Der Islam oder Islamismus, ISIS, Salafisten - eine Gefahr für Europa? Oder kleine, lästige Nebenerscheinung wie die Strassenverkehrstoten?

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Re: Der Islam oder Islamismus, ISIS, Salafisten - eine Gefahr für Europa? Oder kleine, lästige Nebenerscheinung wie die Strassenverkehrstoten?

Beitrag von mulan am So Jun 28, 2015 10:59 am

Warum muss man es denn an Gruppen festmachen, oder an ein Land? Ich denke, dass es auf jeden einzelnen Menschen ankommt. Ich sage, dass der Bauer auf den Fels, der tagtäglich seine Arbeit für seine Familie verrichtet und ein einfaches Leben lebt, ein guter Muslim ist. Der Arbeiter auf dem Ölfeld. Der munenaebeurer. Der Lehrer. Die Mutter. Die Hausfrau. Der Universitätsprofessor. Der Museumsmitarbeiter. Der Großvater, die Großmutter, der Student, die Ärztin . ... Wer normale Mensch, Frauen, Männer, Kinder. ... Alle diese sind, wenn sie ein normales Leben führen und sich keiner militanten Gruppe anschließen, gewöhnliche menschen. Sollen diese keine guten Muslime sein können? Das wären Millionen und Abermillionen. Oder?

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Re: Der Islam oder Islamismus, ISIS, Salafisten - eine Gefahr für Europa? Oder kleine, lästige Nebenerscheinung wie die Strassenverkehrstoten?

Beitrag von Judas Phatre am So Jun 28, 2015 11:58 am

mulan schrieb:Warum muss man es denn an Gruppen festmachen, oder an ein Land?
Weil sich der Islam, der sich uns gegenüber als Gegner darstellt, als Gruppen und Länder sieht. Ein privater individueller Islam wäre ein schöner Traum. Aber überall auf der Welt treffen sich Moslems in Moscheen und definieren sich als Gruppe. Noch einmal: Der Beitritt zum Islam ist ein Beitritt zu einer Gruppe, sonst würde man keine Zeugen brauchen. Das kann man doch nicht ignorieren...
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Judas Phatre

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Re: Der Islam oder Islamismus, ISIS, Salafisten - eine Gefahr für Europa? Oder kleine, lästige Nebenerscheinung wie die Strassenverkehrstoten?

Beitrag von mulan am So Jun 28, 2015 1:50 pm

Falsch! Ich bin Muslim geworden, weil ich allein das will. Der Islam kennt weder Kirche noch Priesterschaft. Das sich Muslime in Moschee treffen steht doch überhaupt nicht im Widerspruch dazu, dass der Islam zu allererst höchst persönliche Sache ist. Wie kommst du dazu, mir das abzusprechen? Ich bin Muslim unseriös was das bedeutet. Bitte schreib mir nicht vor, was ich zu denken habe. Die Gemeinschaft ist die Umma, aber auch jede moscheegrmeinde. Nur, es gibt zwar in den Moscheen Imame, in kleinen manchmal auch nicht mal diese. Dann übernimmt einer die Leitung des Gebets, was in der Moschee natürlich besser ist als zu Hause, was die 5 "Salât" angeht. Aber in den Moscheen gibt es in der Regel keine feste Gemeinde mit festem Personalbestand. Die Moscheen dienen einfach als gebetsstätten für ortsansässige und fremde. Moscheen haben etwas, genauso wie Kirchen und Synagogen etwas haben, was nur Gläubige empfinden können. Ein Gebet zusammen mit anderen Menschen hat etwas besonderes, was nur ein gläubiger empfinde kann. ... Aber zugleich lebt der Islam von jedem einzelnen Menschen. Wäre ich einsam in der Wüste verschollen, wäre dies wohl am deutlichsten zu spüren. Also nochmals zum mitschreiben: Muslim ist man immer zunächst für sich, aber bekanntlich ist eine Gemeinschaft gewiss stärker als der einzelne. Aber es ist z.B. nicht erlaubt, z.B. aus gruppenchauvinidmus Schlechtes zu unterstützen. Es ist sowohl als auch. ... Und bitte, nicht der Islam stellt sich als Gegner dar, sondern terroristische Gruppen und Hassprediger, die es doch sind, die selbst Muslime ängstigen und vielfach umbringen. Ein differenzierteres Bild wäre schon gut. Ansonsten hieße das ja, dass ALLE Muslime Gegner sind. Andere meinen noch deutlicher potentielle Mörder. Und da das höchst ungerecht, falsch und äußerst polemisch. Und da jeder einzelne muslim, der kein Gegner ist, auch diesen vielgeschmähten Islam angehört, ist auch nicht der Islam per se Gegner. Nichts da von "guter Muslim - böser Islam". Ansonsten würde man auch mich zum Feind erklären. Und das käme dann ja nicht von mir.

