Diskussion über die Flüchtlingsproblematik

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Diskussion über die Flüchtlingsproblematik

Beitrag von Waldi am So Aug 09, 2015 4:00 pm

Der OB von Rostock hat vor, die Mehrwertsteuer zu erhöhen, damit die Flüchtlinge ein Leben, wie wir es gewohnt sind, zu bestreiten.

Waldi

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Re: Diskussion über die Flüchtlingsproblematik

Beitrag von Marek1964 am So Aug 09, 2015 4:22 pm

Eine Quelle dazu?

Bin zwar kein Freund der Bild Zeitung, hier eine Diskussion über die Flüchtlingsproblematik:

http://www.bild.de/politik/inland/gipfeltreffen/politiker-treffen-ihr-groesstes-problem-42104906.bild.html

So werden neber der MwSt Erhöhung des OB von Rostock auch das Finanzieren von Aufnahmelagern in Nordafrika vorgeschlagen.

Die genaue Aussage des Rostocker OB Methling:
Roland Methling: „Um Griechenland zu helfen, haben wir relativ schnell große Summen aufgebracht. Wir setzen hier die falschen Prioritäten. Ich finde, wir sollten über eine Mehrwertsteuer-Erhöhung diskutieren, um Flüchtlingen hierzulande ein ordentliches Zuhause zu bieten.“

Neben Methling diskutieren der CSU-Generalsekretär Scheuer und Grünen-Fraktionschef Hofreiter über die Grenzen der Großzügigkeit

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Re: Diskussion über die Flüchtlingsproblematik

Beitrag von wfwbinder am So Aug 09, 2015 5:18 pm

Waldi schrieb:Der OB von Rostock hat vor, die Mehrwertsteuer zu erhöhen, damit die Flüchtlinge ein Leben, wie wir es gewohnt sind, zu bestreiten.


Na ja, wenn es der OB von Rostock es beschließt, bleibt dem Bundestag und dem Bundesrat ja wohl nichts anderes übrig, als zuzustimmen. lol! lol! lol! lol! lol! lol!

Zur Zeit ist ja trotz aller Diskussionen, das Geld das relativ kleinste Problem. Ausserdem, warum dann die Steuer erhöhen, die jeden vom Reichen bis zum armen trifft und ausserdem binnennachfragefeidlich ist. Was hat Deutschland in manchen Städten bloß für OBs?

Und anstatt Flüchtlinge in Nordafrika "einzulagern" sollte man dann schon in den Fluchtländern etwas tun. Was sollen denn diese Menschen am Rande einer großen Wüste? Wo ist da eine Perspektive?

Im eigenen Land keine Perspektive haben und diese in Europa suchen, ist ja irgendwo nachvollziehbar, aber Lager in einer Einöde einrichten ist zynisch.
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Re: Diskussion über die Flüchtlingsproblematik

Beitrag von Orianne am So Aug 09, 2015 5:25 pm

Hmm, ja ich sah das grosse Lager in Jordanien auf amerikanischen Satellitenbildern, das Land ist bitter arm.
Wir sind es nicht....

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Re: Diskussion über die Flüchtlingsproblematik

Beitrag von wfwbinder am So Aug 09, 2015 5:48 pm

Stimmt, aber:

Jordanien leistet sich seit über 50 Jahren schon Flüchtlingslager für die Palästinenser, anstatt mit den Nachbarländern eine Integration der Palästinenser betrieben zu haben. Vermutlich fließen da Gelder von den reichen Nachbarn.

Die Flüchtlinge dort werden zu einem Teil von Hilfsorganisationen wie rotes Kreuz/Halbmond und dem Flüchtlingswerk der UNO versorgt. Sie leben in Zeltlagern.

In der Schweiz werden (Fernsehbericht heute) seit über einem Jahr Flüchtlinge in Bunkern untergebracht.

Wenn in Deutschland traglufthallen aufgestellt werden, weil man so schnell keine Unterkünfte finden kann, gibt es schon Proteste in den Medien.
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Re: Diskussion über die Flüchtlingsproblematik

Beitrag von Orianne am So Aug 09, 2015 5:59 pm

Schon während des Balkankrieges und vorher als viele Tamilen aus Sri Lanka kamen, griffen die Behörden auf Miltärunterkünfte zurück wie Bunker oder Barackenlager für Soldaten in den Bergen. Leider wurde das von den Asylbewerbern manchmal nicht so gut aufgefasst.

