Einwanderung nach Deutschland

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Einwanderung nach Deutschland

Beitrag von Gontscharow am Mi Aug 05, 2015 11:19 am

Einwanderung nach Deutschland gibt es seit 70 Jahren - inzwischen sind rund 20 % der in der
Bundesrepublik lebenden Menschen Einwanderer oder sie stammen von ihnen ab.
Dabei sind die Schlesier, Pommern und Ostpreußen, die 1945 ff kamen, nicht mitgerechnet,
weil sie deutsche Staatsbürger waren ( die Rußlanddeutschen und andere "Spätaussiedler" aber sehr wohl, weil sie die
sowjetische/russische/polnische/rumänische etc. Staatsbürgerschaft besaßen und hier eingebürgert wurden).
Wegen des seit 1972 in der BR Deutschland existierenden Sterbeüberschusses und dem zusätzlichen Faktor
der drastisch höheren Lebenserwartung altert unser Land rapide, es dürfte also ob dieser Statistiken
außer Frage stehen, daß Deutschland Einwanderer braucht.
Trotzdem sind nicht gerade wenige Menschen mit der Art, wie diese Einwanderung stattfindet, unzufrieden,
was sich in der Debatte um die momentan springflutartig ansteigende Zahl der Asylbewerber äußert -
nicht zum ersten Mal, seit Anfang der 80er Jahre steht dieses Thema immer mal wieder auf der Tagesordnung,
ohne daß sich grundsätzlich etwas geändert hätte.
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Re: Einwanderung nach Deutschland

Beitrag von Nemeth am Mi Aug 05, 2015 12:13 pm

Einwanderungen nach Deutschland gab es schon immer.
Da wäre nur an die Hugenotten, die Salzburger Glaubensflüchtlinge, an das Böhmische Viertel in Berlin, die
Siedlung Alexandrovka erinnert, nicht zu vergessen die Herrhuter Brüdergemeine.
Über den kleine Grenzverkehr gab es natürlich auch Veränderungen. So waren die Grenzen zwischen Böhmen und Sachsen gezogen
aber im kleinen Grenzverkehr heiratete man über die Grenzen hinweg.
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Re: Einwanderung nach Deutschland

Beitrag von Waldi am Mi Aug 05, 2015 12:22 pm

Einwanderung gut und schön.

Einwanderung in Deutschland nur von qualifizierten Menschen mit oder ohne Familie (Frau und Kind/er!!)

Deutschland hat genug eigene Leute, die dem Steuerzahler mehr oder weniger auf der Tasche liegen, da braucht es nicht noch zig-Tausend Einwanderer, die nur vom deutschen Staat durchgefüttert werden wollen.

Hinzu kommt noch, daß laut Radio-Beitrag jeder Dritte Analphabet ist - ein Traum, was sich hier zu tummeln versteht -
Weiter ist es so, daß viele nicht gewillt sind, die deutsche Sprache zu erlernen! Bekomme das zur Genüge mit, wenn ich "Hausbesuche" mache, zu Familien komme, wo nur die Kinder der deutschen Sprache mächtig sind und die Mumien, die schon Jahrzehnte in Deutschland verweilen mit "nix verstehn" daherkommen -

Gegen Menschen mit Qualifikation hat keiner etwas, im Gegenteil!!! D kann nur davon profitieren.

Der nächste Punkt, die Staatsbürgerschaft:
Staatsbürger kann ja nur der werden, der die Auflagen erfüllt. Möchte derjenige Afghane, Syrer,. Türke, .... den deutschen Paß erhalten, erschlischt automatisch seine bisherige Staatsbürgerschaft aus seinem Heimatland!

