Deutschland gespalten, Europa gespalten? Kampfzeit? Ist Deutschland linksradikal?

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Deutschland gespalten, Europa gespalten? Kampfzeit? Ist Deutschland linksradikal?

Beitrag von Klartext am Mo Sep 11, 2017 11:25 pm

Ich habe mir lange überlegt, ob ich so ein Thema hier eröffnen will - hat es doch so einiges Sprengstoff in sich.  Dass Deutschland gespalten ist, das denken viele, aber ist es wirklich so? Wenn die Wahlen so ausgehen, plusminus, wie es vorausgesagt wird, kann man eigentlich von fast einem geschlossenen Deutschland sprechen - bis auf die AfD und ein paar radikale Parteien, die es nicht in den Bundestag schaffen, ist man sich meist recht einig.

Und doch sagt man, dass Deutschland gespalten ist und häufig wütende Diskussionen geführt werden - allerdings nicht im Bundestag, wo es eigentlich zusammengeführt werden sollte, die gesellschaftliche Diskussion.

Ich selbst habe das Buch von Dr, Mannke, im Lande der verschwiegenen Wahrheiten, gelesen, und das hat schon zu denken gegeben (Eine Rezension bereite ich noch vor, morgen).

Eigentlich wird ja immer in einer Demokratie der Kompromiss gesucht. Also: Die eine will unbegrenzte Asylbewerber, die andere gar keine. Wo trifft man sich? Im Geschäfsleben auf halbem Wege oder man macht kein Geschäft. Letzteres ist aber in der Politik nicht so ohne weiteres möglich - man lebt nun mal in einem Land und wenn einem ein Entscheid nicht gefällt und der andere entscheiden kann - ja, dann muss man auswandern. Wobei: 1000 Millionäre haben letztes Jahr Deutschland verlassen.

Wenn ich mir nun die Entscheide der Kanzlerin zur Energiewende, zur Flüchtlingsproblematik und zur Eurorettung vergegenwärtige, finde ich, sie hat eigentlich gar keine Kompromisslösung gesucht, sondern eine "alternativlose" Maximallösung. Nun ist eine solche Lösung gesellschaftlich nicht unproblematisch und es wird sich viel Opposition dagegen finden. Vor allem, wenn sie - und das ist in allen drei Beispielen der Fall - gegen die Interessen der gemeinen Deutschen Bevölkerung richtet.

Ich stelle deshalb hier in den Raum: Deutschland ist linksradikal.

Die These, Deutschland sei linksradikal ist sicher provokativ und wohl auch überspitzt - aber es gilt sie nun zu widerlegen. Denn eine radikale These ist es schwierig durchzusetzen - das Mittel ist aber schnell zur Hand: Diffamierung des Gegners. Wer also die alternativlose Politik der Kanzlerin kritisiert, muss ein Rechter, ein Nazi, ein Rechtspopulist sein. Es ist kein argumentativer Disput, sondern eben Diffamierung. Ebenso in dieses Bild passt, das Gewaltakte gegen AfD Mitglieder und Wahlhelfer, ja auch Bojkottaufrufe für Vermieter und Hotels, von den Blockparteien nicht verurteilt werden.

Für mich ist es die Erklärung für die Spaltung, die auch weitergehen und es sich vertiefen wird. Deshalb auch der Begriff Kampfzeit hier eingefügt - die Kampfzeit nannte Hitler die Zeit zwischen 1918 und 1933, als er um die Macht kämpfte, Sie war gekennezeichnet durch grosse gesellschaftliche Zerwürfnisse, durch Bürgerkrieg zu beginn, später durch Hyperinflation, dann ein paar Jahre Blüte der Weimarer Republik, bis zur Wirtschaftskrise und Hitlers Machtergreifung.

Es war der Kampf zwischen Demokratie und den totalitären Ideologien, aus dem der Nationalsozialismus als Sieger hervorging. Ist das heute ähnlich?

Andere Ansichten zu dieser These sind erwünscht - Ring frei - ich hoffen auf eine kontrovers-konstruktive Diskussion.

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Re: Deutschland gespalten, Europa gespalten? Kampfzeit? Ist Deutschland linksradikal?

Beitrag von Marek1964 am Mo Sep 11, 2017 11:33 pm

Interessante Ansichten, die Du da hast, Klartext - sicher kontrovers, aber das mach ein Forum aus. Mal sehen, was sich in den nächsten Tagen ergibt.

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Re: Deutschland gespalten, Europa gespalten? Kampfzeit? Ist Deutschland linksradikal?

