Sorben und Wenden - slawische Minderheiten in Deutschland - Forumsdiskussion

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Sorben und Wenden - slawische Minderheiten in Deutschland - Forumsdiskussion

Beitrag von Admin am Di Jan 20, 2015 10:39 pm

Sorben und Wenden - wie geht es den Slawischen Minderheiten in Deutschland heute?

Wie sind Ihre Rechte? Wie sieht Ihre Zukunft aus? Hier gibt es Platz für umfangreiche und tiefe Diskussion in unserem Forum.

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Re: Sorben und Wenden - slawische Minderheiten in Deutschland - Forumsdiskussion

Beitrag von Klartext am Sa Feb 14, 2015 6:11 pm

Wenden- wusste gar nicht das es sowas gibt. Kann mich da vielleicht einer aufklären? Hat das was mit der Sonnewende zu tun?

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Re: Sorben und Wenden - slawische Minderheiten in Deutschland - Forumsdiskussion

Beitrag von Nemeth am Mo Feb 16, 2015 11:19 am

---kann mich Einer aufklären ?
Ja , da kann dich Einer aufklären, das wäre in unserem Falle unser Mitglied
Wendenfürst. Er steht in der Materie, ist selbst Wende (nicht Sorbe) und wird, wenn seine gesundheitlichen
Probleme behoben sind , uns gern aufklären.

In dem Zusammenhang den Begriff "Sonnenwende" einzubringen finde ich nicht richtig.
Wir unterhalten uns hier über slawische Völkerschaften und nicht über Kalendarien.
Die Grobinformation kann man im Wiki ersehen über Spezielles und Zeitzeugenschaft
wird uns unser User Wendenkönig informieren.
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Re: Sorben und Wenden - slawische Minderheiten in Deutschland - Forumsdiskussion

Beitrag von SarahF am Mo Feb 16, 2015 11:54 am

lol - "Sonnenwende" Smile
Ich habe beide Bezeichnungen schon einmal gehört, wüsste jetzt aber auch nicht
zu sagen, wo der Unterschied liegt.
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Re: Sorben und Wenden - slawische Minderheiten in Deutschland - Forumsdiskussion

Beitrag von Wendenkönig am Mi Feb 25, 2015 8:42 pm

Hallo, hier ist der Wendenkönig, der nichts aber auch gar nichts mit den zwei Sonnenwenden im Jahr zu tun hat.
Gebt mir bitte noch bis zum WE Zeit, ich bin nämlich heut, vor ca. 8 Stunden, aus dem Krankenhaus raus und muss mich doch noch etwas erholen.
Also, bis bald,

der Wendenkönig. king

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Re: Sorben und Wenden - slawische Minderheiten in Deutschland - Forumsdiskussion

Beitrag von Wendenkönig am So März 01, 2015 5:20 pm

So, es geht wieder etwas besser, da will ich mal beginnen, ein Stück Geschichte der Wenden, eine nationale Minderheit in Deutschland, hier einzubringen.
Ich persönlich gehöre dieser Minderheit an und berichte nur, was mir von meinen Vorfahren berichtet wurde, was ich selbst erlebt habe und werd aber auch kleine Stücke aus Wikki und Google mit einfließen lassen.

Also, die Wenden sind ein kleiner, slavischer Volksstamm, verwand mit Sorben, Polen, Tschechen und, und, und. Eigentlich kann ich fast ganz Osteuropa aufzählen und es wären sicher noch nicht alle Verwanten erwähnt.
Ich weiß, jetzt werden sich viele melden und mir erklären, dass wir aber doch Sorben sind und nur, im Laufe der Geschichte , einen anderen Namen bekommen haben. Das ist mir aber egal und ich werde meine Variante darstellen.

Im Zeitraum von mindestens 1000 Jahren, verbreiteten sich die Slaven über fast ganz Europa. Sie blieben nicht nur in ihren angestammten Gebieten im Osten sondern sie drangen bis weit in den Westen vor.
Unter anderm blieben in diesem Zuge auch der kleine Stamm der Wenden, im heutigen Bereich des Spreewaldes "hängen" und siedelten dort.
Der Spreewald lag im Gebiet der Lusici, von denen der heutige Name,  "Lausitz", herrührt. Dieses Gebiet war sumpfig, unwirtlich und von vielen, kleinen, fließenden, Gewässern durchzogen.
Für die eigentlichen Besitzer uninteressant, da zu unwirtlich, war es ideales Siedlungsland für die Wenden. Warum? Die Wenden kamen ursprünglich aus dem Nordosten und waren Fischer, Korbflechter und in bescheidenem Maße Bauern. Hier fanden sie ihr auskommen und blieben lange "Jahrhunderte" unentdeckt da dieses Gebiet nicht nur unwirtlich sondern auch nur sehr schwer zugänglich war.