Zwei oder mehrere Staatsbürgerschaften werden in D nicht zugelassen. Ist man damit nicht einverstanden, erfolgt nach einer Zeit der "Einkehrung" die Abschiebung!
Hunderte andere Menschen mit Qualifikation warten nur darauf, deren Stellung einzunehmen -


Asylunterkünfte ...
Mir ist nicht bekannt, daß Asylanten und anderes G.... in der Nähe von Politik, Prominenz usw. niedergelassen werden.
Am Starnberger See, Grünewald, ...., in Stadteilen Deutschlands, wo sich die Promis die Klinke in die Hand geben, wird man sich hüten, genannte "Eindringlinge" unterzubringen. Die hupfen einem schnell einmal mit ihrem Poppers ins Gesicht -

GW


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Re: Einwanderung nach Deutschland

Beitrag von Waldi am Mi Aug 05, 2015 12:23 pm

Nemeth schrieb:Einwanderungen nach Deutschland gab es schon immer.
Da wäre nur an die Hugenotten, die Salzburger Glaubensflüchtlinge, an das Böhmische Viertel in Berlin, die
Siedlung Alexandrovka erinnert, nicht zu vergessen die Herrhuter Brüdergemeine.
Über den kleine Grenzverkehr gab es natürlich auch Veränderungen. So waren die Grenzen zwischen Böhmen und Sachsen gezogen
aber im kleinen Grenzverkehr heiratete man über die Grenzen hinweg.

Kann und darf man mit dem "Jetzt" nicht vergleichen - meine Meinung

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Re: Einwanderung nach Deutschland

Beitrag von SarahF am Mi Aug 05, 2015 1:18 pm

Vorletztes Semester hatte ich ein Seminar zur Einwanderung nach Deutschland über die Jahrhunderte belegt. Ich kann Nemeth nur zustimmen, Einwanderung gab es schon immer.
Der Unterschied zur Situation seit dem II. Weltkrieg ist allerdings das schiere Ausmass der
Einwanderung, Zahlen wie heutzutage wurden in der Vergangenheit nur selten erreicht -
um die wahrscheinlich berühmteste Ausnahme hier gleich zu nennen : Nach der Einladung der Hugenotten durch Kurfürst Friedrich Wilhelm hatte Berlin in seiner Regierungszeit und auch noch in derjenigen seines Nachfolgers eine ähnlich hohe Zahl von Ausländern wie heute zu integrieren.

Zur Qualifizierung der Ausländer : Natürlich ist jeder Staat bestrebt, so qualifizierte Einwanderer wie möglich zu erhalten. Auch in der Vergangenheit war das aber nicht immer gegeben, die Zuwanderung verlief meist zufällig und ungeplant und zu allen Zeiten hat es schwarze Schafe unter den Einwanderen gegeben. Es gibt eben nichts Perfektes auf dieser Welt.

Dass ungebildete Zuwanderer die deutsche Sprache nur schlecht oder gar nicht erlernen, ist kein Wunder. Aber ihre Kinder sprechen in der Regel Deutsch, oft schon auf Muttersprachenniveau,
man braucht also lediglich Geduld.

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Re: Einwanderung nach Deutschland

Beitrag von Orianne am Mi Aug 05, 2015 1:45 pm

SarahF schrieb:

Dass ungebildete Zuwanderer die deutsche Sprache nur schlecht oder gar nicht erlernen, ist kein Wunder. Aber ihre Kinder sprechen in der Regel Deutsch, oft schon auf Muttersprachenniveau,
man braucht also lediglich Geduld.


Als ehemalige Lehrerin kann ich das nur bestätigen, an Elternabenden kamen die Kinder mit und übersetzten, das war natürlich nicht der Sinn der Sache, dass die Kinder dabei waren.
Die Kinder assimilieren sich relativ schnell, aber die Eltern leben wegen der Sprachbarriere weiterhin in ihrer Parallelwelt. Wie man das ändern könnte - Ich weiss es nicht.

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Re: Einwanderung nach Deutschland

Beitrag von Waldi am Mi Aug 05, 2015 1:57 pm

Orianne schrieb:


Die Kinder assimilieren sich relativ schnell, aber die Eltern leben wegen der Sprachbarriere weiterhin in ihrer Parallelwelt. Wie man das ändern könnte - Ich weiss es nicht.