Beitrag von Wallenstein am Mi Sep 13, 2017 1:08 pm

Klartext
Die These, Deutschland sei linksradikal ist sicher provokativ und wohl auch überspitzt - aber es gilt sie nun zu widerlegen.

Nein, hier muss nichts widerlegt werden, denn widerlegen kann man nur etwas, das auch begründet wird.
Also: Was ist linksradikal überhaupt? Das muss zunächst genau erklärt und begründet werden. Erst dann kann man überhaupt diskutieren. Solch eine Position muss klar unterscheidbar sein von anderen, alternativen Positionen.
Mit diesen dürftigen Informationen kann man nichts anfangen geschweige denn diskutieren.


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Re: Deutschland gespalten, Europa gespalten? Kampfzeit? Ist Deutschland linksradikal?

Beitrag von Marek1964 am Mi Sep 13, 2017 8:03 pm

Das Links-Rechts Schema ist ein grobes und subjektives - und ebenso was eine "radikale" Position ist, vor allem rechtsradikal. Mir scheint auch, dass das in den letzten Jahren etwas durcheinander gekommen ist.

Ja, es wäre gut, das vorab zu definieren - das kann aber eigentlich jeder für sich machen, jeder kann von seinem Spekturm ausgehen, und es für andere definieren.

Klartext hat insofern schon einiges geschrieben, er hält die Energiewende, die Keine-Obergrenze-für-Flüchtlinge und die Eurorettung für linksradikal. Man kann da sicher anderer Meinung sein, aber vor allem die ersten zwei Positionen scheinen mir nicht unplausibel.

Dabei hat er ein Argument genannt, nämlich das der immer wieder gerne genannten "Alternativlosigkeit" und dies mit Kompromisslosigkeit gleichgesetzt. Also Linksradikalität? Ein sehr interessanter Gedanke- vielleicht mein er das auch als Gegengewicht zur auch meiner Meinung nach fast inflationär verwendeten Begriff "rechtssradikal".

Jedenfalls finde ich jede Menge interessanten Diskussionstoff. Eine Ablehnung dieser Diskussion leitet Wasser auf Mühlen derjenigen, die sagen, gewisse Themen seien tabu und man könne sie nicht diskutieren.

Ich denke mir immer mal wieder, ob das Verbot der Holocaustleugnung eigentlich sinnvoll ist. Jedenfalls als Forenbetreiber, sehe ich es eigentlich sinnvoller, die Leugnung zuzulassen, aber mit guten Argumenten klarzumachen, dass das Quatsch ist - denn wie sollte man den Tod von 6 Mio Menschen erfinden, wo es doch etliche von einander unabhängige Zeugenaussagen gibt, einschliesslich ehemaliger SS Männer, von Eisenbahnangestellten, die die Züge fuhren, von polnischen Bauern, die in der Nähe der Lager arbeiteten, von einem Mann wie Oskar Schindler und seiner Frau und seinen Geretteten. Dem Wanseeprotokoll. Wie sollte das alles erfunden werden können? Bestimmt liessen sich noch mehr Argumente aufführen, und ich stelle mir vor, ich setze das Thema in mein Forum und innert weniger Tage kommen sehr viele gute Argumente.

In dieser Weise kann man einem vielleicht uninformierten, der irgendeinen Verschwörungstheoretiker hört, immunisieren. Restlos alle wird man nicht überzeugen können, aber das ist auch nicht real - Spinner gibt es immer. Ihr Einfluss ist minimal.

Oder diese These mit den drei erfundenen Jahrhunderten von Dr. Illig, die hier auch thematisiert wurde - sehr leicht ad absurdum zu führen.

So meine ich, dass auch Klartexts These, wenn sie denn so verrückt ist, leicht zu widerlegen sein müsste.

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DEUTSCHLAND GESPALTEN, EUROPA GESPALTEN? KAMPFZEIT? IST DEUTSCHLAND LINKSRADIKAL?

Beitrag von marylinjackson am Do Sep 14, 2017 6:35 pm

Was mit rechts und was mit links in der Politik gemeint ist, hat zunächst was mit konservativ und fortschrittlich zu tun, somit werden Wertungen abgegeben. Die Abstufungen gehen weiter in beide Richtungen bis zu radikal und extrem, auch andere Spektren wie liberal, ökologisch, traditionalistisch oder nationalistisch legt sich die Parteienlandschaft  gerne zu.

