Der Untergang von Dresden - Bombardierung Dresdens militärisch sinnvoll oder sinnlos?

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Der Untergang von Dresden - Bombardierung Dresdens militärisch sinnvoll oder sinnlos?

Beitrag von Nemeth am Fr Feb 13, 2015 1:32 pm

Heute, vor  70 Jahren bombardierten die Royal Air Force und die US Air Force, die
mit Flüchtlingen und Verwundeten überfüllte Stadt Dresden,
Von einer militärischen Notwendigkeit weit entfernt, wollten die westlichen
Verbündeten der Roten Armee zeigen, wozu sie in der Lage sind.
Es sollte hauptsächlich die Zivilbevölkerung treffen, die Industriezentren
blieben größtenteils verschont.
Schon nach 15 Minuten war die Altstadt zu 75 % zerstört und es sollten noch
drei Angriffswellen folgen. Die Hitze der Feuerwalze war so groß, daß Glas und Metall
schmolzen und Menschen total verbrannten.
Am 15 Februar stürzte die total ausgeglühte Hülle der Frauenkirche in sich zusammen.

Wieviele Menschen uns Leben kamen wird sich niemals feststellen lassen.
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Re: Der Untergang von Dresden - Bombardierung Dresdens militärisch sinnvoll oder sinnlos?

Beitrag von Marek1964 am Fr Feb 13, 2015 3:20 pm

Danke für das Thema Nemeth, annlässlich des Jahrestages dieser umstrittenen, aber sicher bekannt gewordenen militärischen Aktion, die 25 000 überwiegend zivile Todesofper forderte - und seither vielfach auch politisch instrumentalisiert worden ist, sodass nicht selten von einem Mythos gesprochen wird.

Hier ein interessanter Artikel in der Süddeutschen Zeitung:

http://www.sueddeutsche.de/politik/jahre-bombardierung-von-dresden-der-mythos-entstand-noch-in-den-rauchenden-truemmern-1.2347466

Dort konstatiert der Historiker Malte Thießen, dass es tatsächlich ein militärisches Ziel gab: die Bomardierung sollte nachschubwege unterbinden.

Da Dresden Verkehrsknotenpunkt war, klingt diese These nachvollziehbar. Dass dabei viele Flüchtlinge in der Stadt war, ist klar.

Wenn sich die die militärische Situation vor Augen führt: Die Rote Armee hatte die http://de.wikipedia.org/wiki/Niederschlesische_Operation niederschlesiche Operation eingeleitet - die Westalliierten hatten noch nicht einmal den Rhein überschritten.

Aus heutiger Sicht mag die damalige militärische Situation klar erscheinen - aber damals war der "Mist" aus alliierter wie sowjetischer Sicht noch nicht "geführt". Die Unterbindung des nachschubs zur Front diente demgemäss eigentlich eher der Roten Armee.

So gesehen kommt mir die Interpretation eines vergeholten kalten Krieges zu weit hergeholt vor.

Im Artikel wird auch die politische Auschlachtung und Mythologisierung dieses Bombardements eingegangen.
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