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Re: Diskussion über die Flüchtlingsproblematik

Beitrag von wfwbinder am So Aug 09, 2015 6:53 pm

Ich bin ja auch der Ansicht, dass Menschen die Verfolgt werden, oder vor Krieg und Terror fliehen, geholfen werden muss, aber andererseits bei ich ebenso der Ansicht, dass es schon zumutbar sein muss für die ersten Wochen auch in einer Kaserne untergebracht zu werden. Schließlich hat ja wohl kein Land tausende Wohnungen leerstehen, nur für den Fall, dass Flüchtlinge kommen.
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Re: Diskussion über die Flüchtlingsproblematik

Beitrag von Orianne am So Aug 09, 2015 7:01 pm

wfwbinder schrieb:Ich bin ja auch der Ansicht, dass Menschen die Verfolgt werden, oder vor Krieg und Terror fliehen, geholfen werden muss, aber andererseits bei ich ebenso der Ansicht, dass es schon zumutbar sein muss für die ersten Wochen auch in einer Kaserne untergebracht zu werden. Schließlich hat ja wohl kein Land tausende Wohnungen leerstehen, nur für den Fall, dass Flüchtlinge kommen.

Ja, das sehe ich auch so, das finde ich eine sehr vernünftige Antwort Smile

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Re: Diskussion über die Flüchtlingsproblematik

Beitrag von Nemeth am Mo Aug 10, 2015 10:35 am

Eine Hauptproblematik dabei ist die Erwartungshaltung der Asylanten. Es geht garnicht so sehr um Asyl im eigentlichen Wortsinn (Sicherheit für Leib und Leben ).
Wir wissen nicht was in den Herkunftsländern über Mitteleuropa zum Besten gegeben wird
(Schlepperprodagada). Doch es garantiert nicht richtig.
Ihnen wird u.U. vorgegaukelt, daß hier das Schlaraffenland ist wo Milch und Honig fließt.
Das dem nicht so ist, bemerken sie erst später, wenn die Schlepper schon längst Kasse gemacht haben und sie sich im Zelt und dergl. wiederfinden.
Da gehen eben die Erwartungshaltung und die Realität weit auseinander.
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Re: Diskussion über die Flüchtlingsproblematik

Beitrag von Orianne am Mo Aug 10, 2015 11:19 am

Nemeth schrieb:Eine Hauptproblematik dabei ist die Erwartungshaltung der Asylanten. Es geht garnicht so sehr um Asyl im eigentlichen Wortsinn (Sicherheit für Leib und Leben ).
Wir wissen nicht was in den Herkunftsländern über Mitteleuropa zum Besten gegeben wird
(Schlepperprodagada). Doch es garantiert nicht richtig.
Ihnen wird u.U. vorgegaukelt, daß hier das Schlaraffenland ist wo Milch und Honig fließt.
Das dem nicht so ist,  bemerken sie erst später, wenn die Schlepper schon längst Kasse gemacht haben und sie sich im Zelt und dergl. wiederfinden.
Da gehen eben die Erwartungshaltung und die Realität weit auseinander.


Das stimmt, es gibt auch Programme unserer Regierung, um zukünftigen Asylbewerben die Wahrheit mittels Videos im Internet zu zeigen, natürlich wird vieles dann von den Schleppern negiert.

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Re: Diskussion über die Flüchtlingsproblematik

Beitrag von Walzbruder am Mo Aug 10, 2015 3:58 pm

Orianne schrieb:
Nemeth schrieb:Eine Hauptproblematik dabei ist die Erwartungshaltung der Asylanten. Es geht garnicht so sehr um Asyl im eigentlichen Wortsinn (Sicherheit für Leib und Leben ).
Wir wissen nicht was in den Herkunftsländern über Mitteleuropa zum Besten gegeben wird
(Schlepperprodagada). Doch es garantiert nicht richtig.
Ihnen wird u.U. vorgegaukelt, daß hier das Schlaraffenland ist wo Milch und Honig fließt.
Das dem nicht so ist,  bemerken sie erst später, wenn die Schlepper schon längst Kasse gemacht haben und sie sich im Zelt und dergl. wiederfinden.
Da gehen eben die Erwartungshaltung und die Realität weit auseinander.