Servus Orianne,

ganz einfach.

Besagte haben 1 Jahr zeit die deutsche Sprache zu erlernen. Institutionen dafür gibt es genug und das noch zum Nulltarif!
Sträubt man sich dagegen, wars das mit der Herrlichkeit -

Geistig behinderte natürlich ausgenommen.

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Re: Einwanderung nach Deutschland

Beitrag von wfwbinder am Mi Aug 05, 2015 2:20 pm

Wasich sehrinteressant finde, die sprachliche Kompetenz ist sehr ungleich. Es ist allerdings nur der persönliche Eindruck, ich habe keine Zahlen.

Es gibt in Berlin Leute, die leben seit über 40 Jahren hier und können kaum deutsch.

Es gibt Leute, die sind hier ab Anfang zur Schule gegangen und können nicht perfekt deutsch.

Es gibt Leute, die sind gerade mal ein Jahr hier und können ziemlich gut deutsch.

Es gibt Kinder von Asylanten/Einwanderern, die sind noch nicht in der Schule und sprechen ziemlich gut deutsch.

Ich meine folgende Gruppen zu erkennen:

Frauen aus der Türkei und Arabien, die älter sind = sehr schlechte Sprachkompetenz.

Personen die hier aufgewachsen und zur Schule gegangen sind = Bildungsabhängig Es gibt alles von Leuten die besser Deutsch können als 70 % der deutschen und welche, die kaum zu verstehen sind.

Zugezogene EU-Bürger lasse ich mal ganz raus.

Zuwanderer aus Lateinamerika scheinen sich am besten einzugliedern (vermutlich mit Spanisch als Muttersprache am leichtesten).

Dann Asiaten, man trifft nur wenige die Probleme mit der Sprache haben, wenn sie länger hier sind.

Afrikaner lernen auch recht flott die Sprache.

Die größten Probleme haben anscheinend leider noch immer die Leute aus der Türkei , oder Nordafrika.

Ich persönlich glaube, dass es daran liegt, das es ziemlich große türkische und arabische Gruppen gibt. Man kann z. B. in Großstädten in einigen Straßenzügen leben, ohne deutsch zu können. Man bleibt auch in den Familien dann bei der Muttersprache.

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Re: Einwanderung nach Deutschland

Beitrag von Orianne am Mi Aug 05, 2015 3:37 pm

@wfwbinder: Ich würde Deinen Beitrag zu 100 % unterschreiben, da dies nicht möglich ist kriegst Du ein dickes Plus für die Statistik:)

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Re: Einwanderung nach Deutschland

Beitrag von Greyff am Do Aug 06, 2015 1:05 am

Im großen und ganzen stimme ich auch zu.
Allerdings neigen Ausländer automatisch dazu, ihre Landsleute treffen zu wollen,
um sich in der Muttersprache über die Erfahrungen im neuem Land auszutauschen
und meist auch einander mit Rat und Tat zu helfen.
Deutsche im Ausland halten das nicht anders. Auf Mallorca kann man inzwischen wegen
der Touristen und der vielen dort lebenden Deutschen fast alles auf Deutsh bekommen.
Angefangen von den aus der Heimat vertrauten Lebensmitteln bis zu deutschsprachigem Radio,
deutsch sprechenden Ärzten etc.
Sprachbegabung hängt auch nicht nur vom Bildungsniveau ab, es gibt technisch-naturwissenschaftlich begabte Menschen, die in diesem Bereich sehr gut sind, aber über
eine eher geringe Sprachbegabung verfügen und sich schwer tun, eine fremde Sprache zu
erlernen. Generell sind Frauen besser als Männer in Fremdsprachen, und Jüngere tun sich leichter als Ältere.

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Re: Einwanderung nach Deutschland

Beitrag von wfwbinder am Do Aug 06, 2015 6:36 am

Diese Umstände sind mir bekannt. Insbesondere die Siedlungen der deutschen Rentner und Touristen mit eigenem Ferienhaus, schwarz, rot, goldenen Flaggen und Gartenzwergen. Ich mache immer große Bögen darum.