So, bis hierher, woher wir kamen, was wir wahren und warum wir hier blieben.

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Re: Sorben und Wenden - slawische Minderheiten in Deutschland - Forumsdiskussion

Beitrag von Nemeth am So März 01, 2015 5:35 pm

Hallo Wendenkönig,
in dem Zusammenhang Wenden, Sorben würde mich schon mal deine persönliche
Einschätzung interessieren, inwieweit diese zwei kleinen slavischen Volksstämme
für die Zukunft überlebensfähig sind.
Wie ist das mit dem Gebrauch der Muttersprache im Alltag ?
Wird in der Familie noch sorbisch/wendisch gesprochen ?
Interessieren sich überhaupt noch junge Leute für die Alltagssitten und Gebräuche ?

Ich kenne nur das "Wuladko", eine halbstündige Reportage pro Woche.
Dieses erscheint mir sehr gestelzt und nicht unbedingt realitätsbezogen.

Ich ziehe nur den Vergleich zu den Ungarndeutschen, die solche Förderungen nur
als Feigenblatt für verfehlte Nationalitätenpolitik bekommen

Gruß Nemeth
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Re: Sorben und Wenden - slawische Minderheiten in Deutschland - Forumsdiskussion

Beitrag von Wendenkönig am So März 01, 2015 5:57 pm

Hallo Nemeth,
gern meine persönliche und ich betone, MEINE PERSÖNLICHE Meinung.

Für die Zukunft sehe ich leider "schwarz". Die Slaven werden ganz sicher ein Bestandteil der Bevölkerungsstrucktur in Deutschland bleiben. Wieder betone ich: "Die Slaven". Weshalb ich leider sage ist der Umstand, dass die doch kleine Gruppe der Wenden, über kurz oder lang verschwunden sein wird. Diese Gruppe wird immer mehr von Deutschen durchmischt, die Sprache wird kaum noch gesprochen und die Jugend interessiert sich nicht mehr dafür, wo sie herkommen und eigentlich einem stolzen Volk entstammen. Die "Resignation" der Wenden wird mit dem Satz: "Wenden dürfen wir nicht sein, Sorben sind wir nicht also sind wir Deutsche Sad" , gut dargestellt. Selbstverständlich gibt es kleine Gruppen, die das wendische noch hoch halten, Sprache und Sitten erhalten wollen aber das gleicht mehr der Novelle: "Das Fähnlein der sieben Aufrechten". Viele wendische Bräuche werden heute noch oder auch wieder, gepflegt. Fragt man aber die, meist jungen Teilnehmer, wissen sie nicht woher es kommt und welche Bedeutung dem allem zu Grunde liegt.
Anders ist es bei den Sorben. Dort wird oft in den Familien sorbisch gesprochen. Im normalen Alltag deutsch und zu hause sorbisch. Auch sie pflegen ihre Bräuche aber sie wissen auch was alles zu bedeuten hat und sind, zu Recht, stolz darauf.
Vergiss aber alle Radio- und gelegentliche Fernsehsendungen. Sie füllen Lücken im groén Programm. Bei den echten Hörern allerdings sind sie gern gesehen und gehört. Vieles wird aber auch demonstrativ und verbaucherfreundlich aufbereitet. Es ist wenig aber es ist wenigstens da.

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Re: Sorben und Wenden - slawische Minderheiten in Deutschland - Forumsdiskussion

Beitrag von Wendenkönig am So März 01, 2015 6:01 pm

Jetzt ein kurzer Schwenk zu den Sorben.
Die Sorben, ebenfalls eine slavische Volksgruppe hatten und haben eine, dem wendischen ähnelnde Sprache. Sie, die Sorben sind auch die zahlenmäßig stärkere Gruppe die in ihrem, an das heutige Siedlungsgebiet der Wenden grenzenden Gebiet, seit Angedenken leben.

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Re: Sorben und Wenden - slawische Minderheiten in Deutschland - Forumsdiskussion

Beitrag von Klartext am Mo März 02, 2015 12:07 am

Danke für die Info - uns tschuldigung für die Sonnenwende... ja, das war albern.

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Re: Sorben und Wenden - slawische Minderheiten in Deutschland - Forumsdiskussion

Beitrag von Gontscharow am Mo März 02, 2015 12:35 pm

Also Sorben und Wenden sind zwei verschiedene Völker mit (leicht) unterschiedlichen Sprachen.
Sind nicht die einen katholisch und die anderen evangelisch , oder habe ich mir da was falsch gemerkt ?