Das stimmt, es gibt auch Programme unserer Regierung, um zukünftigen Asylbewerben die Wahrheit mittels Videos im Internet zu zeigen, natürlich wird vieles dann von den Schleppern negiert.


Ich glaube nicht, dass den Regierungen  am Herzen liegt, den Asylfordernden die Wahrheit zu vermitteln. Jedenfalls gaukeln sie ihnen eine nicht vorhandene hahnebüchene "Willkommenskultur" vor. ...
Der Grund für diesen Einwanderungswahnsinn ist aber ein anderer: Mit diesen hergelaufenen Massen soll ein billiglohnarbeitendes Streikbrecherheer gegen den hochbezahlten intelligenten deutschen Facharbeiter rekrutiert werden, das es dem in Deutschland produzierenden Unternehmer möglich macht, hierzubleiben und seine Produktion nicht noch kostenintensiv auszulagern. Das Lebensniveau der Europäer kann so sehr wirksam auf  asiatisches Niveau gedrückt werden. Und wenn es soweit gekommen ist, dann kann man es nicht wieder umkehren.
Wer es nicht glaubt, der möge sich gedulden: Wir werden uns eines Tages darüber wieder sprechen.
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Re: Diskussion über die Flüchtlingsproblematik

Beitrag von Waldi am Mo Aug 10, 2015 4:41 pm

Servus Walzbruder,

das befürchte ich schon lange!

Angefangen hat es mit der Abschaffung des "Meisterzwanges" in vielen Gewerken des Handwerks.
Jeder Fuzzy konnte sich dann selbstständig machen, wenn dieser beim Gewerbeamt nur eine Haftpflichtpolice vorweisen konnte.

Dann sind die Grenzen am Arbeitsmarkt für die Polen .. gefallen.

Ge.... und Ge.... haben mittlerweilen den Arbeitsmarkt mit Dumpingpreisen überschwemmt, unvorstellbar.

Jetzt wollen diese Asyllanten.... den deutschen Arbeitsmarkt noch "bereichern" - mit was und mit welchen Vorraussetzungen?
Wer nicht tagtäglich an der Front ist und sieht, was da eigentlich abgeht, kann alles nur schönreden.

Bevor ich so einen Asylanten,... einstelle, einstellen muß, baue ich innerhalb eines Jahres die Firma ab und aus die Maus, so einfach ist das!
Kann sich die hohe Politik mit ihren Vertretern ,. allen voran Frau Nahles, dann mit diesen Buben und Mädels herumärgern.

In Deutschlöland gibt es hervorragende Strudienabgänger der medizin, die keine Anstellung bekommen. Nun soll ein Syrer, Afghane,.. der/die Medizin studiertz hatten in D integriert werden - da ist doch mehr wie krank!

Mit Advokaten können in D die Säue gefüttert werden, so viele haben keinen Job/Anstellung.
Syrer, Afhganen,..., die Jura studiert hatten, möchten in D als Juristen eine Anstellung bekommen.

Zuerst kommen die eigenen Leute in D an die Reihe, danach kommt noch lange nichts!

Das D keine qualifizierten Arbeitskräfte auf die Reihe bekommt, ist der Politik wie Elternhäuser zuzuschreiben - wäre ein anders Thema!

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Re: Diskussion über die Flüchtlingsproblematik

Beitrag von Wallenstein am Do Aug 13, 2015 4:26 pm

Eine Bekannte von mir hatte gerade Urlaub am Gardasee gemacht und fuhr über Bozen mit dem Zug nach Deutschland. Sie berichtete:

In Bozen war der Bahnsteig voll von Flüchtlingen. Die italienische Polizei interessierte sich nicht weiter dafür und winkte alle durch. Niemand fragte nach Papieren oder Fahrkarten. Schon nach kurzer Zeit war der Zug voll von Menschen. Auf deutscher Seite wimmelte es auf den Bahnsteigen von Polizisten. Es erfolgte eine Durchsage, dass die Weiterfahrt zunächst für unbestimmte Zeit verschoben wird. Die Polizisten haben dann systematisch alle Abteile durchsucht und die Flüchtlinge mitgenommen. Alles geschah aber ganz ruhig und ohne Aggressivität.

Ein Freund von mir verbrachte eine Woche auf der griechischen Insel Kos. Die Insel ist überfüllt von Flüchtlingen und es kommen ständig neue Boote von der Türkei nach. Die Lage ist dort katastrophal und ein Weitertransport dieser Menschen  derzeit schwer möglich.

