"Die Nazis gehören zu Deutschland"

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"Die Nazis gehören zu Deutschland"

Beitrag von SarahF am Mi März 11, 2015 11:40 am

Nein, das hat sie natürlich nicht gesagt... Frau Merkel. Und auch nicht Ex-Bundespräsidnet Wulff Very Happy
Aber heute hat ein Spassmacher an meiner Uni die Kanzlerin in ihrem Duktus imitiert und ihr
diesen Satz in den Mund gelegt - frei nach "Der Islam gehört zu Deutschland".
Rein logisch gesehen sind beide Aussagen richtig. Es fragt sich nur, ob man  w i l l , dass
der Islam zu Deutschland gehört. Oder eben die Nazis.
Meine Meinung : eine Religionsgemeinschaft, die das Verhältnis zu unserem laizistisches Staatswesen nicht
geklärt hat und die immer wieder zu Gewalt gegen unsere Gesellschaft aufruft
( die sogenannten "Haßprediger", die sich auf die zahlreichen Stellen im Koran, die zu Gewalt aufrufen, stützen,
  sind meines Erachtens nur die Spitze eines Eisberges ), gehört NICHT zu Deutschland.
Und diejenigen unter den 4 Millionen Moslems in Deutschland, die sich einen Gottesstaat wünschen,
haben hier nichts verloren ! Man nährt keine Schlangen an seiner Brust.
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Re: "Die Nazis gehören zu Deutschland"

Beitrag von Judas Phatre am Mi März 11, 2015 6:26 pm

SarahF schrieb: Es fragt sich nur, ob man  w i l l , dass
der Islam zu Deutschland gehört. Oder eben die Nazis.
Da bleiben viele Fragezeichen: Wer ist "man"? Wer ist ein "Nazi"? Was ist ein "Gottesstaat"? Wer legt das alles fest? Was ist mit Leuten, die ihre Meinung ändern? Ich wehre mich gegen die "Hollywoodsicht" auf Menschen: Der ist gut, der ist böse, basta. Meinungen und Menschen sind nicht identisch. Wir sind jeden Tag ein anderer.
Wenn ich die Wahl hätte zwischen einem Land, das jeweils 2 % Salafisten und Neonazis beherbergt und einem, das die Menschen wegen ihrer Meinung einsperrt oder ausweist und damit von beiden 0 %, nehme ich das erste. Glücklicherweise ist es dieses hier.
"Der Islam gehört zu Deutschland" ist so eine typisch hohle Phrase eines hohlen Expolitikers. Das gibt Beifall, ohne dass es Konsequenzen hat. Mein Ziel wäre ein säkularer Staat. Natürlich gibt es viele engstirnige Menschen, die glauben, sie besäßen die Wahrheit und wollen ihre Überzeugung aufzwingen. Das ist so lange o.k., wie sie auf Gewalt verzichten und die Vernunft regiert. Denken und sagen darf doch jeder was er will. In der DDR gab es diese Denkverbote und schau einmal, wie das dort mit Neonazis aussieht. Es ist besser, die sagen ihre Dummheiten, dann kann man sie in die Bedeutungslosigkeit argumentieren.
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Re: "Die Nazis gehören zu Deutschland"

Beitrag von Gontscharow am Do März 12, 2015 1:15 pm

Ich empfand den Satz "Der Islam gehört zu Deutschland" auch als hohle Phrase -
nichtssagend, inhaltsleer. Herr Wulff hatte es wohl so gemeint, daß wir nicht mehr
davon ausgehen können, daß die hier lebenden Moslems alle zurück in ihre Heimatländer
gehen.Außerdem gibt es ja inzwischen auch schon die zweite und dritte Generation.