Ich finde es immer schade, wenn eine Sprache ausstirbt. Den Friesen in Nordfriesland geht es leider nicht anders,
es gibt sogar in der Heimat meines Vaters eine winzige Sprachgruppe, die "Saterfriesen", die im Saterland wohnen
(südlich von Ostfriesland). Auch diese Sprache wird bald ausgestorben sein.

Und noch eine Frage . wieso "Wendland" ? Das liegt im heutigen Niedersachsen, haben dort etwa mal Wenden gewohnt ?
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Re: Sorben und Wenden - slawische Minderheiten in Deutschland - Forumsdiskussion

Beitrag von Wendenkönig am Mo März 02, 2015 1:25 pm

@Klartext,
kein Problem. Etas Spass sollte überall dabei sein sonst wäre die Welt ja nur noch traurig. sunny

@ Gontscharow,
Nicht ganz so "schlimm". Sorben und Wenden sind schon verwandt aber es sind zwei verschiedene Gruppen innerhalb des slavischen Volkes. Sprache ist in etwa zu vergleichen wie russisch mit tschechisch oder mit dem polnischen.
Das Wendland hat sicher wohl auch mit den Wenden zu tun. So weit vom Ursprungsgebiet liegt es nicht entfernt und es liegt ja auch im Grenzbereich der heutigen Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Da muss ich mich aber erst noch genau kundig machen. Die Wenden, in früheren Zeiten auch Obodriten genannt sind auch weit herumgewandert und haben sich in Splittergruppen in fast ganz Europa niedergelassen.


Zuletzt von Wendenkönig am Mo März 02, 2015 1:50 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Sorben und Wenden - slawische Minderheiten in Deutschland - Forumsdiskussion

Beitrag von Marek1964 am Mo März 02, 2015 1:35 pm

Wendenkönig schrieb:Nicht ganz so "schlimm". Sorben und Wenden sind schon verwandt aber es sind zwei verschiedene Gruppen innerhalb des slavischen Volkes. Sprache ist in etwa zu vergleichen wie russisch mittschechisch oder mit dem polnischen.

Das kann ich bestätigen. Sorbisch ist nahe dem Tschechisch, während mich das Wendisch an das polnische erinnert (das ich allerdings nicht spreche, nur halbewegs verstehe.
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Re: Sorben und Wenden - slawische Minderheiten in Deutschland - Forumsdiskussion

Beitrag von Wendenkönig am Mo März 02, 2015 1:49 pm

Der Spruch von Wenden, Sorben und Deutschen ist schon älteren Ursprungs, kam aber wärend der DDR Zeit erst richtig zur Geltung.
Die Sorben, wie bereits genannt, die stärkste slavische Gruppe in Deutschland, drängte sich immer mehr in den Mittelpunkt und riss im Laufe der Zeit alles, in diese Richtung zeigende an sich. Sie maßten und maßen sich bis heute an, die Sprecher für alle Slaven in Deutschland zu sein. Von den Sorben wurde die "Domowina" gegründet, die für alle spricht. Auch die Wenden mussten dieser Vereinigung beitreten, wenn sie etwas Gehör erreichen wollten. Leider hat diese sorbische Institution alles was mit dem wendischen zu tun hat zensiert und so zurecht gebogen, dass wieder das sorbische in den Vordergrund tritt.Solche Anmaßungen verprellten natürlich die wendischen Mitglieder und deren Mitgliederzahl sank durch Austritte oder gar nicht erst Beitritte immer mehr. Der notwendige Respekt gegenüber den Wenden fehlte zu allen Zeiten, von Sorben genau wie von Deutschen. Allerdings war es schmerzlicher von Sorben verachtet zu werden, denn es sind ja "Blutsverwandte", als von Deutschen. Daher die Aussage:  "Wenden dürfen wir nicht sein, Sorben sind wir nicht also sind wir Deutsche".
Lieber das Übel wählen als die Schande.

...Fortsetzung folgt.

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Re: Sorben und Wenden - slawische Minderheiten in Deutschland - Forumsdiskussion

Beitrag von Nemeth am Mo März 02, 2015 2:23 pm

Ein interessanter Artikel zu diesem Thema wäre auch:

---Sorben in der Tschecheslowakei.---

Hierbei wird auf die Stellung der Domowina nach den Krieg
in der CSR und SBZ (Späteren DDR) eingegangen.
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Re: Sorben und Wenden - slawische Minderheiten in Deutschland - Forumsdiskussion

Beitrag von Wendenkönig am Mo März 02, 2015 3:27 pm

Ich habe da bei Wikipedia einen sehr interessanten Beitrag gefunden.