Ich weiss auch wie schwer es ist, eine andere Sprache zu lernen, mein Spanisch ist noch immer nicht sehr gut, obwohl es die Muttersprache meiner Frau ist.

Aber wenn man in einem Land lebt, so kann man sich praktisch kaum wehren die Sprache zu lernen, ausser man hält sich von der Bevölkerung fern.

Genau an dem Punkt sehe ich eben die Unterschiede.

Es gibt einfach Leute, die sich in einer Parallelwelt eingerichtet haben.

Die, die als Asylanten kommen sind da viel offener und ich habe den Eindruck deren Bemühen zur Eingliederung ist größer.
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Re: Einwanderung nach Deutschland

Beitrag von Orianne am Do Aug 06, 2015 11:00 am

Ich habe eine Frage zum Lastenausgleichsgesetz in der BRD. Wurde da wirklich so viel betrogen, ich las das einmal, und ich hörte es auch in verschiedenen Dokus.

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Re: Einwanderung nach Deutschland

Beitrag von wfwbinder am Do Aug 06, 2015 11:14 am

Orianne schrieb:Ich habe eine Frage zum Lastenausgleichsgesetz in der BRD. Wurde da wirklich so viel betrogen, ich las das einmal, und ich hörte es auch in verschiedenen Dokus.

Von meinen Eltern und Großeltern habe ich da so einiges gehört.

Da man ja den verlorenen Besitz schwer nachweisen konnte, wurden verschiedentlich eidestattliche Versicherungen durch Nachbarn, oder anderen Dorfbewohnern abgegeben,
was die Antragsteller besessen hatten. Meine Großeltern väterlicherseits waren gemeinsam mit dem dortigen Bürgermeister geflohen udn wohnten dann auch in Niedersachensen im
gleichen Ort. Er soll sich mehrfach bei meinen GRoßeltern sein Herz ausgeschüttet haben, dass man von ihm "geschönte" Bescheinigungen haben wollte, die er nicht geben konnte, was dann zu Beschipfungen geführt hat.

Ich denke, dass wie immer, wenn es um so etwas geht, die Erinnerungen etwas "goldener" sind, als die tatsächlichen Verhältnisse es waren. Ich will da gar nicht um Verständnis werben, aber man
muss ja auch sehen, dass da Leute, die monatelang in Todesangst und größten Entbehrungen auf der Flucht waren, von Kindern getrennt wurden, oder angehörige in der Fremdnis begraben mussten,
dann in einer Gegend kamen, wo fast alles Heil geblieben war und die Leute ein relativ beschütztes Leben führten, dann gerne "etwas aufrunden wollten."
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Re: Einwanderung nach Deutschland

Beitrag von Orianne am Do Aug 06, 2015 11:40 am

Vielen Dank für die Auskunft, das ist sehr interessant, ich kann es aber verstehen, da die Leute, wie Du schreibst, doch sehr viel durchmachen mussten.

Meine Mutter kennt eine Frau, die in der Nähe von Hamburg gewohnt und aufgewachsen ist, sie hat Jahrgang 1932, sie schilderte mir, wie die reichen Bauern in Schleswig-Holstein zum Teil 6 Teppiche aufeinander liegen hatten, aber den Vertriebenen das Schwarze unter den Fingernägeln vergönnten, ich weiss, es waren nicht alle so.

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Re: Einwanderung nach Deutschland

Beitrag von Gontscharow am Do Aug 06, 2015 12:00 pm

Das ist heute nicht anders als damals, Orianne und wfwbinder !
Ob man teilen mag und Freude am Helfen hat oder ob man ein neidischer
Wutbürger ist, der anderen nichts gönnt und seine Besitzstände wahren und
mehren möchte ( diese Leute gönnen i.d.R. nicht nur den Flüchtlingen nichts,
sondern neiden auch ihren Nachbarn, Kollegen und Bekannten den kleinsten
vermeintlichen Vorteil) hängt vom Charakter eines Menschen ab.