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Re: Diskussion über die Flüchtlingsproblematik

Beitrag von Orianne am Do Aug 13, 2015 4:38 pm

In Kos soll ja ein Fährschiff ca. 2000 Menschen aufnehmen - Die Italiener sind natürlich auch überfordert, das ist klar, aber dennoch finde ich es unfair von anderen Staaten, z.B Ungarn, nur Europäer zu sein, wenn es Geld gibt, aber Pflichten übernehmen, nein lieber nicht.

Ich hörte heute über Mittag in den Nachrichten, dass bei uns in der Schweiz letzten Monat nur 6 % Asylgesuche aus Syrien kamen, der Löwenanteil kam wieder von Eritrea, Somalia und auch Sri Lanka.

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Re: Diskussion über die Flüchtlingsproblematik

Beitrag von Wallenstein am Do Aug 13, 2015 5:09 pm

Ungarn gehört neben dem Baltikum zu einem der größten Netto-Empfänger von EU-Leistungen. Für die Periode 2014 – 2020 wurden dem Land Hilfsgelder in Höhe von 24,3 Mrd. Euro bewilligt, die sie in dieser Periode abrufen können. Das ist nicht wenig, dafür kann man schon Gegenleistungen erwarten.

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Re: Diskussion über die Flüchtlingsproblematik

Beitrag von Rübezahl am Do Aug 13, 2015 6:44 pm

@ Wallenstein: Da ich die Situation in Bozen nicht nur von einer Urlaubsdurchfahrt, sondern von fast täglichen Zugfahrten kenne, möchte ich die von der Bekannten getätigte Aussage etwas relativieren. Üblicherweise sind jedes mal, wenn ein ÖBB-Zug auf der Fahrt nach München in Bozen hält (die italienische Bahn fährt ja nicht ins Ausland), etwa zehn italienische Polizisten und zehn Carabinieri am Bahnsteig. Sie bemühen sich mit mehr oder weniger Einsatz und oft auch etwas unkoordiniert zwischen diesen beiden Polizeieinheiten, die sich nicht ausstehen können, die Flüchtlinge am Besteigen des Zuges zu hindern, was nicht immer gelingt. Zeitweise gab es zu diesem Zweck auch gemischte deutsch-österreichisch-italienische Polizeipatrouillen auf der Strecke Verona-Brenner, doch haben die italienischen Rechtsparteien, aber auch Politiker der Mehrheit gegen diese "Aufgabe der Souveränität" Italiens protestiert, zumal ausgerechnet die Erzfeinde Deutschland und Österreich uniformierte und bewaffnete (!) Polizisten nach Italien schicken durften. Da war die Erinnerung an Nazi-Gräuel zum Ende des Zweiten Weltkrieges schnell bei der Hand. Übrigens: Die Schaffner fragen sehr wohl nach den Fahrkarten (das ist nicht Aufgabe der Polizei). Die Flüchtlinge haben alle regulären Fahrkarten, und wenn sie aus dem Zug geworfen werden, dann kaufen sie eben eine neue für den nächsten Tag. Im Vergleich zu den Tausenden von Euro, die sie für die Überfahrt über das Mittelmeer ausgeben, sind ein paarhundert Euro für Bahnreisen in Europa eine Kleinigkeit.

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Re: Diskussion über die Flüchtlingsproblematik

Beitrag von Orianne am Do Aug 13, 2015 6:48 pm

Wallenstein schrieb:Ungarn gehört neben dem Baltikum zu einem der  größten Netto-Empfänger von EU-Leistungen. Für die Periode 2014 – 2020 wurden dem Land Hilfsgelder in Höhe von 24,3 Mrd. Euro bewilligt, die sie in dieser Periode abrufen können. Das ist nicht wenig, dafür kann man schon Gegenleistungen erwarten.

Danke Dir, und meine volle Zustimmung dafür!

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Re: Diskussion über die Flüchtlingsproblematik

Beitrag von Walzbruder am Do Aug 13, 2015 11:53 pm

Rübezahl schrieb: ... Übrigens: Die Schaffner fragen sehr wohl nach den Fahrkarten (das ist nicht Aufgabe der Polizei). Die Flüchtlinge haben alle regulären Fahrkarten, und wenn sie aus dem Zug geworfen werden, dann kaufen sie eben eine neue für den nächsten Tag. Im Vergleich zu den Tausenden von Euro, die sie für die Überfahrt über das Mittelmeer ausgeben, sind ein paarhundert Euro für Bahnreisen in Europa eine Kleinigkeit.

