Maut, Vignette, Matricka die moderne Art der Wegelagerei

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Maut, Vignette, Matricka die moderne Art der Wegelagerei

Beitrag von Nemeth am Sa Apr 18, 2015 6:24 pm

Aus gegebenen Anlass, Deutschland will die Maut einführen, ist es mal interessant
wie die Geschichte der staatlichen Straßenabgaben entstand.
Wer kam in der Historie auf diese "geniale" Idee.

Da waren die aufgehobenen Grenzkontrollen das kleinere Übel in Europa.
Oftmal ist die Durchfahrtsgebühr teuerer als der Benzin den man braucht
um diese "Ländchen"zu durchqueren.
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Re: Maut, Vignette, Matricka die moderne Art der Wegelagerei

Beitrag von Marek1964 am Sa Apr 18, 2015 7:48 pm

In Frankreich, Italien und Spanien gab es ja schon lange Autobahnen mit Bezahlung, mindestens seit den 70er Jahren. Die Schweiz führte die Vignette 1985 ein - seither gab es viele nachahmer.

Warum soll dieser Thread im Internen bereich sein? Kann man unter Politik in Europa nehmen.

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Re: Maut, Vignette, Matricka die moderne Art der Wegelagerei

Beitrag von wfwbinder am Sa Apr 18, 2015 7:53 pm

Nach dem, was mir bekannt ist, muss es wohl so alt sein wie unsere Zeitrechnung.

Wegzoll
Brückenzoll

Kannten schon die Germanen.

es wäre dann noch zu überlegen, ob die Stadtabgeben, wenn man in eine Stadt einreisen wollte (als Kaufmann) eher Zoll, oder Wegeabgabe war.

Nach älter, man musste wohl auch dem Fährmann Geld geben, wenn man über den Styx in den Hades wollte.

Aber das galt ja nur für die Griechen. Eventuell sind die ja heute so knapp, weil sie sich von den Abgaben nie richtig erholt haben. ;-) :-)
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Re: Maut, Vignette, Matricka die moderne Art der Wegelagerei

Beitrag von Gontscharow am So Apr 19, 2015 10:28 am

Ich argumentiere auch sehr gerne mit der Geschichte, etwa "Das hat es immer schon gegeben ! ". Der Brückenzoll ist ein gutes Beispiel - denn das, was unsere Vorfahren in dieser Hinsicht erleben mußten, relativiert das, was wir in der Gegenwart erleben in meinen Augen doch ziemlich. "Uns geht´s ja noch Gold" hat meine Oma immer gesagt und auf Leute verwiesen, denen es schlechter geht.
Natürlich kann und soll man sich über die Maut etc. aufregen, aber insgesamt haben fast alle Menschen doch ein Auskommen und ein relativ schönes Leben in Deutschland ( jetzt mal ungeachtet privater Lebensumstände, die dem entgegenstehen können ).
Der Staat braucht nun einmal Steuern und Abgaben und kann nie genug davon bekommen ;-). Wir als Bürger sind der Gegenpart, der dagegen protestiert, so ist es in einer Demokratie.
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Re: Maut, Vignette, Matricka die moderne Art der Wegelagerei

Beitrag von wfwbinder am So Apr 19, 2015 11:03 am

Es gibt auch noch einen weiteren Aspekt.

Die Frage, warum bezahle ich für etwas, was ich nicht brauche? Steuern dienen dazu dem Staat Einnahmen zu verschaffen, aber oft sind Steuern neu erfunden worden um damit eine bestimmte Sache zu finanzieren, was aber oft schon ab dem Folgejahr von einander losgelöst war.

So wurde die Schaumweinsteuer für den Aufbau der Flotte eingeführt.

Die Ökosteuer, um die neuen Energien zu förden.

usw.

Heute baut keiner mehr eine Neue Kriegsflotte, aber die Schaumweinsteuer haben wir noch immer.

So kann man sich natürlich auch fragen, warum sollen Brückenbauten, oder Autobahnen aus dem Steuerhaushalt bezahlt werden, wenn doch nur die Leute Autobahnen brauchen, die weite Strecken fahren und das sind zum Teil auch Ausländer, die sonst hier keine Steuern zahlen.

Natürlich kann man auch Gegenbeispiele bringen (Dein Supermarkt wird auch über Autobahnen beliefert und sonst hättest Du kein frisches Gemüse).

Zumindest ist die Idee, die Finanzierung mit der Nutzung in Verbindung zu bringen, so abwegig nicht. Ob es trotzdem wirklich sinnvoll ist, mag offenbleiben und zu Diskussionen anregen.
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Re: Maut, Vignette, Matricka die moderne Art der Wegelagerei

Beitrag von Marek1964 am So Apr 19, 2015 11:24 am

Ich kann mich an die Diskussionen in der Schweiz im Vorfeld der Einführung der Autobahnvignette und Schwerverkehrsabgabe (die ja vom Volk in einer Abstimmung 1984 gutgeheissen wurden) erinnern - ein wichtiges Momentum waren die Ausländer, die die Schweiz als Transitland gebrauchen aber nicht einmal tanken, da das Benzin zu Hause billiger war und eine Tankladung für das durchfahren reichte.

In Deutschland rief das recht viel Unmut hervor, obschon damals von Schweizer Seite argumentiert wurde, die verschiedenen Gebühren in Frankreich oder Italien seien im Verhältnis klar höher.

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Re: Maut, Vignette, Matricka die moderne Art der Wegelagerei

Beitrag von wfwbinder am So Apr 19, 2015 11:43 am

Ich muss, auch wenn ich selbst schonmehrfach zahlen musste, die Abgabe besonders bei den Schweizern gut nachvollziehen.
Sie haben ein wirklich gutes Straßennetz und durch die Gegebenheiten einen sehr teuren Straßenbau.
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