Anne Franks Tagebuch ist authentisch

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Anne Franks Tagebuch ist authentisch

Beitrag von Orianne am Mo Aug 17, 2015 2:36 pm

Wieder einmal kursieren im Netz Behauptungen, dass Anne Franks Tagebuch eine Fälschung sei. Ein Grund dafür ist, dass Mitte der fünziger Jahre vermutlich Otto Frank oder ein Lektor mit einem damals sehr modernen Kugelschreiber Änderungen vorgenommen hatte. 1980 hatte das Bundeskriminalamt (BKA) seine Echtheit bestätigt: „Das BKA betont: Das Gutachten des Kriminaltechnischen Instituts von 1980 kann nicht dafür in Anspruch genommen werden, die Authentizität der Tagebücher der Anne Frank in Zweifel zu ziehen. Das BKA distanziert sich entschieden von allen in eine solche Richtung zielenden Spekulationen.“

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Re: Anne Franks Tagebuch ist authentisch

Beitrag von Marek1964 am Di Aug 18, 2015 12:29 am

Hier wurde auch schon das Tagebuch der Anne Frank besprochen
http://geschichte-forum.forums.ag/t428-buchbesprechung-das-tagebuch-der-anne-frank

Es wurde auch immer wieder die Echtheit angezweifelt, auch  der einschlägig bekannte Dave Irving war hier mit von der Partie:  https://de.wikipedia.org/wiki/Tagebuch_der_Anne_Frank#F.C3.A4lschungsthesen



Verschiedentlich wurde die Authentizität des Anne Frank Tagebuchs angezweifelt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Tagebuch_der_Anne_Frank#F.C3.A4lschungsthesen

Zu Unterscheiden von der Kontroverse um Lewin Meyer: https://de.wikipedia.org/wiki/Meyer_Levin#Kontroverse_um_Anne_Franks_Tagebuch

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Re: Anne Franks Tagebuch ist authentisch

Beitrag von Gontscharow am Di Aug 18, 2015 1:00 am

Ich hatte nie einen Zweifel daran, daß das Tagebuch echt sei. Nazis behaupten
seit dem ersten Erscheinen, daß es eine Fälschung sei.
Anne Frank ist so etwas wie eine Nationalheldin der Niederländer ( obschon sie Deutsche war)
und dieses Volk hatte in den 70er bis 90er Jahren einen starken, sich ständig noch steigernden
Deutschenhass entwickelt. Merkwürdigerweise waren die älteren Niederländer, die die deutsche Besatzung erlebt hatten, weniger antideutsch eingestellt als die nachwachsenden Generationen.
Hierbei spielte ein Verdrängen der eigenen Schuld ( die Niederländer hatten kräftig kollaboriert,
solange Deutschland an allen Fronten siegte gab es auch nicht den Hauch eines Widerstandes )
eine Rolle. Die Holländer haben ihre Juden in die KZs gehen lassen (anders als etwa Dänemark ! ), in diesem Zusammenhang möchte ich auch darauf hinweisen, daß Anne Franks Versteck von einem Niederländer verraten wurde. Von dieser Schuld wollten sie sich gerne reinwaschen und haben dabei zeitweise sehr über die Stränge geschlagen mit ihrer angeblichen
Verachtung und Mißbilligung alles Deutschen. Das nahm kuriose Züge an - so wurde etwa ein
Spieler der deutschen Fußballmannschaft bei einem Spiel von einem niederländischen Spieler angespuckt - bis die niederländische Regierung mit Königin Beatrix an der Spitze in den 90er Jahren zur Ordnung rief und ihren Landsleuten riet, in Bezug auf die Deutschen nun mal die Kirche im Dorf zu lassen. Schließlich hinge die niederländische Wirtschaft und somit der Wohlstand des Landes zum großen Teil von Deutschland ab und es wäre fatal, wenn die bilateralen Beziehungen durch solche Albernheiten wie Anspucken Schaden nehmen würden.
Heute ist von dieser Abneigung gegen die Deutschen so gut wie nichts mehr übrig geblieben, im Gegenteil versteht man sich wieder ziemlich gut. Nach der Jahrtausendwende hat man in den Niederlanden ohnehin einen neuen Feind entdeckt - DEN MOSLEM, und den findet man viel schrecklicher als die Deutschen, die einem da gleich wieder sympathischer werden, zumal
sie, wenn man ehrlich ist, den Niederländern ziemlich gleichen Wink
Im Zusammenhang mit Anne Frank erwähne ich dieses, weil solche Nationalhelden gerne immer
mal wieder vom Sockel der nationalen Selbstüberhöhung gestoßen werden.
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Re: Anne Franks Tagebuch ist authentisch