Das ist für mich der Fixpunkt, der mich immer wieder aufhorchen lässt. What a Face
In welch "armen" Verhältnissen lebt so ein Flüchtling, der Tausende Euro oder Dollar aufbringen kann für eine fragwürdige Überfahrt? Und dann noch Geld über hat für moderne Handys? Es sollen Flüchtlingsfordernde im TV interviewt worden sein mit solchen Handys in der Hand.
Welcher deutsche Sozialhilfeempfänger könnte das?
Den Ossis wird vorgeworfen, sie wären vor 25 Jahren ja auch willkommen gewesen.
Ja, mit 100 Mark und das musste mit halbierten Konten zurückgezahlt werden! Wieviel Probleme wären wir los, wenn es heute auch so gehalten würde!
Aber wie wollen denn die Einwanderer zurück zahlen, was allein für ihre Unterbringung und Aufnahme ausgegeben wurde? Den deutschen SHEmpfängern werden alle Guthaben und sonderliche Einkünfte verrechnet. Und dürfen die Sitzstreik machen?
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Re: Diskussion über die Flüchtlingsproblematik

Beitrag von Waldi am Fr Aug 14, 2015 6:07 am

Flüchtlinge im ICE führen sich teils auf wie die Sau am Sofa!

Fahrkarten sind für einen Zielort "bezahlt", jedoch der Zielort ist ein anderer. Werden diese Löffel danach befragt, verstehen die nicht einmal nichts. Nach einiger Zeit des Palaverns dann werden diese gesprächig...
Ausweise werden verlangt, die auch teils wieder abgelaufen sind und unberechtigte Aufenthalte in der BRD sind keine Seltenheit.
Bahnbedienstete werden regelrecht angepöbelt, wenn diese zur Fahrkartenkontrolle schreiten ...

Die Bundespolizei erwartet diese Bagage schon an der nächsten Haltestelle.
Was passiert, das Ge... wird 1.Klasse mit dem KFZ in den "Heimathafen" gefahren und dort übergeben. Ratzfatz beginnt das gleiche Spiel von vorne.

Das Zehnste bekommt das Deutsche Volk nicht mit, wird unter den Tisch gekehrt.

Raus mit diesen "Asylanten, Verfolgten" aus D und das ganz schnell. Wer wirkliche Hilfe sucht führt sich nicht so auf.

Die Politik labert und labert und labert, außer schlau daherreden passiert nichts.


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Re: Diskussion über die Flüchtlingsproblematik

Beitrag von Orianne am Fr Aug 14, 2015 9:41 am

Naja, und bei uns werden im Herbst beide Kammern neu gewählt, Ihr könnt Euch ja vorstellen, was zur Zeit bei uns abläuft.
Ich mag schon gar keine Zeitung mehr lesen, überall werde ich von "Grinsköpfen" verfolgt, die das Blaue versprechen und dann
3 Jahre und 10 Monate nichts tun, ja sie gehen nach Bern, lassen sich um 7 Uhr 30 einschreiben, und verschwinden dann wieder durch
die Hintertür, auf solche PolitikerInnen kann  ich verzichten, das geht durch alle Lager. Die Sitzungsgelder kassieren sie aber, dazu sind manche
noch zu dumm um den richtigen Knopf zu drücken, man sollte das so einrichten, dass eine Korrektur nicht mehr möglich ist.

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Re: Diskussion über die Flüchtlingsproblematik

Beitrag von Wallenstein am Fr Aug 14, 2015 11:23 am

Woher die Flüchtlinge das Geld haben, das ist natürlich eine interessante Frage, die sich aber mangels Informationen nicht so einfach beantworten lässt.

Nur eins kann man sagen: Es sind meistens nicht die ganz Armen die kommen. Wer die Dritte Welt kennt, weiß, dass man dort ohne Geld keine 50 km weit kommt. Alle halten dort die Hand auf und es wimmelt von Schurken, die anderen das Geld aus der Tasche ziehen. Gemessen an der großen Zahl der Flüchtlinge, die es auf der Welt gibt, kommt nur ein Rinnsal nach Europa, die meisten stranden in Afrika oder im Nahen Osten in einem Lager.

