Christian Friedrich von Kahlbutz, der nicht verwest

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Christian Friedrich von Kahlbutz, der nicht verwest

Beitrag von Ceres am Fr Jul 07, 2017 10:42 am

Als ich vor einigen Jahren in Kampehl  (Mark Brandenburg) gewesen bin, habe ich mir eine mir merkwürdige Mumie angeschaut.  Mich hat die Erscheinung echt erstaunt.
Diese Mumie im gläsernen Sarg befindet sich in einer kleinen Kapelle.
Über diesen Leichnam existiert ein Mysterium, welches Wissenschaftler Rätsel aufgibt.

Im Jahr 1651 ist er in Kampehl geboren worden und starb im Jahr 1702. Der sagenumwobene Verstorbene war ein Märkischer Edelmann, der bis heute nicht verwest ist. Man hat auch angeblich keine künstliche Mumifizierung jeglicher Art angewendet. Noch heute erzählen die Einwohner von Kahlbutz, dass ihm sogar noch die Finger- und Zehennägel wachsen.
Warum er nicht verwest ist, erzählt uns noch eine alte Sage...

Angeblich soll er den Verlobten von seiner Dienstmagd, ein Schäfer aus dem Nachbarort Bückwitz, getötet haben. Doch immer wieder beteuerte er seine Unschuld und sollte vor Gericht geschworen haben, wenn er wirklich schuldig des Mordes ist, dann wird sein Körper nie verwesen...

Was meint ihr dazu??

Mehr über diesen seltsamen Ritter gibts bei Tante Wiki:
https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Friedrich_von_Kahlbutz

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Mumien bekannter Persönlichkeiten

Beitrag von Falk v. K. am Fr Jul 07, 2017 11:57 am

https://www.welt.de/vermischtes/article128844614/Die-luftgetrockneten-Toten-im-Kapuzinerkloster.html

Dem Vetter des Pandurenoberst - Friedrich von der Trenck - war kein solches Grab beschieden. Er verlor in Frankreich seinen Kopf...Cool
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Re: Christian Friedrich von Kahlbutz, der nicht verwest

Beitrag von Ceres am Fr Jul 07, 2017 12:41 pm

Echt gruslig das Ganze... Besonders mit der verrenkten Frau.

Durch Brno bin ich auch schon gekommen, aber diesen Ort nicht besucht. In London gibt es auch so einen grusligen Ort, genannt "Dungeon" Da ist ziemlich makaber und beim Eingang befindet sich die Warnung: "Nichts für schwache Nerven!" o.ä.
Einmal dort drin gewesen - nie wieder !! (obwohl ich nicht gerade zimperlich bin)

https://de.wikipedia.org/wiki/London_Dungeon
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Re: Christian Friedrich von Kahlbutz, der nicht verwest

Beitrag von Skeptik am Sa Jul 08, 2017 10:02 am

Die Mumifizierung von Leichen scheint doch weiter verbreitet als man annehmen könnte. In Paris fand man 1785 auf dem Kirchhof des Innocens, als er verlegt wurde, unter der ungeheuren Mernge der Leichen einzelne, die völlig mumifiziert waren. Auch in Dünkirchen fanden sich unter sechzig Leichen elf völlig erhaltene und mumifizierte. Weitere Orte sind z.B. Bordeaux, Palermo, Bremen, Quedlinburg, Straßburg, Werthheim, Ellingen, Nürnberg, Augsburg.

Besonders eindrückliche Mumien gab oder gibt es noch in Toulouse. Und das bei den verschiedenen Klostergemeinschaften. Als da waren die Kapuziner, Jacobiner, Karmeliter, und den Cordeliers (Kordelträger) den Franziskanern. Dort stellte man einen erstaunlich guterhaltenen Zustand der Leichen in den Krypten der Ordenshäuser fest. Die Toulouser waren davon so angetan, daß ein Run um einen Platz nach dem Tode anhub. Der Platz wurde knapp und so ging man dazu über die Mumien an die Wände zu stellen.

Auch die Belle Paule, die schöne Paula, stand dort. Eine zu Lebzeiten wunderschöne Frau, hatte auch nach ihrem Tod noch eine Menge Verehrer, die sie in dem Keller besuchen konnten. Für Frauen war der Zutritt nicht gestattet und so verlangten die neugierigen Frauen der Stadt die schöne Paula vor dem Tor zu sehen. Aber leider, einmal am Tageslicht, zerfiel die Schöne zu Staub.

Auch eine Geschichte von einem Novizen erzählt man sich. Der mutige junge Mann erklärte sich bereit, in der Nacht ohne Licht in die Krypta zu steigen und einen Nagel in eines der Särge zu schlagen. Er kam nicht mehr wieder und man fand ihn andern Tags mit einem schrecklichen Grinsen im Gesicht tot neben einem Sarg. Er hatte tatsächlich einen Nagel in den Sarg geschlagen. Nur leider in der Dunkelheit nicht bemerkt, daß er seine Kutte mit festgenagelt hatte. Für ihn muß es die Hand des Toten gewesen sein, die ihn packte und für seinen Frevel bestrafen wollte. So ist er vor Schreck gestorben.

Wer sich mit der Einbalsamierung von Leichen näher beschäftigen will, findert auf Seite 81 reichhaltige Anregungen und Vorgehensweisen:

https://books.google.de/books?id=sB4_AAAAcAAJ&pg=PA13&lpg=PA13&dq=die+Mumien+von+Toulouse&source=bl&ots=9yulmmE8Nv&sig=3fnjjXB7FIJdES-CxsOSTpowJ98&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjJxbOqqvfUAhWFZFAKHRcYA3QQ6AEISDAH#v=onepage&q=die%20Mumien%20von%20Toulouse&f=false

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Re: Christian Friedrich von Kahlbutz, der nicht verwest

Beitrag von Ceres am Sa Jul 08, 2017 10:45 am

Danke lieber Skeptik für deinen interessanten Beitrag, den ich mit wachem Interesse gelesen habe.

Da du auch Palermo erwähnt hast, gibt es dort eine sehr schöne Mumie, die als die schönste der Welt gilt. Es ist ein kleines Mädchen namens Rosalia", die dort in den Katakomben, oder Kloster ? zu bestaunen ist.
https://www.youtube.com/watch?v=u5XrEVB8DPg

Ich weiß, das ein mir bekannter Archäologe mal dort forschen durfte.

Amazing !!!

Hier noch ein Bildchen von der schönen Mumie Rosalia, die kurz vor ihrem 2. Geburtstag verstorben ist::



Rosalia Lombardo (* Dezember 1918 in Palermo, Italien; † 6. Dezember 1920 ebenda) war ein italienisches Kind, dessen Mumie sich im Gruftgewölbe des Kapuzinerkonvents in Palermo befindet.

Rosalia war die Tochter des Generals Mario Lombardo und starb eine Woche vor ihrem zweiten Geburtstag an der Spanischen Grippe.

Das Mikroklima in der Kapuzinergruft sorgt dafür, dass Leichen außergewöhnlich gut erhalten bleiben. Die Bestattungen in der Palermitaner Kapuzinergruft wurden offiziell 1881 eingestellt; die Nachbestattung der kleinen Rosalia ist einer von wenigen Ausnahmefällen.
(Mehr dazu bei Tante Wiki)
https://de.wikipedia.org/wiki/Rosalia_Lombardo
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