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Re: Der Islam oder Islamismus, ISIS, Salafisten - eine Gefahr für Europa? Oder kleine, lästige Nebenerscheinung wie die Strassenverkehrstoten?

Beitrag von mulan am So Jun 28, 2015 1:52 pm

Sorry, manchmal übersehe ich die unsinnigen Autokorrekturen meines iPhones. Mega culpa!

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Re: Der Islam oder Islamismus, ISIS, Salafisten - eine Gefahr für Europa? Oder kleine, lästige Nebenerscheinung wie die Strassenverkehrstoten?

Beitrag von mulan am So Jun 28, 2015 2:00 pm

Nachtrag: Gruppenzwang, Gruppenchauvinismus oder Nationalismus, sogar Rassismus sind dem Islam fremd. Wenn derlei praktiziert wird, heißt das nicht, dass es jetzt islamischen ist, auch wenn's von Muslimen oder Leuten, die sich als Muslime geben, so gehandhabt wird. Es ist und bleibt unislamisch.

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Re: Der Islam oder Islamismus, ISIS, Salafisten - eine Gefahr für Europa? Oder kleine, lästige Nebenerscheinung wie die Strassenverkehrstoten?

Beitrag von mulan am So Jun 28, 2015 2:07 pm

Noch ein Nachtrag: Einerseits sind die Muslime die beste Gemeinschaft (wenn sie sich als solche zeigt, d.h. handelt, d.h. also Vertrauensvorschuss von Gott), aber jeder ist für sein Handeln nur allein verantwortlich. Das schließt natürlich Solidarität nicht aus, aber nicht im schlechten. Wie gesagt, sowohl als auch.

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Re: Der Islam oder Islamismus, ISIS, Salafisten - eine Gefahr für Europa? Oder kleine, lästige Nebenerscheinung wie die Strassenverkehrstoten?

Beitrag von ThomasAral am Fr Jul 17, 2015 6:05 pm

Für Europa eine Gefahr in der Hinsicht, dass die Attentäter rekrutieren. Das werden sie aber auch tun, wenn sie fast besiegt sind. Also egal ob man gegen die vorgeht oder nicht, hat die selbe Wirkung für Europa. Aber: den Leuten dort gehts dreckig. Nur: was hat man bisher gegen nicht funktionierende Regime in Afrika gemacht, die der Bevölkerung nur zusetzen --- nichts. Erst wenn es auch den Industrienationen zusetzt dann kam man mal "kurz vorbeischauen".

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Re: Der Islam oder Islamismus, ISIS, Salafisten - eine Gefahr für Europa? Oder kleine, lästige Nebenerscheinung wie die Strassenverkehrstoten?

Beitrag von Judas Phatre am Fr Jul 17, 2015 8:06 pm

Neulich, als der erschossene Attentäter von Soussa im Fernsehen wie eine Trophäe gezeigt wurde, habe ich Mitleid gespürt. Wie die Soldaten im 2. Weltkrieg hat sich da ein junger Student von egoistischen Alphawölfen in den Tod schicken lassen.
Es fällt auf, dass sich all' diese Kämpfer der IS, elShabab. Boko haram ... fast nur aus Hohlköpfen zusammensetzen. Hier in Europa fürchten sich alle vor einem neuen Siegeszug des Islam. Ich sage: Siegeszüge einer Ideologie werden von der kulturtragenden Schicht, der Intelligenz geführt. Das, was wir bei dieser Entwicklung sehen, ist die Nachhut einer sterbenden Religion, die sich in ihrem Gefühl der geistgien Unterlegenheit und Schwäche mit Klauen und Zähnen wehrt.
Sie wird denselben Weg gehen wie das Christentum, sie wird von der Aufklärung besiegt. Ausbildung und Wissen hilft gegen den Islam genauso wie gegen das Christentum. Das ist der Grund für den Namen "Boko haram".
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Re: Der Islam oder Islamismus, ISIS, Salafisten - eine Gefahr für Europa? Oder kleine, lästige Nebenerscheinung wie die Strassenverkehrstoten?

Beitrag von wfwbinder am Fr Jul 17, 2015 10:31 pm

Mit der sterbenden Religion stimme ich mit Dir nicht überein JudasPhatre. Es gibt ja nicht nur die betonköpfigen Idioten von BokoHaram und ISIS, sondern auch ganz intelligente und gebildete Menschen, die muslimischen Glaubens sind. Die werden auch in der Lage sein ihren Glauben weiter zu entwickeln.
Problem, sie stellen sich damit gegen die ganz streng auslegenden Leute.
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Re: Der Islam oder Islamismus, ISIS, Salafisten - eine Gefahr für Europa? Oder kleine, lästige Nebenerscheinung wie die Strassenverkehrstoten?