Vielen Deutschen gefällt das nicht, aber es ist nun einmal eine Tatsache....und Tatsachen
schafft man bekanntlich nicht aus der Welt, indem man sie ignoriert Crying or Very sad

Und schließlich : das Angela Merkel den Wulffsatz wieder aufgriff, zeigt, daß das nicht
die individuelle Meinung des ehemaligen Bundesprädidenten war, sondern daß es solche
Überlegungen in der CDU gibt.Ich bin mit dem konservativen Milieu nicht so vertraut,
kann mir aber nicht vorstellen, daß das durchschnittliche CDU-Mitglied diesen Satz gutheißt.
Schon das linksliberale Milieu hat damit Schwierigkeiten, und die sind eigentlich als ausländerfreundlich bekannt.


Zuletzt von Gontscharow am Sa März 14, 2015 12:34 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: "Die Nazis gehören zu Deutschland"

Beitrag von SarahF am Fr März 13, 2015 2:34 pm

"Wir sind jeden Tag ein anderer " ??? lach, also das merke ich mir Very Happy
Das erklärt so manches !

Nein, ernsthafte Antwort : Natürlich habe ich in dieser Threaderöffnung holzschnittartig
argumentiert, schon der Titel "Die Nazis gehören zu Deutschland" ist eine Provokation.
Ich wollte eigentlich damit bewirken, dass man sich an der Diskussion beteiligt.
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Re: "Die Nazis gehören zu Deutschland"

Beitrag von Judas Phatre am Sa März 14, 2015 12:13 pm

Gontscharow schrieb:
Und schließlich : das Angela Merkel den Wulffsatz wieder aufgriff, zeigt, daß das nicht
die individuelle Meinung des ehemaligen Bundesprädidenten war, sondern daß es solche
Überlegungen in der CDU gibt.
Mir zeigt das, dass unsere Kanzlerin damit genau das bezweckt, was auch unser ExPräsi wollte: Beifall für nichts. Merkel erinnert mich oft an den Scherz:
"Wie soll ich wissen, was ich meine, bevor ich gehört habe, was ich sage?" Ein Mensch ohne Überzeugungen, oder: "Eine Physikerin, die nicht experimentiert". Das kann auch positiv sein.
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Re: "Die Nazis gehören zu Deutschland"

Beitrag von Gontscharow am Sa März 14, 2015 12:44 pm

Also, ok, J.P. "Beifall für nichts" ist sicher das Bestreben so mancher Berufspolitiker,
eben eine sichere Art, sich Sympathien und somit potenzielle Wählerstimmen zu sichern.

Aber in diesem Fall glaube ich nicht, daß nicht vorher im engerem Kries in der CDU
und ihnen wohlgesonnenen Kreisen diskutiert wurde. Wohl wissend, daß die eigene
Anhängerschaft dem Gedanken einer Integration ds Islam nach Deutschland skeptisch
gegenüber stehen dürfte, erfüllt diese Aussage für mich eher die Funktion eines
Testballons. Ich reime es mir so zusammen, daß die vorsichtige Kanzlerin zunächst einmal
den Bundespräsidenten vorgeschicht hat, um die Reaktionen zu hören. Da sie nicht eindeutig
negativ ausfielen, versucht sie es jetzt selbst. Damit ist die Sache für mich klar und ich weiß,
wo Angela Merkel in dieser Sache steht bom

Und ich schätze, sie verkalkuliert sich. Auf dem Zenit ihrer Macht dürfte sie diese Haltung Zustimmung
kosten. Vor dem Hintergrund der jüngsten Anschläge von Islamisten denkt sich die kühle,unemotionale
Kanzlerin "Man muß die hiesigen Moslems organisieren, dann hat man sie auch besser unter Kontrolle. Mittels einer Art islamischer Kirchensteuer gewinnt man Einfluß auf sie und kann sie sogar an die Leine legen" - Das ist ja durchaus richtig, es ist eine Unmöglichkeit, daß unsere 4 Millionen Moslems in D aus dem Ausland ( Türkei u.a.) in religiösen Dingen "gelenkt" werden. Angela Merkels Position ist logisch, scheinbar unterschätzt sie aber, daß die
Bevölkerung dieses Thema sehr emotional sieht und den Islam als Bestandteil Deutschlands ablehnt, insbesondere
nach solchen Terroranschlägen.
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Re: "Die Nazis gehören zu Deutschland"

