Richtstättenarchäologie und Forensik

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Richtstättenarchäologie und Forensik

Beitrag von Exmitglied-2 am Mi Aug 26, 2015 5:47 pm

Mich fasziniert alles ums Thema Mord und Totschlag und finde daher Richtstättenarchäologie auch wahnsinnig spannend. Ich habe heute zufällig Videos eines Gesprächs einer Archäologin mit Mark Benecke gefunden, in denen sie die historische Hinrichtungsarten aus Sicht der Forensik diskutieren. Wer diesbezüglich empfindlich ist, sollte sich das allerdings nicht anschauen! Das ist das erste (es gibt noch zwei weitere)

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Re: Richtstättenarchäologie und Forensik

Beitrag von Orianne am Mi Aug 26, 2015 6:11 pm

Ich finde, auch das gehört zur Geschichte, ich werde mir das Video anschauen, und mich dann dazu äussern.
Was mich immer wieder verwundert hat, oder eigentlich immer noch, die Strafen waren so grausam, und trotzdem war
die Kriminalität relativ hoch, ich denke, dass es auch aus Not war.

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Re: Richtstättenarchäologie und Forensik

Beitrag von SarahF am Mi Aug 26, 2015 6:35 pm

Ich habe mal eine Ausstellung zum Thema Folter gesehen, Hinrichtungen kamen da auch vor.
Nach ungefähr der Hälfte der Ausstellung hatte ich genug davon, welche grausame Phantasie
Menschen entwickeln, wenn es darum geht, ihre Mitmenschen zu quälen und habe mir
die Ausstellung nicht zu Ende angesehen.
Ein interessantes Thema ist es auf jeden Fall, es hat etwas von der Faszination des Bösen.
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Re: Richtstättenarchäologie und Forensik

Beitrag von Rübezahl am Mi Aug 26, 2015 7:30 pm

Hinrichtungen und Folter gehören nicht nur zur Geschichte, sondern auch zum heutigen Tagesgeschehen. Die amateuerhaften Hinrichtungen in den USA, wo Menschen ohne Betäubung mit der Giftspritze hingerichtet werden und unter größten Qualen langsam sterben, sind doch allgemein bekannt. Bei der Folter gehen die Amerikaner professioneller vor. Sie haben Methoden entwickelt, die gleich schmerzhaft sind wie im Mittelalter, aber keine Spuren am Körper hinterlassen. In diesem Zusammenhang ist es vielleicht interessant, dass der erste Staat der Welt, der die Todesstrafe abschaffte, das habsburgische Großherzogtum Toskana war (Großherzog Pietro Leopoldo, der spätere Kaiser Leopold, im Jahr 1786).

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Re: Richtstättenarchäologie und Forensik

Beitrag von Waldi am Mi Aug 26, 2015 7:53 pm

Rübezahl schrieb: Die amateuerhaften Hinrichtungen in den USA, wo Menschen ohne Betäubung mit der Giftspritze hingerichtet werden und unter größten Qualen langsam sterben, sind doch allgemein bekannt.

Hatten die "Todeskanditen" etwa ihre Opfer vorher betäubt, bevor diese teils bestialisch abgemurkst wurden -
Wieso Gelder für teuere Betäubungsmittel ausgeben, eine Kugel und aus die Maus.

Abgeurteilt und zur sofortigen Vollstreckung, wenn der Tatbestand zu 100% erwiesen ist!
Erspart dem Staat und Steuerzahler Gelder, die an anderer Stelle dringend benötigt werden.

Davon abgesehen, die Qualen für so einen Kanditaten können nicht groß genug sein, schreibt ein Befürworter der Todesstrafe.


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Re: Richtstättenarchäologie und Forensik

Beitrag von Exmitglied-2 am Mi Aug 26, 2015 8:39 pm

SarahF schrieb:Ich habe mal eine Ausstellung zum Thema Folter gesehen, Hinrichtungen kamen da auch vor.
Nach ungefähr der Hälfte der Ausstellung hatte ich genug davon, welche grausame Phantasie
Menschen entwickeln, wenn es darum geht, ihre Mitmenschen zu quälen und habe mir
die Ausstellung nicht zu Ende angesehen.
Ein interessantes Thema ist es auf jeden Fall, es hat etwas von der Faszination des Bösen.

Meinst du zufällig das Foltermuseum in Leipzig?

Es gibt auch so einige Methoden, die ganz klar ins Reich der Fantasie gehören wie zum Beispiel die Eiserne Jungfrau, die hat es als Folterinstrument so nicht gegeben.

Was ich an diesen Videos spannend finde, ist, dass wieder einmal deutlich wird, wie eng die Archäologie mit naturwissenschaftlichen Disziplinen zusammenarbeiten kann und zum Teil auch muss, um die Befunde richtig zu interpretieren. Stratigraphie, schriftliche Quellen (Drucke aus der Wickiana, Gesetzesgebung, Zeugenbericht, wie verlässlich sie auch sein mögen), in situ-Befund sind ja nur eine Seite. Und auf der anderen Seite hat man dann Skelette von Hingerichteten, die eine eigene Sprache sprechen, gerade auch was den unappetitlichen Teil der Vollständigkeit des Skelettes betrifft. Den Worten Beneckes nach zu urteilen kann man ja auch Rückschlüsse über die Fähigkeit des Nachrichters anhand dieser Befunde ziehen. Unter Umständen lassen sich anscheinend auch Aussagen darüber treffen, inwiefern der Delinquent schon vor der eigentlichen Hinrichtung getötet wurde.

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Re: Richtstättenarchäologie und Forensik

Beitrag von Gontscharow am Fr Aug 28, 2015 12:21 pm

Was war denn die "eiserne Jungfrau" ?
ich habe so etwas im Hinterkopf wie ein Keuschheitsgürtel aus Eisen, habe
aber ekeine AHnung, ob das stimmt.
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Re: Richtstättenarchäologie und Forensik

Beitrag von Wallenstein am Fr Aug 28, 2015 12:37 pm

Eine eiserne Jungfrau ist ein Metallkörper, der aussieht wie eine Frau, innen drin sind lauter Nägel.



Quelle:
http://frankenwiki.de/images/thumb/4/48/Eiserne_Jungfrau.jpg/200px-Eiserne_Jungfrau.jpg

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Re: Richtstättenarchäologie und Forensik

Beitrag von Nemeth am Fr Aug 28, 2015 12:38 pm

Du musst dir eine übergroße , hohle Holzfigur die innen mit spitzen Nägeln versehen ist.
Diese Figur wurde aufgeklappt und der Deliquent hineingesperrt.
Durch Bewegen bzw. Umwerfen der Figur bohrten sich die Nägel in das Opfer.
Ob die "Jungfrau" je verwendet wurde oder nur der Phantasie entspring, ist nicht überliefert.
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Re: Richtstättenarchäologie und Forensik

Beitrag von Orianne am Fr Aug 28, 2015 1:25 pm

Als ich zum ersten Mal in London war, liess ich mich zu einem Besuch im Londoner Dungeon überreden.
Eine wirklich Furcht einflössende Ausstellung bzw. eine Vorstellung, es sind Schauspielerinnen und Schauspieler, welche
die Geschichte von England, dazu gehört wohl auch Jack the Ripper spielen, das ganze Gebäude ist eine, wie soll ich es nennen, Geisterbahn.

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