Auf der anderen Seite dann mancher der Hilfeempfänger - aus Erfahrung warne ich hier
vor notorischen Schnorrern ( unabhängig von der Nationalität). Wenn jemand von diesen Leuten merkt, daß du hilfsbereit
bist und ein gutes Herz hast, wirst du sie nicht mehr los und sie trachten danach,
dich um möglich alles, was du hast, zu erleichtern. Am Ende wirst du dann, wenn du es
nicht freiwillig rausrücken willst, bestohlen - da man deinen guen Charakter kennt, muß
man sich auch vor Strafverfolgung in der Regel nicht fürchten.
Also, man sieht, schlechte Menschen gibt es auf beiden Seiten. Ist eigentlich auch keine
Überraschung.
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Re: Einwanderung nach Deutschland

Beitrag von wfwbinder am Do Aug 06, 2015 12:04 pm

Orianne schrieb:Vielen Dank für die Auskunft, das ist sehr interessant, ich kann es aber verstehen, da die Leute, wie Du schreibst, doch sehr viel durchmachen mussten.

Meine Mutter kennt eine Frau, die in der Nähe von Hamburg gewohnt und aufgewachsen ist, sie hat Jahrgang 1932, sie schilderte mir, wie die reichen Bauern in Schleswig-Holstein zum Teil 6 Teppiche aufeinander liegen hatten, aber den Vertriebenen das Schwarze unter den Fingernägeln vergönnten, ich weiss, es waren nicht alle so.

Das ist der andere Aspekt. Allerdings kenne ich die Sitte 6 Teppiche übereinander zu haben nicht von norddeutschen Bauern, sondern nur von Teppichhändlern.

Es ist richtig, dass die einheimische Bevölkerung den Flüchtlingen gegenüber sehr skeptisch und wohl oft auch abweisend war (ich selbst war ja nicht dabei).

Ich denke es gibt dafür einen ähnliche Grund, wie den, den wir heute mit Asylanten kennen.

"Die leben von unserem Geld." "Die bekommen unser Geld geschenkt."

Man muss ja auch sehen, dass es den Leuten, die Haus und Hof noch hatten, trotzdem schlechter ging, als vor dem Krieg, ja auch schlechter als selbst im Krieg.

Dann kamen ja auch irgendwann die Bescheide über die Lastenausgleichsabgabe und man wusste, dass man viele tausend Mark würde zahlen müssen, zwar über viele Jahre in Raten, aber auch dadurch wurde man jedes Quartal daran erinnert (LAG wurde vierteljährlich gezahlt).

Auf der Anderen Seite sah man, dass neue Wohnblocks für die Flüchtlinge gebaut wurden, die natürlich komfortabler waren, als die eigenen alten Häuser.

Natürlich wohnten bis weit in die 50er Jahre viele Flüchtlinge in Notunterkünften.

Direkt nach dem Krieg hatte es wegen ddes Wohnraummangels auch Zwangseinweisungen gegeben. Leute von der Stadt/Gemeinde kamen rum,
sahen nach wie viele Leute im Haus wohnten, wie viele Zimmer es gab und dann wurde bestimmt, wieviele Menschen aufgenommen werden mussten.

Es dauerte bis in die 60er Jahre bis sich das ausgeglichen hatte,
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Re: Einwanderung nach Deutschland

Beitrag von Nemeth am Do Aug 06, 2015 12:05 pm

So gebe ich den Vorschreibern durchaus recht.
Ich weiß von Lastenausgleichen für ein in Ungarn zurückgelassenes Bauergut nebst Gastwirtschaft in in Höhe von 5.000 DM in Jahre 1954.
Man konnte es Verleben oder etwas damit beginnen.
Und man hat was damit begonnen, frei nach dem Schwabenspruch : Schaffe, schaffe,
Häusle baue.
Das das den Neid der , auch im Nachkriegsdeutschland vorhandenen, ärmeren
Bevölkerungsschichten nach sich zog, ist wohl selbstverständlich.