Beitrag von Marek1964 am Di Aug 18, 2015 1:36 am

Hm, Gontsch, irgendwie gefällt mir Dein Anti-Holländischer Beitrag  nicht. Ich  hatte Gerald Reitlingers "die Endlösung" gelesen und der bezeichnete die Niederländer als sehr tapfere Menschen, die sich für ihre jüdischen Mitbürger sehr wohl einsetzten - mit den beischeidenen Mitteln, die einer besetzten Nation, ohne geografische Vorteile, wie sie etwa den Dänen oder Albanern ( http://geschichte-forum.forums.ag/t61-besa-die-albanische-gastfreundschaft-rettete-leben-im-wwii ) zur Verfügung standen, zur Verfügung hatten, ein. Es gab, wenn ich mich erinnere, auch Demonstrationen. Kein geringnerer als Himmler bedauerte, dass diese doch eigentlich nordische Nation so wenig die Nazis bei diesem doch so wichtigen Vorhaben unterstützte. Dass es letztlich wenig half, war den doch schlechteren Möglichkeiten geschuldet, als sie etwa die Dänen hatten. Diese konnten mit allerlei Fischerbooten  die Juden in Richtung Schweden zur Flucht verhelfen. Die niederländische  Regierung  floh nach  London, konnte also auch keinen Judenstern sich anheften wie der dänische König. Ich habe einen niederländischen Cousin, erhaben über jeden Chauvisinismus, den frage ich da mal, auch andere Holländer, mal sehen, was die dazu sagen.
Wohl gab es Kollaborateure  wie Mussert, aber das waren, so glaube ich, doch die absoluten Ausnahmen.
Und das "Lama Rijkjard" (Heribert Fassbender) brauchen wir bei solchen Vergleichen nicht zu bemühen. Ein unsportliches Verhalten von 1990 (wie auch Koemans "Arschwischer" mit Olaf Thons Trikot von 1988) tut hier sehr wenig zur Sache. Die emotianale Rivalität im Fussball war sicher durch das Bombardement von Rotterdam verstärkt, aber wohl viel mehr durch das Finalspiel von 1974 und anderen Faktoren beeinflusst.
Auch die kritische Distanz zum Islam ist bei dieser sehr toleranten Nation verständlich.

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Re: Anne Franks Tagebuch ist authentisch

Beitrag von Waldi am Di Aug 18, 2015 6:09 am

Gontscharow schrieb:Ich hatte nie einen Zweifel daran, daß das Tagebuch echt sei. Nazis behaupten
seit dem ersten Erscheinen, daß es eine Fälschung sei.
Anne Frank ist so etwas wie eine Nationalheldin der Niederländer ( obschon sie Deutsche war)
und dieses Volk hatte in den 70er bis 90er Jahren einen starken, sich ständig noch steigernden
Deutschenhass entwickelt. Merkwürdigerweise waren die älteren Niederländer, die die deutsche Besatzung erlebt hatten, weniger antideutsch eingestellt als die nachwachsenden Generationen.
Hierbei spielte ein Verdrängen der eigenen Schuld ( die Niederländer hatten kräftig kollaboriert,
solange Deutschland an allen Fronten siegte gab es auch nicht den Hauch eines Widerstandes )
eine Rolle. Die Holländer haben ihre Juden in die KZs gehen lassen (anders als etwa Dänemark ! ), in diesem Zusammenhang möchte ich auch darauf hinweisen, daß Anne Franks Versteck von einem Niederländer verraten wurde. Von dieser Schuld wollten sie sich gerne reinwaschen und haben dabei zeitweise sehr über die Stränge geschlagen mit ihrer angeblichen
Verachtung und Mißbilligung alles Deutschen. Das nahm kuriose Züge an - so wurde etwa ein
Spieler der deutschen Fußballmannschaft bei einem Spiel von einem niederländischen Spieler angespuckt - bis die niederländische Regierung mit Königin Beatrix an der Spitze in den 90er Jahren zur Ordnung rief und ihren Landsleuten riet, in Bezug auf die Deutschen nun mal die Kirche im Dorf zu lassen. Schließlich hinge die niederländische Wirtschaft und somit der Wohlstand des Landes zum großen Teil von Deutschland ab und es wäre fatal, wenn die bilateralen Beziehungen durch solche Albernheiten wie Anspucken Schaden nehmen würden.
Heute ist von dieser Abneigung gegen die Deutschen so gut wie nichts mehr übrig geblieben, im Gegenteil versteht man sich wieder ziemlich gut. Nach der Jahrtausendwende hat man in den Niederlanden ohnehin einen neuen Feind entdeckt - DEN MOSLEM, und den findet man viel schrecklicher als die Deutschen, die einem da gleich wieder sympathischer werden, zumal
sie, wenn man ehrlich ist, den Niederländern ziemlich gleichen  Wink
Im Zusammenhang mit Anne Frank erwähne ich dieses, weil solche Nationalhelden gerne immer
mal wieder vom Sockel der nationalen Selbstüberhöhung gestoßen werden.