Beitrag von Judas Phatre am Sa Jul 18, 2015 8:48 am

wfwbinder schrieb:...Es gibt ja nicht nur die betonköpfigen Idioten von BokoHaram und ISIS, sondern auch ganz intelligente  und gebildete Menschen, die muslimischen Glaubens sind. Die werden auch in der Lage sein ihren Glauben weiter zu entwickeln...
Das ist eigentlich dasselbe, was ich sage. Mulan verlangt auch, dass man die Muslime nicht unterteilt, distanziert sich selbst aber von den Hardlinern. Der Islam umfasst ein weites Spektrum mit unterschiedlichen Stufen der Entwicklung. Diese "Weiterentwicklung" ist eine Anpassung einer im Ursprung völlig unvernünftigen Ideologie an die Vernunft. Mulan ist in meinen Augen so ein muslimischer Gnostiker. Das neognostische Christentum ähnelt dem gnostischen Islam und Religionen, die schon in ihrem Ursprung vernünftig sind, wie Taoismus, Buddhismus und Hinduismus. Dieser "Islam" kann meinetwegen überleben. Im Moment hat aber der Mehrheits-Islam dieses Stadium noch nicht erreicht. Als Staats- und Eroberungsreligion ist er in höchstem Maße intolerant und dümmlich. Diesen Islam wird die Vernunft besiegen.
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Re: Der Islam oder Islamismus, ISIS, Salafisten - eine Gefahr für Europa? Oder kleine, lästige Nebenerscheinung wie die Strassenverkehrstoten?

Beitrag von wfwbinder am Sa Jul 18, 2015 11:12 am

Judas Phatre schrieb: Als Staats- und Eroberungsreligion ist er in höchstem Maße intolerant und dümmlich. Diesen Islam wird die Vernunft besiegen.


Bist Du sicher?

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Türkei mit Erdogan

usw.
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Re: Der Islam oder Islamismus, ISIS, Salafisten - eine Gefahr für Europa? Oder kleine, lästige Nebenerscheinung wie die Strassenverkehrstoten?

Beitrag von Wallenstein am Sa Jul 18, 2015 12:53 pm

Glaube ist Überzeugung ohne Beweise, bisweilen sogar eine Überzeugung im Widerspruch zu existierenden Beweisen. Mancherorts wird dergleichen als Tugend eingestuft.

Doch nur wenige Tugenden sind wirklich nützlich. Treue führt zu verpassten Gelegenheiten, Wahrheitsliebe zu verletzten Gefühlen, Wohltätigkeit zu Bettelei. Am unproduktivsten und vermutlich am meisten überschätzt ist aber der Glaube. Die Gläubigen verleugnen jegliche Vernunft, verschließen ihren Geist gegenüber der Klarheit ihrer Sinne und bleiben noch im Angesicht der Katastrophe unfehlbar optimistisch. Tick, tick, der Holzwurm.

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Re: Der Islam oder Islamismus, ISIS, Salafisten - eine Gefahr für Europa? Oder kleine, lästige Nebenerscheinung wie die Strassenverkehrstoten?

Beitrag von Judas Phatre am Sa Jul 18, 2015 2:31 pm

wfwbinder schrieb:
Bist Du sicher?
Königreich Saudi Arabien
Türkei mit Erdogan
Ja, ich bin sicher. Saudi Arabien investiert zwar seit Jahrzehnten in die Islamisierung des Abendlandes, aber ihr eigener Lebenstil ist die beste Antiwerbung gegen den Islam. Wie die meisten anderen Golfstaaten bemühen sie sich zu beweisen, dass Geld doch stinkt.
Die Türkei hat islamistisch gewählt, als sie noch eine rückständige Militärdiktatur mit schlechter Bildung war. Erdogans Regierung hat zu einem bedeutenden wirtschaftlichen Aufschwung geführt und wird deshalb noch gewählt. Die Entwicklung des Landes wird aber den Islamismus obsolet machen, weil er sich seine eignen Wurzeln ausreißt.
Wenn ein muslimisches Land nicht gerade auf Öl schwimmt, ist es rückständig und arm. Sie taugen nicht als Vorbilder.
Etwas mehr Vertrauen, bitte! Ihr kennt sicher Jesus' Taumellolch-Parabel (ohne die verfälschende Erklärung im NT):
Man muss den Lolch solange neben dem Weizen reifen lassen, bis man ihn sicher unterscheiden kann. Dann reißt man ihn aus und verbrennt ihn.
Das ist ein Gleichnis über Wahrheit und Lüge. Sobald die Menschen sie erkennen können, hat nur die Wahrheit Bestand. Wissenschaft und Aufklärung zeigen uns den Unterschied.
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