Die einzelnen Parteien selber geben sich nur positiv klingende Attribute, die anderen im Wahlkampf dagegen befeuern sich mit negativ besetzten.
Je nach Lautstärke und Überzeugungskraft einer Partei kann die Mehrheit einer Minderheit folgen, aber auch die Minderheit einer Mehrheit.
Die Wähler in der schwankenden Mitte gilt es immer zu überzeuge, notfalls mit dem Holzhammer. Merkels Aufruf in ihrer Neujahrsansprache 2014/2015, nicht den Rattenfängern (Pegida) zu folgen, weil sie "Hass in ihren Herzen tragen", ließ erst gar keine andere Meinung zu, sondern sie legte sich alternativlos gegen die Rechten fest. Mit dieser ihrer Polarisierung entstand zunächst verblüfftes und nachdenkliches Schweigen in der Öffentlichkeit. Später, mit Merkels einsam entschiedener Öffnung Deutschland für alle Flüchtlinge am 5.9.2015 und den Ereignissen der folgenden Silvesternacht, wurde die "Kampfzeit" zwischen beiden konträren Positionen rechts und links zunehmend öffentlicher.

Heute (! )erst wurde vom Bundesverwaltungsgericht geurteilt, dass es "Staatsorganen nicht erlaubt ist, öffentliche Kommunikation zu lenken oder zu steuern". Geklagt hatte im Januar 2015 Dügida gegen den Düsseldorfer Bürgermeister, der "Licht aus" gegen Dügida forderte und zur Gegendemonstration aufrief.

Die oberflächliche These also lautet: Rechts ist schlecht und links ist gut.

Fast jeder Diskutant beginnt oder endet seine Rede mit einer Bemerkung zur Einstellung zur AfD, damit seine Position klar für andere erkennbar ist.
Vor lauter Angst, beschimpft zu werden, schweigen viele. Das passiert innerhalb der Familie, mit Freunden, Arbeitskollegen und Nachbarn.
Eine Diskussionskultur gibt es kaum noch, sie endet meist im hässlichen Geschrei.  Wenn die Wortgefechte wie Kakophonie klingen, hält man sich am besten raus.
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Re: Deutschland gespalten, Europa gespalten? Kampfzeit? Ist Deutschland linksradikal?

Beitrag von Wallenstein am Fr Sep 15, 2017 2:18 pm

Die Begriffe links und rechts sind so verschwommen, das sie kaum noch Sinn machen. Ich versuche es einmal selbst:
Links bedeutet, dass mehr (soziale und politische) Gleichheit angestrebt wird, manchmal auch auf Kosten individueller Freiheiten.
Wichtig ist aber vor allem die Eigentumsfrage: Im kommunistischen Manifest steht irgendwo (Ich habe die genaue Seite nicht gefunden): Die Kommunisten können ihre Forderung in einem Satz zusammenfassen: Abschaffung des Privateigentums.

Darum ging es den Kommunisten und Sozialisten immer: Das Privateigentum an Produktionsmitteln soll abgeschafft werden. Das kann man vielleicht auf friedliche Weise erreichen: Durch Wahlen oder eben durch eine Revolution. Das unterscheidet Kommunisten von Reformsozialisten. Die Kommunisten wollten durch eine Revolution an die Macht kommen, zumeist durch Gewalt und dann den bürgerlichen Staat durch die Diktatur des Proletariats, sprich durch ihre eigene Diktatur ersetzen. Wer so etwas erreichen will: Beseitigung der kapitalistischen Eigentumsordnung durch Gewalt mit einer anschließenden Diktatur, solche Leute kann man als linksradikal bezeichnen.

Dann lassen sich die obigen Fragen ganz einfach beantworten:

Das Wort „Alternativlos“ stammt bekanntlich von Magret Thatcher („There ist no alternative!“) Thatcher ist sicherlich über jeden Verdacht des Linksradikalismus erhaben. Von ihr haben Politiker dieses geflügelte Wort übernommen, wenn sie glauben, dass ihr eigener Weg der einzige richtige ist. Als ich früher noch Geschäftsführer war, habe ich den Angestellten auch immer gesagt: „Dazu gibt es keine Alternative!“.

Was Flüchtlinge nun mit Linksradikalismus zu tun haben sollen? Der Asylparagraph wurde 1948 von den Vätern und Müttern in das Grundgesetz aufgenommen. Er sollte vor allem den Flüchtlingen aus dem Ostblock helfen. Die kamen zunächst vor allem aus Ungarn und der CSSR. In den achtziger Jahren flüchteten fast eine Millionen Polen in die BRD. In den neunziger Jahren erhielten wir einen massiven Zustrom aus den zusammenbrechenden Staaten des Ostblocks, hinzu kamen etliche Kriegsflüchtlinge aus Ex-Jugoslawien. 2015 dann die bekannte erneute Fluchtbewegung. Bisher ist noch niemand auf die Idee gekommen, diese Politik der letzten 70 Jahre als linksradikal zu bezeichnen. Dümmer geht es ja wohl auch nicht mehr.