Was Afrika betrifft: Dort ist es nicht selten so, dass die Sippen alles zusammen legen und verkaufen, um einem von ihnen, meistens jungen Männern, die Reise zu ermöglichen. In Europa sollen sie dann arbeiten, um die Verwandten zu unterstützen. Oft gibt es auch schon Bekannte in Europa, die Kredite vorschießen, die dann in Europa abgearbeitet werden müssen.

Dann gibt es aber auch häufig junge Flüchtlinge, wie etwa aus Eritrea, die sich auf abenteuerlichen Wegen durchschlagen mit Gelegenheitsarbeiten. Deren Flucht dauert manchmal jahrelang, immer am Rande der Legalität, mit Gefängnisaufenthalten zwischendurch, eine mühselige Reise quer durch Afrika. Wie sie dann irgendwann das Geld für die Schlepper zusammen bekommen, das ist dann nicht immer ganz klar.

Flüchtlinge aus dem Nahen Osten haben oftmals schon Verwandte in Europa, die ihnen Geld leihen. In Syrien gab es eine breite Mittelschicht, die wirtschaftlich nicht so schlecht gestellt war. Die konnten einen Teil ihres Vermögens verkaufen. Bei einigen führte die Flucht über Ägypten, wo sie zwischenzeitlich eine halbwegs vernünftige Existenz aufbauen konnten, bis sie dort vertrieben wurden. Viele Syrer, die sich bis Europa durchschlagen, sind recht gut ausgebildet.

Dann gibt es die große Masse der Flüchtlinge aus dem Balkan. Die verkaufen häufig auch alle Wertsachen, die sie haben und gelangen auf unkomplizierte Weise in die EU. Ihre Chance auf Asyl liegt aber bei 1%. Früher oder später werden sie ausgewiesen.

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Re: Diskussion über die Flüchtlingsproblematik

Beitrag von Orianne am Fr Aug 14, 2015 11:45 am

Früher hiess es Muammar al-Gaddafi würde das bezahlen um Europa zu destabilisieren, da die Asylantenströme nach seinem Tod aber eher angezogen haben muss man vielleicht auch noch woanders suchen. Gaddaffi liess sich ja auch fürstlich entlohnen, damit nicht allzu viele Menschen über das Meer kamen.

Auch bei uns haben Balkanflüchtlinge kaum Chancen auf Asyl, dafür ist die Anerkennungsrate der Eritreer, Afghanen, Somalier und Syrer (sind wirklich verfolgt) sehr hoch.

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Re: Diskussion über die Flüchtlingsproblematik

Beitrag von Orianne am Fr Aug 14, 2015 5:37 pm

Ein interessantes Interview aus der NZZ:

Code:
Rudolf Strahm hat mit kritischen Beiträgen über das Asylwesen eine Debatte lanciert. So erklärte er etwa, dass manche Menschen «von ihrer Herkunft her» Leistungen des Sozialstaats ausnützen würden und kritisierte die hohe Sozialhilfequote unter Asylbewerbern.
In eine ähnliche Richtung wie der SP-Ökonom äussert sich auch Hans-Jürg Käser, Präsident der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren. In Gegensatz zu den Flüchtlingen aus Ungarn in den 50er-Jahren und jenen aus dem Balkan in den 90-er Jahren sei die Schweiz heute «mit Menschen konfrontiert, in deren Heimat die Arbeit einen anderen Stellenwert hat», erklärt der Berner FDP-Regierungsrat* in einem «NZZ»-Interview.
Viele dieser Leute hätten «eine grosse Anspruchshaltung», sagte er weiter. Ist die Kritik an der Mentalität von Flüchtlingen aus SP und FDP berechtigt? Nicht wirklich meint die Flüchtlingshilfe.
Wer einzelnen Flüchtlingsgruppen eine Arbeitskultur unterschiebe, die dazu neige, das schweizerische Sozialsystem auszunützen, unterliege grundlegenden Denkfehlern und leiste der «ungerechten Pauschalisierung» Vorschub, sagt Sprecher Stefan Frey, der selbst lange in Madagaskar arbeitete.  
Menschen aus Schwarzafrika würden nicht flüchten, weil sie dort nicht arbeiten wollten, «sondern weil sie keine Perspektive mehr haben». Sie seien in aller Regel Opfer einer Korruptionskultur, «die von den herrschenden und gewalttätigen Eliten seit Jahrzehnten praktiziert wird.»
Als Beispiele nennt Frey Burundi, Zimbabwe, Gambia, Togo oder auch Nigeria. Die Einnahmen aus Rohstoffen, «aber auch grosse Teile der staatlichen Entwicklungsgelder aus dem Norden» würden der Bevölkerung vorenthalten.
Wer sich beruflich ehrlich entfalten wolle, bekomme «die ganze Last des korrupten Apparates zu spüren», so Frey. Und wer es dennoch zu bescheidenem Wohlstand bringe, laufe Gefahr, von Verwandten ausgenutzt oder von Nachbarn sabotiert zu werden. Die «andere Arbeitskultur» sei «nichts anderes als die systematisch vernichtete Eigeninitiative.»
Ausserdem: Wer es bis nach Europa schaffe, sei weder faul noch arbeitsscheu. «Sondern es sind genau jene, die noch genügend Energie und Überlebenswillen haben, um für sich und die Zurückgebliebenen ein neues Leben aufzubauen.» Sie würden vor einer Situation flüchten, die oft «ebenso dramatisch ist wie ein Bürgerkrieg».
Man sterbe an Krankheiten aufgrund von Fehlernährung oder verseuchtem Trinkwasser, Medikamente und Schulen fehlten an allen Ecken und Enden.
Deshalb fordert die Flüchtlingshilfe: «Wir sollten diese Flüchtlinge der unerklärten Kriege mit Schulung, Lehre und Arbeitsintegration unterstützen und gleichzeitig mithelfen, dass in ihren Herkunftsländern menschenwürdige Verhältnisse einziehen und wirtschaftliche Chancen für alle entstehen».
Dann würden diese auch fähig und bereit sein, zurück zu kehren und ihre Länder entwickeln zu helfen.

*Regierungsrat entspricht in etwa einem Ministerpräsidenten in D, oder einem Landeshauptmann in A.
Eine Kantonsregierung ist die Regierung bzw. Exekutive eines Kantons der Schweizerischen Eidgenossenschaft.
Aus historischen Gründen lautet die Bezeichnung der Kantonsregierungen und ihrer Mitglieder von Kanton zu Kanton unterschiedlich. In der Deutschschweiz herrscht heute die Bezeichnung Regierungsrat vor, hiervon ausgenommen sind Regierung im Kanton Graubünden (bis 1971 Kleiner Rat) und Standeskommission im Kanton Appenzell Innerrhoden. In der Romandie gilt allgemein Conseil d’État beziehungsweise in Tessin Consiglio di Stato, was (in den zweisprachigen Kantonen amtlich) auf deutsch mit Staatsrat wiedergegeben wird.

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Re: Diskussion über die Flüchtlingsproblematik

Beitrag von Gontscharow am Sa Aug 15, 2015 1:01 am

Wie schon in einigen anderen threads gesagt : Wir brauchen ein Einwanderungsgesetz !
Warum sich ausgerechnet die CDU querstellt und die jetzige chaotische (Nicht)regelung
beibehalten will, kann ich nicht nachvollziehen.
Allerdings müßte, wenn es so ein Einwanderungsgesetz gäbe, dann auch Konsens darüber
geben, daß alle anderen Einwanderer, die nicht asylberechtigt sind, zurückgesckickt würden.
Die Herkunftsländer würden ihre Auswanderer durchaus zurücknehmen, wenn Deutschland / Europa
entsprechenden Druck ausüben würde, weil sie i.d.R. auf vielfätige Weise von Europa abhängen.
Ob der ausländerffreundlich eingestellte Teil der Bevölkerung ein solches Zurückschicken allerdings
hinnehmen würde, wage ich zu bezweifeln.
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Re: Diskussion über die Flüchtlingsproblematik

Beitrag von Wallenstein am Fr Aug 28, 2015 10:43 am

Die USA haben sich nun bereit erklärt, bis Ende 2016 10.000 Flüchtlinge aus Syrien aufzunehmen. Keine beeindruckende Zahl. Kanada will in den Jahren 2015 bis 2017 13.000 Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak aufnehmen.
Ungefähr 3,2 Millionen Syrer sind ins Ausland geflüchtet, überwiegend in die Türkei, den Libanon und Jordanien.

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