Beitrag von Judas Phatre am Sa März 14, 2015 1:08 pm

Gontscharow schrieb: Mittels einer Art islamischer Kirchensteuer gewinnt man Einfluß auf sie ...
Was für eine großartige Idee!!! Ein muslimisches Konkordat! Alle Moslems müssen Kirchensteuer bezahlen. Du glaubst nicht, wie rasch sich der Islam ausdünnen würde. Gleichzeitig hätte man eine gewisse Handhabe, da es offizielle Institutionen gäbe.
Wir könnten eine Petition dafür starten.
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Re: "Die Nazis gehören zu Deutschland"

Beitrag von mulan am Di Jun 16, 2015 2:01 pm

Judas Phatre schrieb:
Gontscharow schrieb: Mittels einer Art islamischer Kirchensteuer gewinnt man Einfluß auf sie ...
Was für eine großartige Idee!!! Ein muslimisches Konkordat! Alle Moslems müssen Kirchensteuer bezahlen. Du glaubst nicht, wie rasch sich der Islam ausdünnen würde. Gleichzeitig hätte man eine gewisse Handhabe, da es offizielle Institutionen gäbe.
Wir könnten eine Petition dafür starten.

Das setzt aber voraus, dass der Islam Körperschaft des Öffentlichen Rechts würde, d.h. als Religionsgemeinschaft anerkannt werden müsste. Dachverbände bemühen sich darum. Und einzelne Verbände haben es auch schon geschafft (die Ahmadiyya-Gemeinschaften in Hessen und Hamburg), aber nicht der Islam insgesamt.

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Re: "Die Nazis gehören zu Deutschland"

Beitrag von Rübezahl am Di Jun 16, 2015 3:43 pm

Der Kanzlerin-Sager vom Islam, der zu Deutschland gehört, ist wohl nicht irgendeiner weltanschaulichen Überzeugung entsprungen, sondern dem Bemühen, islamophoben Tendenzen die Rote Karte zu zeigen und sich beifallsheischend weltoffen und aufgeklärt zu zeigen. Schöner und sinnvoller formuliert wäre gewesen: "Religionsfreiheit gehört zu Deutschland", vielleicht noch mit dem Nachsatz: "Aber nicht religiöser Fanatismus". Anhand der Debatte über den Islam, der teilweise auch fanatische Anhänger hat, scheint man ja vergessen zu haben, dass es auch dubiose Sekten christlichen Ursprungs gibt, in deren Reihen sich Fanatiker tummeln.

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Re: "Die Nazis gehören zu Deutschland"

Beitrag von Judas Phatre am Di Jun 16, 2015 10:43 pm

Rübezahl schrieb:Der Kanzlerin-Sager vom Islam 
War das nicht der Wulf?
Ich habe nichts gegen den Spruch, er ist nur belanglos, wie ich ihn verstehe. So gehören auch Neonazis, Christentum und Linkshänder zu Deutschland. Ich hoffe nicht, dass damit ein Staatsziel gemeint war. Unser Staat sollte den christlichen Einfluss ins Private verschieben und keinen muslimischen einführen. Religion ist Privatsache, auch wenn die Religion selbst das anders sieht.
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Re: "Die Nazis gehören zu Deutschland"

Beitrag von Wallenstein am Mi Jun 17, 2015 11:03 am

Ich glaube, dass  sowohl Wulf als auch Merkel mit dem Satz: „Der Islam gehört zu Deutschland“ den islamophoben Tendenzen die Rote Karte zeigen wollten. Damit stimme ich mit Rübezahl überein.

