DIOGENES von Sinope (heiteres Gedicht)

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DIOGENES von Sinope (heiteres Gedicht)

Beitrag von Georg C. Peter am Sa Nov 04, 2017 9:32 pm

Diogenes

Stets vereint mit der Natur,
wanderte durch Wald und Flur
ohne Pflichten, ohne Stress,
damals der Diogenes.

Statt nach Ordnung und Besitz,
strebte er nach Geisteswitz,
säte Spott, verstreute Hohn,
ging in die Opposition.

Philosoph und Alexander
kamen einstens zueinander,
als der Lehrer, voller Wonne,
lehnte selig an der Tonne.

Sprach der große Makedone:
„Dir zur Freude und zum Lohne,
nur durch meinen Königswillen
will ich einen Wunsch erfüllen“.

„Mir, dem Bettler, euer Ehren,
wollt ihr einen Wunsch gewähren,
nur für mich und meine Tonne?
Bitte, geh‘ mir aus der Sonne!“





Anmerkung: Diogenes von Sinope galt, gemeinsam mit seinem Lehrer Antisthenes, als Begründer der “Kyniker” (möglicher Wortstamm: Kyon- der Hund), deren Schwerpunkte der ethische Skeptizismus und die Bedürfnislosigkeit waren. Sie waren überwiegend als Wanderprediger unterwegs. Als höchstes Ziel galt ihnen das Glück des Einzelnen sowie die innere Unabhängigkeit.
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