Der Wilde Westen - Viel Mythos?

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Der Wilde Westen - Viel Mythos?

Beitrag von Orianne am Mo Jan 19, 2015 3:48 pm

Den Wilden Westen gab es wirklich, es gab Räuber, Strauchdiebe, Mörder, Halsabschneider, Sheriffs, Cowboys u.s.w. Doch vieles wurde in Wildwestfilmen verklärt und falsch dargestellt.
Ich möchte hier in diesem Thread ein wenig mit Hollywood "abrechnen", denn vieles gab es nicht, z.B. die rollenden Sträucher, die wurden vermutlich von China eingeschleppt,
es gab auch keine Metallpatronen vor dem Sezessionskrieg, alles Erfindung. Mehr folgt noch!
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Re: Der Wilde Westen - Viel Mythos?

Beitrag von Wendenkönig am Di Jan 20, 2015 11:28 pm

Das Ruthenische Salzkraut, auch Ukraine-Salzkraut, Ungarisches Salzkraut, Steppen-Salzkraut oder Kali-Salzkraut genannt, ist eine in Osteuropa und Zentralasien heimische Steppenpflanze aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse. Sie wurde weltweit in Steppengebiete verschleppt und ist einer der bekanntesten "Steppenläufer". Zur Zeit in der die Wildwestfilme spielen, gab es diese Sträucher, in Nordamerika tatsächlich nicht. Wie es heute aussieht weiß ich nicht. Ist aber durchaus denkbar, dass sie jetzt auch dort, durch Einschleppung, beheimatet sind.
#Anders sieht es mit den "Metall"-Patronen aus.Die gehörten durchaus schon in diese Zeit.
Samuel Colt (geb. 19. Juli 1814 in Hartford, Connecticut; gest. 10. Januar 1862 ebenda) gilt als der Erfinder der ersten funktionierenden Feuerwaffe mit Drehzylinder, allgemein als Revolver bekannt. Genau genommen war er nur Produzent und Patentinhaber. Seine verbesserte Revolver-Konstruktion geht auf die Erfindungen und Patente von Artemus Wheeler (Percussionsrevolver), Elisha Collier (Collier-Revolver) und Cornelius Coolidge aus Boston zurück.
Colt erhielt am 25. Februar 1836 das U.S. Patent mit der Nummer 9.430X für seine Revolverkonstruktion und stellte am 5. März desselben Jahres das erste Produktionsmodell her.
Der Sezessionskrieg (Abspaltungskrieg) oder Amerikanische Bürgerkrieg war der von 1861 bis 1865. Also weit nach der Erfindung des Colt- Revolvers. Diese Waffe verschoss ab dem ersten Schuss Patronen die aus Metall gefertigt wurden. Patronen mit Papierhülse wurden, wenn ich mich recht erinnere, sowieso nur aus Gewehren verschossen. Allerdings waren da auch noch Vorderlader, also OHNE Patronen im Einsatz.
Die Partner Smith und Wesson entwickelten auf der Basis der von Louis Nicolas Auguste Flobert patentierten Flobert-Patrone die .22-Rimfire-Patrone, eine für ihre Zeit fortschrittliche Hülsenmunition, die am 8. August 1854 patentiert wurde. (mit Metallhülse)
Und zum Abschluss: Henry entwickelte auf der Basis der Volcanic-Waffen ein Gewehr, das eine großkalibrige Hülsenmunition verschoss, und ließ dieses im Oktober 1860 patentieren. Die Waffe verschoss von Henry speziell für sie entwickelte Randfeuerpatronen im Kaliber .44 Henry mit Kupferhülsen.
Waffen und Waffentechnik sind mein ganz großes Hobby. Während meiner NVA- Zeit hatte ich auch einige dieser legendären Waffen in der Hand. "Nebenberuflich" habe ich für das Armeemuseum in Dresden gearbeitet und Waffen restauriert aber leider auch in großer Stückzahl unbrauchbar machen müssen.
Es stimmt also, vieles ist "Filmische Freiheit" aber vieles war doch auch real, auch in Streifen, die, in einem nicht allzugroßen Zeitfenster, vor dem Sezessionskrieg spielen.


Zuletzt von Wendenkönig am Mo Jan 26, 2015 10:03 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Der Wilde Westen - Viel Mythos?

Beitrag von Orianne am Mi Jan 21, 2015 6:22 am

In der US Armee waren Repetiergewehre kein Thema, man fürchtete sich vor der Muntionsverschwendung.

Die Springfield Trapdoor Büchse von Erskin S. Allin entwickelt, war über 30 Jahre hinweg das Standard Gewehr der US Armee

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Re: Der Wilde Westen - Viel Mythos?

Beitrag von Wendenkönig am Mi Jan 21, 2015 1:08 pm

Das ist wohl wahr aber leider gerieten die regulären Truppen, aus der von Dir genannten Sparsamkeit immer mehr ins Hintertreffen. An dem Krieg, genau genommen in den Westernfilmen, um die es ja hier eigentlich geht, waren ja mehr und mehr "Zivilisten" mit von der Partie. Viele von denen waren aber schon mit dem legendären "Peacemaker" von Colt und dem Henrystutzen bewaffnet. Ein klares Manko für die Uniformierten.
Was in den Western auf jeden Fall FALSCH ist, dass jeder gewöhnliche Cowboy mit einem Colt ausgerüstet war. Diese waren, damals um die 5 US $ kostend, viel zu teuer für einen Hirten. Diese waren fast alle nur mit uralten Vorderladerpistolen ausgerüstet. Die Colts waren fast nur bei reichen Ranchern, den US Marshals, Sheriff´s und den Revovermänner (Revolverhelden) zu finden.
Damals waren 5$ für einen "Otto- Normalbürger", sehr viel Geld und wurden für wichtigeres als einen Colt benötigt und ausgegeben.


Zuletzt von Wendenkönig am Mo Jan 26, 2015 10:04 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Der Wilde Westen - Viel Mythos?

Beitrag von Orianne am Mi Jan 21, 2015 1:21 pm

Geronimo und seine Mitstreiter waren mit Winchestergewehren ausgerüstet, daher konnten sie mit ihren Guerillaangriffen lange Zeit Stand gegen die Armee halten, aber auch hier gilt wieder, nicht alle Krieger hatten Repetiergewehre, doch hatten viele mehrere Colts, die sie bei Gefechten den Verwundeteten oder Getöteten abnahmen.

Bei Custer war es so, dass er den Soldaten die Säbel abnehmen liess, damit sich der Lärm der Truppe reduzierte, beim Nahkampf waren die Indianer dann den Soldaten mit ihren Messern und Tomahawks überlegen.

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Re: Der Wilde Westen - Viel Mythos?

Beitrag von Wendenkönig am Mi Jan 21, 2015 1:25 pm

Du beziehst Dich dort sicher auf die berühmte Schlacht am Little Big Horn?

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Re: Der Wilde Westen - Viel Mythos?

Beitrag von Orianne am Mi Jan 21, 2015 2:14 pm

Wendenkönig schrieb:Du beziehst Dich dort sicher auf die berühmte Schlacht am Little Big Horn?

Oh ja, das hätte ich erwähnen sollen, stimmt. Dort wurde auf Seiten der Militärs ein Fehler nach dem anderen begangen.

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