Brauchen wir eine Abschiedskultur?

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Brauchen wir eine Abschiedskultur?

Beitrag von Klartext am Sa Jan 09, 2016 4:41 pm

In einer Diskussion habe ich das Wort "Abschiedskultur" gehört. Der Betreffende hat festgehalten, dass es nicht nur eine Willkommenskultur braucht, sondern auch eine Abschiedskultur braucht - Leute, die sich nicht anpassen können oder wollen, sollen, Asyl hin oder her, sollen ausgewiesen werden können - allenfalls in ein islamisches Drittland - es geht ja meist nur um Moslems. Das Asylrecht sollte nich ein Freischein für schlechtes Benehmen sein, sonder im Gegenteil, der Betreffende sollte dankbar sein - wie es möglich ist, dass es zu Szenen kommt wie in Köln? Ganz einfach - sie wissen nicht, wie man sich hierzulande benimmt.

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Re: Brauchen wir eine Abschiedskultur?

Beitrag von Nemeth am Sa Jan 09, 2016 5:01 pm

__Brauchen wir eine Abschiedskultur --- ?
Diese Frage ist eindeutig mit JA zu beantworten.

Es gibt überall auf der Welt "Spielregeln". Wenn ich mich in ein Land gehe
---Gründe sind mal außen vor-- so muss ich mich an dortige Sitten, Gesetze,
Gepflogenheiten halten.
Kann ich das nicht oder will ich das nicht, so gibt es keine Alternative.
Ich habe dieses Land unverzüglich zu verlassen !

Es ist natürlich die wunderbarste Sache der Welt, alles zu bestreiten,alles zu ignorieren
und gleichzeitig auf Kosten des Gaststaates ein auskömmliches Leben zu
fristen.

In der Historie , wir sind ja hier im Geschichtsforum, ist man nicht so feinfühlig
gewesen. Zumindestens hat man sich Personen, die sich nicht an Recht, Sitte und
Gesetz hielten, sehr schnell entledigt.
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Re: Brauchen wir eine Abschiedskultur?

Beitrag von ArnoldB. am Sa Jan 09, 2016 6:52 pm

Ich halte das Thema "Abschiedskultur" für unsinnig – weil die mit dem Thema beabsichtigte Zielsetzung wenn überhaupt mit "Kultur", dann nur mit "Rechtskultur" zu tun hat!

"Willkommenskultur" ist "Kultur" im Sinne einer "Volkskultur", weil sie in erster Linie eine gefühlsmäßige, insbesondere freiwillige Leistung von Teilen des Volkes ist, die nicht staatlich verordnet ist und über die rechtlichen Vorschriften und Regelungen einer Aufnahme von Menschen aus anderen Ländern oft weit hinausreicht.

Wenn es darum geht, dass auffällig straffälligen Migranten, Asylsuchenden oder Flüchtlingen der Aufenthalt in Deutschland verwehrt werden soll, dann kann und darf man sich nicht nach gefühlsmäßigen Vorstellungen von Teilen des Volkes richten und je nach Stimmungslage entscheiden! In dieser Beziehung sind klare und eindeutige, notfalls gerichtlich überprüfbare Rechtsvorschriften notwendig, weil Deutschland kein Willkür-, sondern ein Rechtsstaat ist! Der Verweis auf die geschichtliche Vergangenheit hat dabei keinerlei Bedeutung, ist im Gegenteil kontraproduktiv, weil die Bundesrepublik erfreulicherweise kein Obrigkeitsstaat mehr ist. Weiterhin ist notwendig, dass der Staat seine verfassungskonformen Rechtsvorschriften ohne Ansehung des Herkommens konsequent durch- und umsetzt!

Immer wieder werden Forderungen erhoben, die Menschen, die von außerhalb nach Deutschland kommen, müssten sich an hiesige "Sitten, Gesetze, Gepflogenheiten" halten. Das ist ein kruder Mischmasch, eine Vorgabe, an die selbst viele Deutsche sich nicht zu halten wissen, die zudem in dieser Pauschalität eine Vorgabe wäre, die dem Rechtsstaat widerspräche. Jeder Mensch in Deutschland darf so leben, wie er will, solange er andere Menschen in ihren Freiheitsrechten nicht beeinträchtigt. Es gibt nur einen Punkt in dem genannten Mischmasch, nach dem sich ausnahmslos alle Menschen in Deutschland, Deutsche wie Zugereiste, immer und überall – überall, weil es keine rechtsfreien Räume geben darf! – zu richten haben: nach den Gesetzen bzw. nach geltendem Recht!