"Die deutsche Eigenbezeichnung der alteingesessenen Slawen in der brandenburgischen Niederlausitz ist Gegenstand von Auseinandersetzungen. Während vor allem in der DDR die einheitliche Bezeichnung Sorben für die Slawen der Nieder- und Oberlausitz verwendet wurde, verstehen sich viele Niederlausitzer als Wenden in Abgrenzung zu den Sorben in der sächsischen Oberlausitz. In diesem Sinne wird auch die slawische Sprache in der Niederlausitz als Wendisch oder Niedersorbisch bezeichnet, wovon sich das (Ober-)Sorbische in der Oberlausitz unterscheidet. Mittlerweile tritt nur die Bezeichnung Sorbisch als kulturelle Einheit und anerkannte Minderheit in der gesamten Lausitz heraus, was die Eigenbezeichnung in beiden Sprachen widerspiegelt (Niedersorbisch Serby, Obersorbisch Serbja). Ein Wort Wendojo bzw. wendski existiert in beiden sorbischen Sprachen dagegen nicht."
***
Ist aber auch sehr interessant, diese Aussage DENN in Ungarn z. B., in Südungarn genauer gesagt, wo sich auch Wenden niedergelassen haben ist der Unterschied zwischen Sorben und Wenden wohl bekannt. Ich weiß zwar nicht ob sich diese Unterschiede auch auf die Kultur beziehen oder nur als Volksgruppenname bekannt sind. Ein Wende ist dort ein "Fordulás" und der Sorbe eben ein "Szorb". Also, ich bin Wende = én vagyok fordulás ... ich bin Sorbe = én vagyok szorb.
Kein Wende in Deutschland wird sich jemals als "Serby" bezeichnen, wie oben angegeben. Hier greift im normalen Sprachgebrauch das deuutsche Wort "Wende". Das ist aber keine Ausnahme, viele deutsche Worte sind in die wendische Sprache eingeflossen. Vor allem in der "Neuzeit", für Worte die es in der traditionellen Muttersprache nicht vorhanden wahren. Man erfand keine neuen, wendische Wörter, man nahm die, die da waren.

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Re: Sorben und Wenden - slawische Minderheiten in Deutschland - Forumsdiskussion

Beitrag von Gontscharow am Di März 03, 2015 10:32 am

Sogar in Ungarn gab es Wenden und Sorben ?
Das ist mir nun ganz neu - man lernt eben nie aus Very Happy
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Re: Sorben und Wenden - slawische Minderheiten in Deutschland - Forumsdiskussion

Beitrag von Wendenkönig am Di März 03, 2015 10:47 am

Ja, sie stießen im Laufe der Völkerwanderung bis nach Südungarn vor.

Kleines Beispiel: Ich war in Tamási im Baumarkt und hab etwas gekauft. Dort bin ich auch im PC gelistet. Als es an´s bezahlen ging wollte ich, höflich wie ich bin, meinen Namen buchstabieren, da er doch nicht ganz so einfach ist, noch dazu für ungarische Ohren. Die junge Frau an der Tastatur grinste mich an, sagte nur ich hab den Namen schon , ich brauche nur den Vornamen, damit ich weiß welcher gemeint ist. Den Namen gibt es hier auch. Ich war so baff, dass ich glatt vergessen habe mich ein wenig mehr danach zu erkundigen.
In Deutschland komme ich um´s buchstabieren fast nie herum, in Ungarn nicht. Ist schon kurios, oder?
Dass die Slaven an sich weit verbreitet sind  ist ja kein Geheimnis. Denken wir einfach mal an das ehemalige Jugoslavien (slav(e), Serbien Szerby) Wenn man weiter in der Geschichte zurück geht findet man in ganz Europa den Nachweis, das Sorben und Wenden also Slaven, diese mitgestalteten.


Zuletzt von Wendenkönig am Sa Apr 04, 2015 4:35 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Sorben und Wenden - slawische Minderheiten in Deutschland - Forumsdiskussion

Beitrag von Wendenkönig am Di März 03, 2015 11:16 am

Ich weiß nicht ob es hier interessiert aber wenn doch, wäre es mir eine Ehre, einige Sagen und Bräuche aus der Lausitz, meiner Heimat, speziell aus dem reichhaltigen Sagenschatz der Spreewälder Wenden, hier zum Besten geben. Gerade der Spreewald wird als das Land der Sagen und Märchen, der Zwerge, der Wassergeister und vieler anderer Gestalten bezeichnet. Er ist geheimnisvoll und voller Geschichten und Brauchtümer, die es nur hier gibt.

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Re: Sorben und Wenden - slawische Minderheiten in Deutschland - Forumsdiskussion

Beitrag von Gontscharow am Di März 03, 2015 11:32 am

Das wäre auf jeden Fall interessanz, Wendenkönig !
Ich würde raten, es dann unter "epochenübergreifende Themen" zu machen,
als abgeschlossene Geschichten oder Themenzyklus, wie beispielsweise
Oriannes selbstkolorierte Bilder.
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