Vermutlich wollten sie auch den Kritikern in der eigenen Partei etwas entgegen setzen. Der CDU/CSU Fraktionsvorsitzende Kauder hatte noch 2012 gesagt, dass der Islam nicht zu Deutschland gehört. In einem Interview äußerte er:
„Wenn ich von den Werten rede, die für uns prägend sind, verweise ich lieber auf die christlich-jüdische Tradition, in der Deutschland steht.“
http://www.welt.de/politik/deutschland/article135673251/Kauder-warnt-vor-islamischer-Partei-in-Deutschland.html

Und Wolfgang Bosbach von der CDU wies darauf hin:
"Welcher Islam ist gemeint? Gilt das auch für seine islamistischen und salafistischen Strömungen? Auch die Scharia gehöre ganz gewiss nicht zu Deutschland.“
http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_72532980/kauder-widerspricht-merkel-islam-gehoert-nicht-zu-deutschland-.html

Meines Erachtens sollte aber klar sein, das weder Wulf noch Merkel den radikalen Islam gemeint haben. So interpretiere ich sie jedenfalls.

Das ein christlicher Politiker wie Kauder auf christliche Werte hinweist ist verständlich. Aber wir leben in einem weltlichen Staat und unsere Verfassung und unsere Gesetze entstammen größtenteils aus der Aufklärung und nicht aus dem Christentum.

Solange Moslems das akzeptieren, ist dies in Ordnung. Dass sie am Sonntag nicht die Kirche besuchen, Weihnachten nicht feiern und Osten ihnen egal ist, das sollte nicht stören, auch wenn dies einen Politiker aus der bayerischen CSU vielleicht ärgert.

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Re: "Die Nazis gehören zu Deutschland"

Beitrag von SarahF am Mi Jun 17, 2015 11:38 am

Wenn die hier lebenden Moslems diese Trennung von Staat und Kirche klar nachvollziehen,
verinnerlichen und leben, dann gäbe es keine Probleme mit ihnen.
Das tun sie aber scheinbar nicht - bei der Veruteilung der Fanatiker sind wir uns einig.
Das Problem ist aber, dass die Masse der Moslems in Deutschland dazu schweigt und sich
eben NICHT eindeutig von den Islamisten sowie barbarischen Verhaltens aufgrund angeblicher religiöser Gebote abgrenzt. Selbst bei Terroranschlägen kommen zwar
Worte des Bedauerns und der Ablehung, dann wird aber oft so etwas hinterhergeschoben wie
"Der Westen ist selber Schuld" und auf alle möglichen Umstände hingewiesen, von der israelischen Besatzungspolitik gegenüber den Palästinensern bishin zu absurden Ausführungen über den angeblich moralisch verwerflichen Konsum von Schweinefleisch durch die Christen.... Wem würde da nicht der Begriff "Lippenbekenntnisse" einfallen ?
Der Mörder von Tugce ist gestern zu 3 Jahren Haft verurteilt worden ( Wer den Fall nicht kennt : ein junger Moslem hat zwei Mädchen in einem Schnellrestaurant belästigt, Tugce hat die Mädchen verteidigt, woraufhin es zum Streit kam, der junge Mann hat Tugce gestoßen und bedrängt, beim Zurückweichen ist sie gestolpert und so unglücklich gefallen, daß die starb) -
und es gibt doch tatsächlich Moslems die den Mörder aufgrund des moslemischen "Ehrenkodex" verteidigen und die "Schlampe" Tugce, die geschminkt und leicht bekleidet in Discos geht, verurteilen, auch hier mit dem unausgesprochenem Urteil, Tugce sei selber Schuld und hätte es nicht besser verdient. --- Es nützt nichts vor diesen Einstellungen die Augen zu verschließen und mit der Sprechblase "Der Islam gehört zu Deutschland " zu beschwichtigen.
Die Zahl der Moslems die eindeutig, vernehmbar und ernsthaft eine klare Trennlinie
gegenüber den Islamisten zieht, ist meiner Wahrnehmung nach gering - sie stellen sich damit gegen den mainstream ihrer Herkunftsgemeinschaften. Diese sind mir in unserem Land dafür umso willkommener.
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Re: "Die Nazis gehören zu Deutschland"

Beitrag von Wallenstein am Mi Jun 17, 2015 12:40 pm

Zumindest der Zentralrat der Muslime in Deutschland verurteilt eindeutig Terroranschläge wie z.B. den von Paris auf „Charlie Hebdo".
http://www.zentralrat.de/24507.php