Die Ungarn sagtem " Sie kamen an mit einem Bündel, und werden auch wieder mit einem Bündel gehen". In Deutschland angekommen, mit dem Bündel, hatten sie nach 10 Jahren schon Häuser. Es fragte der "Neid" nicht nach dem 8-Stundentag und freiem Wochenende. Es war auch eine sehr große Solidarität und Hilfsbereitschaft unter denen
die ihre alte Heimat verloren hatten.


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Re: Einwanderung nach Deutschland

Beitrag von Wallenstein am Fr Aug 07, 2015 9:36 am

Sieht man sich die Zahlen der Asylbewerber seit Januar 2015 bis Juni 2015 an, so stellt man fest, dass ein großer Teil von ihnen aus Europa stammt und zwar vom Balkan.
Hier einige Zahlen:

Syrien :      32.472
Kosovo:      28.672
Albanien :   21.806
Serbien:     10.126
Irak:            8.331
Afghanistan: 7.932
Mazedonien: 4.182
Eritrea:       3.582
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/154287/umfrage/hauptherkunftslaender-von-asylbewerbern/

Nun haben aber die Flüchtlinge vom Balkan so gut wie keine Chance, jemals anerkannt zu werden. Die Quote bewegt sich bei 1%. Das ist diesen Menschen auch klar. Doch die Zeit vom Erstantrag auf Asyl bis hin zur Abschiebung dauert in der Regel 9 Monate. In der Zwischenzeit versuchen sie mit Aushilfsarbeiten zu Geld zu kommen und finden vielleicht eine Gelegenheit, anschließend abzutauchen.

Die Bearbeitungszeit soll jetzt auf 4 Monate verkürzt werden. Doch  die Unterbringung in einem Flüchtlingslager, geregelte Mahlzeiten und minimale ärztliche Versorgung und die Aussicht auf Schwarzarbeit bieten immer noch einen enormen Anreiz, um vorübergehend nach Deutschland zu kommen, um dort einen aussichtslosen Asylantrag zu stellen. Alles in unserem Land ist besser als irgendein Drecksloch auf dem Balkan, wo es gar nichts gibt.

Es muss aber eine Möglichkeit gefunden werden, dies in Zukunft zu unterbinden, denn Asylanträge ohne Perspektive gehen zu Lasten von Menschen aus Bürgerkriegs Ländern, also auf Kosten von Leuten, die tatsächlich Hilfe benötigen und deren Anträge auch Chancen auf Erfolg haben.

Es wird erwogen, befristete Arbeitsvisa für Fachkräfte vom Balkan auszustellen, eine legale Möglichkeit für einige Menschen, hier einzureisen. Ein Asylantrag aus Albanien hätte dann in Zukunft einen ähnlichen Stellenwert wie ein Asylantrag aus Schweden oder Dänemark. Man könnte ihn sofort ablehnen.

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Re: Einwanderung nach Deutschland

Beitrag von wfwbinder am Fr Aug 07, 2015 10:38 am

Als ich gestern einen Fernsehbeitrag über Albanien sah, war ich erschreckt, dass für Albaner und Kosovaren keine Visumpflicht mehr besteht. Leute, die von dort nach Deutschland wollen, brauchen nur eine Busfahrkarte.

Ich sehe, dass man da wohl einen Fehler machte, als man für die Staaten die Visumpflicht aufgehoben hat.
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Re: Einwanderung nach Deutschland

Beitrag von Orianne am Fr Aug 07, 2015 10:56 am

Ich habe auch eine Statistik aus der Schweiz gelesen, sie ist fast deckungsgleich mit jener von Wallenstein.
Das Problem sehe ich in den Ländern im Balkan, dass sich dort mafiöse Strukturen weiterentwickelt haben, und die sich schamlos
bereichern, nimmt man die Arbeitslosenzahl vom Kosovo, so liegt sie bei den Jungen bei über 60 %, da verstehe ich natürlich, dass man sich im Ausland eine Zukunft sucht.