Energiewende ist linksradikal? Hier wird auch keiner enteignet, lediglich umstrukturiert. Die Umstellung von Kohle auf andere Energieträger in den sechziger und siebziger Jahren, z.B. auf Atomkraft und Erdöl, war ja auch nicht linksradikal.

Eurorettung ist linksradikal? Das Gegenteil ist der Fall, damit will man die kapitalistische Wirtschaft stabilisieren. Auch die Bankenrettung war nicht linksradikal, hier ging es darum, das Großkapital vor dem Absturz zu bewahren. Das ist das genaue Gegenteil von links.

Wer Linksradikale sehen will, der hätte zum G-20 Gipfel nach Hamburg kommen sollen. Dort hat man sie gesehen. Der „Schwarze Block“, vermummte Gestalten, die Randale betrieben. Diese Leute wollen wirklich den Kapitalismus beseitigen, das sah man schon an ihren Sprüchen, wie z.B. „Smash Kapitalismus“, “Planwirtschaft statt kapitalistisches Raubsystem“ usw.

Diese Leute sind wirklich linksradikal. Nicht aber Merkel, Trump und wie sie alle heißen. Die saßen derweil abgeschirmt in der Hamburger Elbphilharmonie und lauschten den Klängen von Beethoven.




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Re: Deutschland gespalten, Europa gespalten? Kampfzeit? Ist Deutschland linksradikal?

Beitrag von marylinjackson am So Sep 17, 2017 1:07 pm

Wenn eine politische Richtungsänderung gegen konservative Einstellungen durchgesetzt wird, und dabei Diskussionen über andere Alternativen abgewürgt werden, so hat das tatsächlich nichts mit linker (weil die Linken als Nachfolgepartei der SED gesehen wird) Politik zu tun.

Eher ähneln die formalen Instrumente bei der Durchsetzung dieser politischen Ziele den stalinistischen und linksradikalen Methoden.
Gleichschaltung der kommentierenden Medien  bei unliebsamen Nachrichten, verwirrende Statistiken zur heutigen Kriminalität mit Ausklammerung der Religionszugehörigkeit der Straftäter unter dem Thema "Alle Menschen sind gleich". Kulturelle spezifische Gewohnheiten werden den Migranten immer zugebilligt, deutsche dagegen soll es, bis auf die Sprache, ja keine geben.
Auch inhaltlich ist die Politik in den unterschiedlichen Gesellschaftssystemen bei uns in Form der übertriebenen Polarisierung vergleichbar. So werden Gegner geächtet und bekämpft ("Rattenfänger" Pegida, Nazi- AfD versus Klassenfeinde sind die Kapitalisten, Trotzkisten, Kriegstreiber, Schädlinge).
Diese Polarisierung ist eine Konterkarierung  der Ansicht "Alle Menschen sind gleich".
Die Krawalle in Hamburg beim G20 Gipfel waren lange vorher angekündigt im Internet unter linksunten.indymedia. Das wussten Merkel mit de Maiziere und auch die Hamburger SPD. Merkwürdigerweise wurden diese Aufrufe zur Gewalttätigkeit nicht vor dem Ereignis unterbunden,  erst lange danach, wohl wegen der Wahl?
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Re: Deutschland gespalten, Europa gespalten? Kampfzeit? Ist Deutschland linksradikal?

Beitrag von Gontscharow am So Sep 17, 2017 8:18 pm

Unsere Wirtschaft ist wohl kaum linksradikal.
Sehr wohl bedient sich aber der mainstream zur Bekämpfung der AfD und ihres
Gedankenguts Methoden, die man von Linksradikalen kennt.
Sollen sie nur, laut emnid Umfrage von heute ist die AfD bei 11 %.
Vielleicht bekämpft der Mainstream die AfD in der lezten Woche vor dem Wahlsonntag
nun noch entschiedener,noch moralisch überlegener und wenn nötig mit noch linksradikaleren Methoden, dann werden vielleicht 12 oder 13 % drin sein ;-)
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Re: Deutschland gespalten, Europa gespalten? Kampfzeit? Ist Deutschland linksradikal?

Beitrag von Klartext am Mo Sep 18, 2017 8:28 am

Und siehe da, eine ganz gute Diskussion hat sich da entwickelt. 

Wallenstein wird wohl überrascht sein - ich gebe ihm völlig recht. Die Bundesregierung ist nicht linksradikal, wie es dereinst die Kommunisten unter Stalin, Mao oder gar dem grausamen Pol Pot waren (den übrigens Wallenstein sehr kompetent beschrieben hat. resp. die Situation in Kambodscha).

