegraben zu haben, wenn die Österreicher die islamische Einwanderung stärker ablehnen als die Deutschen ( falls das überhaupt stimmt,Umfragen zu diesem Thema traue ich schon lange überhaupt nicht mehr ).
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Re: Keine Muslime: Die islamkritische Flüchtlingspolitik der Visegrad Staaten (PL, CZ, SK, H)

Beitrag von ArnoldB. am Mi Jun 21, 2017 8:11 pm

Marek1964 schrieb:Das Thema wurde im Thread "war die Flüchtlingskrise" vorhersehbar angeschnitten - hier schreibe ich einiges dazu, aber eher später, jetzt nur ganz kurz:

Die vier Visegrad Staaten, Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn haben in den letzten Jahren im Rahmen des Ukrainekonflikts eine Reihe von Flüchtlingen aufgenommen. Zumindest in den den drei slawischen Staaten gibt es mit ihrer Integration wenig Probleme, da die Sprachen doch ähnlich sind. Mit ukrainischen Gastarbeitern gibt es insgesamt gute Erfahrungen.

Ganz anders verhält es sich mit der Bereitschaft, muslimische Flüchtlinge aufzunehmen - hier sind sich die vier Länder einig, dass sie keine wollen, aus dem Orient ist man nur bereit, christliche Flüchtlinge aufzunehmen.

Woher diese Aversion besteht? Sie geht von der klaren Mehrheit der Wähler aus, also aus der Bevölkerung.
So gibt es auch keine Parteien, die gegen eine solche Politik sind, nur einzelne Politiker.

Über die Gesamtgründe kann man eigentlich nur spekulieren - viele Bewohner, vor allem in Polen und Tschechien, arbeiten in Westeuropa und haben die Problematik kennengelernt und wohl eine eindeutige Meinung dazu. Möglicherweise sind es auch die Erfahrungen mit den Roma, die dazu führen, dass man der Meinung ist, eine schwer interierbare, bildungsferne Bevölkerungsgruppe mit bestimmten kulturellen Eigenheiten könne man beim besten Willen nicht integrieren.

Die ganze Sache besteht allerdings auf Gegenseitigkeit - die meisten Flüchtlinge wollen aufrund der geringen Sozialleistungen nicht in diesen Ländern bleiben. Letztlich war auch das für die Eskalation am Budapester Keleti Bahnhof verantwortlich, die in Deutschland als humanitäre beinah-Katastrophe verklärt wurde. Die Flüchtlinge wollten nicht in Ungarn registriert werden, das wussten sie wohl schon vorher, dass es zu vermeiden gelte.

Es gibt, was die Aufnahme und Behandlung von Flüchtlingen und Asylsuchenden angeht, internationale Verpflichtungen, denen sich die genannten EU-Länder entziehen. Die Begründung ist vielsagend:

"Ganz anders verhält es sich mit der Bereitschaft, muslimische Flüchtlinge aufzunehmen - hier sind sich die vier Länder einig, dass sie keine wollen, aus dem Orient ist man nur bereit, christliche Flüchtlinge aufzunehmen.

Woher diese Aversion besteht? Sie geht von der klaren Mehrheit der Wähler aus, also aus der Bevölkerung.
"

Eindeutig enthalten diese Länder den vor Gewalt und Krieg geflohenen Muslimen ihre Rechte vor und diskriminieren sie wegen ihrer Religion. Damit verletzen diese Länder ihr nationales ebenso wie internationales, u. a. europäisches Recht! Solche Rechtsbrüche mit dem angeblichen Willen der Bevölkerung zu rechtfertigen, ist ein äußerst fragwürdiges Verhalten der dort Regierenden und ein Akt der Feigheit. Der emotionalen Willkür eines Volkes in einer freiheitlich-rechtsstaatlichen Demokratie keine Grenzen zu setzen, ist feige, sehr bedenklich und gefährlich. Im Grunde sollten sich diese Länder sorgfältig überlegen, ob sie in der europäischen Wertegemeinschaft nicht fehl am Platze sind.

Insbesondere Ungarns ausländerfeindliche Regierung hat den Weg, diese Wertegemeinschaft zu verlassen, längst beschritten: http://www.spiegel.de/politik/ausland/fluechtlinge-in-ungarn-viktor-orbans-offensive-a-1129919.html

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Re: Keine Muslime: Die islamkritische Flüchtlingspolitik der Visegrad Staaten (PL, CZ, SK, H)

Beitrag von Titus Feuerfuchs am Do Jun 22, 2017 9:11 pm

Gontscharow schrieb:Die Türkenbelagerung und die Türkenkriege scheinen sich dann ja doch ins österreichische Unterbewußtsein eingegraben zu haben, wenn die Österreicher die islamische Einwanderung stärker ablehnen als die Deutschen ( falls das überhaupt stimmt,Umfragen zu diesem Thema traue ich schon lange überhaupt nicht mehr ).

Glaub ich ehrlich gesagt nicht.
Das liegt eher daran, dass es aufgrund einer relativ starken rechten Partei, die den Deutschen bis vor kurzem fehlte, seit Langem einen anderen Diskurs das Thema betreffend gibt.
Die Deutschen werden so mit PC eingelullt, dass ihr Blick für politisch unkorrekte Sachverhalte merklich getrübt ist.
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