Code:
«Schweiz und EU müssen etwas auf die Beine stellen»

Dennoch ist der Zuwanderungsstrom aus dem Kosovo in die Schweiz spürbar. Es wird angenommen, dass im ersten Quartal des Jahres über 30'000 Kosovaren ihr Land verlassen haben – vorwiegend aus wirtschaftlichen Gründen. Zwar ist die Welle wieder etwas abgeflacht, doch in den ersten vier Monaten des Jahres erwischte die Schweizer Grenzwache 138 Kosovaren, die illegal einreisen wollten.

«Im Kosovo wird die Jugend im Stich gelassen. Die Regierung macht sehr wenig für sie. Es liegt deshalb an der Schweiz und der EU, im Land etwas auf die Beine zu stellen», sagt Bunjaku. Dem pflichtet Bashkim Iseni, Betreiber der Informationsplattform Albinfo.ch, bei: «Die Schweiz und die EU müssen nun Druck auf den Kosovo ausüben, ansonsten verschlimmert sich die bereits prekäre Situation noch weiter».

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Re: Einwanderung nach Deutschland

Beitrag von Wallenstein am Fr Aug 07, 2015 11:38 am

Zum 19.12.2009 wurde die Visumpflicht für Staatsangehörige der EJR Mazedonien, Montenegros und Serbiens für Aufenthalte im Schengenraum von bis zu 90 Tagen im Halbjahr aufgehoben, sofern sie Inhaber eines biometrischen Passes sind (vgl. Anhang II, Teil 1 der EU-VisaVO).

Zum 15.12.2010 wurde die Visumpflicht auch für Staatsangehörige von Albanien sowie Bosnien und Herzegowina für Aufenthalte im Schengenraum von bis zu 90 Tagen im Halbjahr aufgehoben. Auch diese Regelung gilt nur für Inhaber biometrischer Pässe.Für Staatsangehörige ohne biometrischen Pass besteht die Visumpflicht jedoch fort und die genannten Visumerleichterungsabkommen finden weiterhin Anwendung.

Staatsangehörige von Kosovo unterliegen weiterhin der Visumpflicht, auch wenn sie Inhaber eines serbischen Passes sind.

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/EinreiseUndAufenthalt/Visumerleichterungsabkommen_node.html

Kosovo-Albaner brauchen weiterhin ein Visum. Auf Druck der EU hat Serbien die Grenze zum Kosovo geöffnet. Jetzt reisen viele über Serbien in die EU mit Hilfe von Schlepperbanden. Ungarn baut derzeit einen Zaun zwischen Serbien und Ungarn. Ist die Grenze dicht, wird man es über Kroatien versuchen.

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Re: Einwanderung nach Deutschland

Beitrag von Gontscharow am Fr Aug 07, 2015 11:42 am

Dann plaudere ich mal aus dem Nähkästchen : Es handelt sich bei
den Asylbewerbern aus Ex-Jugoslawien ( heute gerne "Westbalkan" genannt) und Albanien zu einem Großteil um Roma. Womit wir auch schon einen Teil der Erklärung für die in allen deutchen Städten vor allen Supermärkten, in allen Fußgängerzonen bettelnden Menschen haben.
Ein anderer Teil der Roma kommt aus EU-Ländern wie Ungarn und der Slowakei, sie brauchen keinen Asylantrag zu stellen. Da es keine Grenzkontrollen mehr gibt, kommen sie einfach, scheren sich nicht um irgendwelche Regeln, haben nach 90 Tagen keinen legalen Aufenthaltstitel mehr, eine Krankenversicherung o.ä. sowieso nicht ( Behandlungskosten übernimmt im Krankheitsfall das deutsche Sozialamt). Wenn die Beschwerden der einheimischen Bevölkerung über die Belästigungen durch die Roma zu stark werden, regiert meine Heimatstadt damit, daß Unterhändler zu den Roma geschickt werden, die sie mit Geld, Freifahrttickets und mancherlei anderen "Argumenten" bewegen sollen, in die Heimat zurückzukehren.
Manchmal fahren sie dann einfach weiter in die nächste Stadt oder in das nächste Land - oder sie verbringen einen Kurzurlaub zuhause und kommen dann zurück. Insgesamt nimmt die Zahl der Roma hierzulande zu - sie haben in Deutschland einfach ein besseres Leben, wie Wallenstein schon schrieb.Für die einheimische Bevölkerung stellen sie allerdings dort, wo sie in Massen
wohnen ( wie z.B. an die 1000 Roma in einer Hochhaussiedlung in Duisburg), eine Gefahr für den sozialen Frieden dar, es kommt wegen ihres Benehmens, ihres Lärms und Mülls regelmäßig zum Ausbruch des Volkszorns gegen sie.
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Re: Einwanderung nach Deutschland