Letztlich war das aber genau meine Absicht. Wenn wir aber die Analogie nehmen - was haben die heutigen Anhänger von AfD, Pegida und Identitäre Bewegung mit den frührenen Rechtsradikalen, wie Nazis oder noch früher die Anhänger des Kaisertums gemein? Wenn man seriös ist - eigentlich nichts.

Wo ist die Demokratiefeindlichkeit der AfD, wenn sie direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild einführen will - etwas das von den Medien so gut wie gar nicht thematisiert wird.

So kann man eigentlich zur Beschimpfung dieser drei Gruppen als Nazis eigentlich auch sagen "dümmer geht es nimmer" - nur ist es so verbreitet, dass es akzeptiert ist. Und das spricht eben für eine sehr schlechte demokratische Kultur.

Ich frage mich allerdings, ob der Terror gegen die AfD der AfD hilft, oder schadet. Denn eigentlich sind - nach Umfragen - eigentlich viel mehr Stimmbürger gegen die gegenwärtige Politik - aber die AfD hat wesentlich geringere Werte. So würde ich eher schliessen, dass die Diffamierung erfolgreich ist, bleibt aber Spekulation.

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Re: Deutschland gespalten, Europa gespalten? Kampfzeit? Ist Deutschland linksradikal?

Beitrag von marylinjackson am Mo Sep 18, 2017 12:04 pm

Sprachliches war heute auch in den 8-Uhr Nachrichten des Deutschlandfunks auffällig:
"Die libysche Küstenwache  hat  mehrer Tausend Flüchtlinge letzte Woche aufgegriffen..."

http://www.deutschlandfunk.de/mittelmeer-tausende-migranten-von-libyscher-kuestenwache.2932.de.html?drn:news_id=793566

Bisher wurden Tausende von Flüchtlingen von NGO- und Bundeswehr-Einsatzschiffen ("Sophia") vor dem Ertrinken gerettet.

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Re: Deutschland gespalten, Europa gespalten? Kampfzeit? Ist Deutschland linksradikal?

Beitrag von Klartext am Sa Nov 11, 2017 11:46 am

marylinjackson schrieb:Sprachliches war heute auch in den 8-Uhr Nachrichten des Deutschlandfunks auffällig:
"Die libysche Küstenwache  hat  mehrer Tausend Flüchtlinge letzte Woche aufgegriffen..."

http://www.deutschlandfunk.de/mittelmeer-tausende-migranten-von-libyscher-kuestenwache.2932.de.html?drn:news_id=793566

Bisher wurden Tausende von Flüchtlingen von NGO- und Bundeswehr-Einsatzschiffen ("Sophia") vor dem Ertrinken gerettet.


Ja, eines von vielen kleinen Beispielen, wie halt auf subtile Weise nicht einfach nur berichtet wird, sondern knallhart Politik gemacht wird.


Nun aber ein ganz anderes Theam, das die Zeitunsspalten der letzten Tage füllt, und das auch schon bei eher linken Medien wie BZ oder Tagesspiegel: Die katastrophalen Verhältnisse bei der Berliner Polizei, wo man offenbar in Zuge der linken Politik Migranten in den letzten Jahren bevorzugt hat, einige davon angeblich mit Vorstrafen, eigentlich unfassbar sowas. Disziplinprobleme, Inakzeptanz weiblicher Ausbildungskräfte, von undemokratischen Einstellungen und türkischem Nationalismus ist die Rede. Es läuft einem kalt den Rücken runter.

Man hofft, dass das alles übertrieben ist, aber die Negierung des Problems seitens der Politik vermag in diesen Tagen niemanden zu beruhigen, eher im Gegenteil.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article170508296/Dann-haben-wir-in-ein-paar-Jahren-die-Hoelle-auf-der-Strasse.html

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Re: Deutschland gespalten, Europa gespalten? Kampfzeit? Ist Deutschland linksradikal?

Beitrag von marylinjackson am Sa Nov 11, 2017 4:05 pm

Die Polizei hat Schwierigkeiten mit muslimischen großen Familien-Clans und auch die Justiz macht schon das, was diese Leute ihr vorschreibt. Eine Sendung der "Deutschen Welle" klärte dazu auf.
Unsere "Grünen" und die "Linken" wollen den raschen Familien-Nachzug der hier bei uns illegal Immigrierten. Sehr bald gibt es dann noch mehr Clans mit No-Go-Areas.

Was uns dann erwartet, ist Kampfzeit mit den Linken und den rRchten
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Re: Deutschland gespalten, Europa gespalten? Kampfzeit? Ist Deutschland linksradikal?

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