Moin Gontsch,

ganz Deiner Meinung.

So beliebt, wie bei "vielen" angenommen, sind die Holländer in D nicht.



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Re: Anne Franks Tagebuch ist authentisch

Beitrag von wfwbinder am Di Aug 18, 2015 12:32 pm

Waldi schrieb:

Moin Gontsch,

ganz Deiner Meinung.

So beliebt, wie bei "vielen" angenommen, sind die Holländer in D nicht.




Also in meiner Generation liegt das z. B. auch daran, dass die Niederländischen Natosoldaten, die in Deutschland stationiert waren, sich nicht gerade nett benahmen (meine Lehrstelle war in einer Garnisonsstadt mit niederländischen Truppen).

Das ist aber inzwischen einer mehr "Gegnerschaft mit Augenzwinkern" gewichen. Man macht schon gegenseitig Witze über den anderen, aber nicht in bissiger, oder herabwertender Form.

Ehrlich gesagt sind Niederländer sehr zuverlässige Leute, sowohl im privaten, wie geschäftlichen Bereich. Können wir leider nicht über alle Nachbarvölker sagen.
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Re: Anne Franks Tagebuch ist authentisch

Beitrag von Gontscharow am Di Aug 18, 2015 1:56 pm

Wie gesagt, inzwischen ist das Verhältnis wieder ziemlich gut. Wenn man heute
Niederländer auf ihr Verhalten in der Epoche ca. 1970 - 2000 anspricht ( was ich ein
paar mal getan habe) ist es ihnen ein bißchen peinlich und sie lachen darüber.
Natürlich sind sie damals von ihren Medien aufgehetzt worden, die nicht einen
Beitrag zu Deutschland ohne negative Untertöne und Randbemerkungen bringen konnten.
Da ich Niederländisch problemlos verstehe, wir hier immer schon Radio und Fernsehen des
Nachbarlandes empfangen konnten, kann ich mir ein Urteil darüber erlauben.
Trotzdem möchte ich meinen Beitrag nicht "anti-niederländsich" aufgefasst wissen, er entspricht
schlicht und einfach der Wahrheit. Ich finde es ungesund, diese zu verschweigen.
Inzwischen sehen die Niederländer sich selbst in der Phase der Besatzung sehr kritisch. Es gab
im niederländischen Fernsehen einmal eine Sendereihe "Andere Tijden" mit Themen zur Geschichte, eine sehr interessante Folge geht über das Thema deutsche Besatzung, anhand von privaten Videoaufnahmen deutscher Soldaten und Interviewas mit Deutschen und Niederländern wird dort  e h r l i c h  gesagt, wie es in dieser Zeit wirklich war ( auf youtube zu sehen, kann ich bei Interesse verlinken, ist aber hauptsächlich in niederländischer Sprache) Der niederländische Widerstand hat hauptsächlich nach 1945 stattgefunden Neutral . Nicht einmal im letzten Kriegswinter, indem das eingekesselte Holland ( die westlichen Provinzen) sehr zu leiden hatte, kam es zu größeren Widerstandsaktionen. Die Niederlande waren eben nicht
Jugoslawien, Polen oder die Sowjetunion - dort gab es heftigsten Partisanenwiderstand gegen die deutsche Besatzung, was mit der Besatzungspolitik zusammenhing.
Die Niederländer waren unehrlich, wenn sie sich im nachhinein, auf der sicheren Seite der Sieger, als große Widerstandskämpfer ausgaben. Kein seriöser geschichtsinteressierter Niederländer würde das heutzutage noch leugnen.
Es gäbe noch viel dazu zu sagen, ua. daß die Quote der geretteten Juden im benachbarten Belgien deutlich höher war als in den Niederlanden.
Und - wie gesagt - Anne Frank wurde instrumentalisiert als Symbolfigur in der Darstellung eines heldenhaften,
im Widerstand gegen die Nazis vereinten kleinen, aber tapferen Volkes. Und das ist eine Lüge, die allermeisten Niederländer haben sich schlicht und einfach passiv und neutral verhalten und kollaboriert. Es blieb ihnen auch nichts anderes übrig.
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