Beitrag von Waldi am Fr Aug 07, 2015 2:50 pm

In meiner Stadt ist/war ein Stadtteil zu 90% von Zigeunern "belagert". Wohnungen sind von der Stadt bereitgestellt worden.

Ein "Deutscher" wartete teils für eine Wohnung bis er schwarz wurde.

Diese Zigeuner gingen allesamt keiner "Arbeit" nach, lebten von der Hand in den Mund und das vom Feinsten!
Autos wie Porsche, BMW, Mercedes... in gehobener Ausführung, sind für diese Peopels standart.
Heute ist da nicht anders -


Das übrige Zigeunervolk, das sich diesen Standart nicht leisten konnte/kann, gehen aufs Amt ....

Hatte da ein bisschen Einblick, was für Geschäfte so abgewickelt wurden und wie man zu Geld kommt, ohne fast einen Finger krumm zu machen -

Deutsche Mitbewohner haben immer die schlechtesten Karten, wenn man gegen diese ..... anging.
Seitens der Polizei wird da nicht viel bis gar nichts unternommen.

Dieser Stadtteil war regelrecht verrufen.

@Gontsch - der Hammer ist ja der, daß diese auch noch geködert werden vom deutschen Staat, damit diese einen Fisch machen - unvorstellbar und ein Schlag ins Gesicht eines jeden Deutschen!

In meiner Stadt in der Fuzo tummekln sich auch allerhand Bettler, die einer Gang angehören müssen.
Die Nachbarstadt hat da noch mehr mit diesem .... zu kämpfen.

Das ist eine Plage, die mit allen Mitteln bekämpft werden muß!!!

@WalterBinder - wie ist es diesbzgl. in Singapur - wie wird das etwaige Bettlertum "gehandhabt"?



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Re: Einwanderung nach Deutschland

Beitrag von wfwbinder am Fr Aug 07, 2015 3:05 pm

Waldi schrieb:

@WalterBinder - wie ist es diesbzgl. in Singapur - wie wird das etwaige Bettlertum "gehandhabt"?



Um ehrlich zu sein habe ich dort keine Bettler auf der Straße gesehen.

So wie ich den Stadtstaat kennen gelernt habe, könnte ich mir vorstellen, dass Jemand der sich mit einem Sammelbecher auf den Gehweg setzt innerhalb von 10 Minuten wegen "Landstreicherei" oder einem vergleichbaren Vergehen von der Polizei eingesammelt wird.

Aber das Betteln hat da auch keiner nötig. Es ist z. B. verboten mit einem Auto allein in die Innenstadt zu fahren (kostet eine hohe Maut) deshalb stehen an der Straße Leute, die für wenig Geld "den Beifahrer" geben und sich so Geld verdienen. Es gibt viele Billiglohnjobs vom Boten über eben Mitfahrer, Reinigungskraft usw.
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Re: Einwanderung nach Deutschland

Beitrag von Waldi am Fr Aug 07, 2015 6:16 pm

Danke für die Auskunft!
"Landstreicherei", daß ist der richtige Ausdruck für dieses Bettlerg.....

D könnte sich von manch anderen Nationen/Staaten etwas abschaun - würde nichts schaden.


Waldi

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