Und ob die Masse der Muslime bei uns so etwas wirklich billigt, glaube ich nicht. Die, die ich kenne, tun es jedenfalls nicht. Und wie soll sich die Masse denn auch äußern? Sie haben doch keinen Zugang zu den Medien. Ich ja auch nicht, meine Meinung wird nicht im Fernsehen gesendet und erscheint auch nicht in der Zeitung. Man muss sich auch nicht für alles rechtfertigen, was irgendwelche Idioten machen. Ich fühle mich nicht verantwortlich für die Morde der NSU und muss mich auch nicht für sie schämen, weil ich Deutscher bin.

Und was diesen Fall Tugce  angeht. Meiner Meinung nach handelt es sich hier weniger um Religion, als um männlichen Chauvinismus. Deutsche Männer unter sich sprechen über Vergewaltigungen ganz ähnlich wie die Muslime. Auch hier hört man ständig: „Die hat doch selber schuld! So wie die rumläuft, die legt es doch darauf an! Erst macht sie die Männer an, dann beschwert sie sich auch noch darüber, wenn ihr es dann jemand besorgt! Diese Schlampe hat bekommen, was sie gesucht hat!"

Das sind typische Männersprüche, die man ständig hört. Viele sind der Meinung, dass die Frauen selber schuld sind, wenn sie vergewaltigt werden.

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Re: "Die Nazis gehören zu Deutschland"

Beitrag von Atzec am Mi Jun 17, 2015 8:37 pm

Judas Phatre schrieb:
SarahF schrieb: Es fragt sich nur, ob man  w i l l , dass
der Islam zu Deutschland gehört. Oder eben die Nazis.
Da bleiben viele Fragezeichen: Wer ist "man"? Wer ist ein "Nazi"? Was ist ein "Gottesstaat"? Wer legt das alles fest? Was ist mit Leuten, die ihre Meinung ändern? Ich wehre mich gegen die "Hollywoodsicht" auf Menschen: Der ist gut, der ist böse, basta. Meinungen und Menschen sind nicht identisch. Wir sind jeden Tag ein anderer.
Wenn ich die Wahl hätte zwischen einem Land, das jeweils 2 % Salafisten und Neonazis beherbergt und einem, das die Menschen wegen ihrer Meinung einsperrt oder ausweist und damit von beiden 0 %, nehme ich das erste. Glücklicherweise ist es dieses hier.
"Der Islam gehört zu Deutschland" ist so eine typisch hohle Phrase eines hohlen Expolitikers. Das gibt Beifall, ohne dass es Konsequenzen hat. Mein Ziel wäre ein säkularer Staat. Natürlich gibt es viele engstirnige Menschen, die glauben, sie besäßen die Wahrheit und wollen ihre Überzeugung aufzwingen. Das ist so lange o.k., wie sie auf Gewalt verzichten und die Vernunft regiert. Denken und sagen darf doch jeder was er will. In der DDR gab es diese Denkverbote und schau einmal, wie das dort mit Neonazis aussieht. Es ist besser, die sagen ihre Dummheiten, dann kann man sie in die Bedeutungslosigkeit argumentieren.

Dazu fällt mir auf die Schnelle nicht viel mehr ein als "Amen"! :-)

Natürlich gehören Nazis ebenso zu Deutschland wie der Islam. Oder beliebige andere Weltsichten. Das, was unser System so starl, lebenswert und auch überlegen macht, ist der Umstand, dass hier jeder seine Meinung, Position, Ansicht vertreten darf und freigestellt bleibt von jedweder staatlichen, kirchlichen oder zivigesellschaftlichen Bevormundung und vor allem anderen Verfolgung und Unterdrückung.

Und im Vergleich schlägt die westdeutsche Tradition der diskursiven Kleinarbeitung extremistischer Ansichten in der Zivilgesellschaft jedes totalitäre Wegsperren, Wegschließen, Verfolgen etc. wie das Großexperiment der stalinistischen DDR auch in Gestalt eines Rechtsextremismus "beweist", der in diesem Hinterwäldlerteil Deutschlands viel größere und nachhaltigere Erfolge als in Westdeutschland feiert.

Und Sarah, du begehst den gleichen Fehler wie die rechtspopulistischen Islambashertrottel von PI und Co., indem sie "den" Islam nach dem "Vorbild" seiner konservativsten, fundamentalistischsten, radikalsten Lesart modelieren und damit nur als deren verlängerter nützlicher Idiotenpropagandarm fungieren. Die muslimische Realität in Deutschland ist aber vile bunter und vielschichtiger, als uns solche tumben Holzschnitte Glauben machen wollen.

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Re: "Die Nazis gehören zu Deutschland"

Beitrag von Judas Phatre am Mi Jun 17, 2015 9:42 pm

SarahF schrieb:Wenn die hier lebenden Moslems diese Trennung von Staat und Kirche klar nachvollziehen,
verinnerlichen und leben, dann gäbe es keine Probleme mit ihnen.
Das tun sie aber scheinbar nicht - bei der Veruteilung der Fanatiker sind wir uns einig.
Das Problem ist aber, dass die Masse der Moslems in Deutschland dazu schweigt und sich
eben NICHT eindeutig von den Islamisten sowie barbarischen Verhaltens aufgrund angeblicher religiöser Gebote abgrenzt.
Die Moslems, die ich kenne, sind eigentlich keine mehr. Sie ähneln sehr den "emotionalen Christen", von denen es hierzulande noch ziemlich wimmelt. Man kreuzt das auf der Steuererklärung an und geht bei Taufen und Hochzeiten, vielleicht sogar zu Weihnachten in die Kirche, ist aber im Herzen konfessionslos.
Mein Eindruck ist, dass es trotzdem eine große Zahl Moslems gibt, die dem radikalen Zweig anhängen. Der Prototyp ist jung, männlich und ein gesellschaftlicher Verlierer. Das sind meine Lieblingsvertreter einer "Offenbarungsreligion": Sie diskreditieren den Dogmatismus auf sehr effektive Weise. Es gibt aber auch einige wenige Intellektuelle, die sich auch oft in jungen Jahren zu dieser Religion bekennen und ihr ein wesentlich attraktiveres Gesicht geben. Mit denen darf man nicht aufhören zu diskutieren. In diesem Sinn gehört der Islam zu Deutschland.
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Re: "Die Nazis gehören zu Deutschland"

Beitrag von Greyff am Do Jun 18, 2015 1:46 am

Und warum konvertieren deutsche Jugendliche zum Islam und gehen sogar nach Syrien oder in den Irak, um sich den IS-Kämpfern anzuschließen ?
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Re: "Die Nazis gehören zu Deutschland"

Beitrag von Atzec am Do Jun 18, 2015 9:41 am

Gibt es von denen denn mehr als Selbstmörder?

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Re: "Die Nazis gehören zu Deutschland"

Beitrag von Judas Phatre am Do Jun 18, 2015 4:15 pm

Greyff schrieb:Und warum konvertieren deutsche Jugendliche zum Islam und gehen sogar nach Syrien oder in den Irak, um sich den IS-Kämpfern anzuschließen ?
Meine Vermutung: Um es denen allen 'mal so richtig zu zeigen! Das Aggressive ist Männern angeboren, Gleichberechtigung hin oder her. Ein Mann, der keine Erfolgserlebnisse hat und immer herumgeschubst wird, will das ändern. Unsere Gefängnisse sind voll von solchen Menschen. Wenn meine Intelligenz, Einsatzbereitschaft und Geschicklichkeit hier nicht ausreichen, dann vielleicht mit einer Knarre in der Hand in Syrien! Und ein paar Frauen und Mädchen vergewaltigen kann man ja auch noch. Dass man vorher noch Moslem werden muss, ist eine Hürde, die haben aber auch schon etliche genommen.
Früher gingen solche zu den Nazischlägern. Ein gutes Beispiel dafür wie ähnlich Ideologie und Religion einander sind.
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