Was in der Silvesternacht in Köln und anderen Städten in Deutschland geschehen ist, sollte man nicht zu oberflächlich zu erklären versuchen, etwa mit folgender Ausführung: "Ganz einfach - sie wissen nicht, wie man sich hierzulande benimmt." Nein, so "einfach" ist es nicht. In welchen Ländern der Welt sind denn Diebstahl, Gewalt, sexuelle Belästigung und Vergewaltigung erlaubt? Ich kenne keines, das auch nur annäherungsweise zur zivilisierten Welt gerechnet werden will. Das wissen auch Muslime, auch wenn in einigen ihrer Herkunftsländer ein frauenverachtendes Sexualstrafrecht existiert. Nein, diese Silvesterverbrecher sind voll schuldfähig und müssen entsprechend unnachsichtlich bestraft werden. An solchen Beispielen wird klar, dass die Strafgesetze nicht nur ohne Anwandlungen von Kuscheljustiz angewandt, sondern ggf. verschärft werden müssen, wie aktuell das Sexualstrafrecht. Natürlich richtet sich meine Aufforderung der Beendigung von Kuscheljustiz und der konsequenten, harten Bestrafung von Verbrechen gegen alle Straftäter, egal welchen Herkommens. Nicht die Verbrecher, sondern die Gesellschaft der friedlichen und anständigen Menschen in Deutschland haben den höchsten Anspruch auf Schutz der Staatsgewalt!

In Bezug auf ausländische Verbrecher müssen die Gesetze dahingehend geändert werden, dass die Verurteilung zu einer Gefängnisstrafe von mehr als 6 Monaten eine Versagung des Aufenthaltsrechts und die Abschiebung nach sich ziehen kann. Problematisch sind solche Fälle, in denen Ausländer keine Papiere mehr besitzen, aber auch ihre Herkunft nicht angeben wollen. In diesen Fällen darf kein Aufenthaltsrecht ausgesprochen, muss vielmehr eine (verlängerbare) Beugehaft vorgesehen werden, bis die Herkunft zweifelsfrei geklärt ist. Eine einmal verliehene Staatsbürgerschaft muss bei Unwürdigkeit leichter entzogen werden können.

Schließlich muss es auch möglich werden, unproblematisch und nach gerne genutztem Vorbild US-Amerikas hartnäckige, insbesondere gewalttätige Wiederholungstäter, egal welchen Herkommens, lebenslang aus der Gesellschaft zu entfernen und für immer hinter Gitter zu bringen!

Können entsprechende Gesetzesmodifikationen rasch durchgeführt werden? Wenn man bedenkt, wie rasch Bundestag und Bundesrat handeln können wie z. B. im Hinblick auf den ESM, auf die Genehmigung für immer neue Griechenlandbürgschaften oder der Beteiligung an Kriegseinsätzen, dann muss die Frage bejaht werden. Wenn sich die Politik aber verweigert, der Gesellschaft ihr Sicherheitsgefühl nimmt und erneut ein Jammerbild abgibt wie bei der Reaktion des Staates auf die Silversterverbrechen, dann droht die Situation gerade bei Wiederholungen zu eskalieren und immer mehr dumme Menschen den äußerst rechten, staatsfeindlichen Gruppierungen in die Arme zu treiben. Dann wird auch die "Willkommenskultur", auf die wir Deutschen mit Recht sehr stolz sein dürfen, und werden in der Folge die vielen anständigen, friedlichen Menschen, die nach Deutschland gekommen sind und noch kommen, darunter leiden.

Fazit: Deutschland braucht keine "Abschiedskultur", sondern eine Erneuerung der Rechtskultur, die die Sicherheit der friedlichen Gesellschaft wieder in den Mittelpunkt stellt und alle Verbrechen streng verfolgt. Überdies wirkt der Begriff viel zu harmlos und erinnert eher an die Gefühlswelt des Biedermeier.

ArnoldB.

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Re: Brauchen wir eine Abschiedskultur?

Beitrag von Klartext am Mo Jan 11, 2016 12:46 am

Danke für deinen engagierten Beitrag, ArnoldBentheim.

Was man auch unter Abschiedskultur verstehen kann, zeigt das auf enorme Resonanz gestossene Video von Serge Nathan Dash Menga, einem schwarzen Deutschen mit kongolesischen Wurzeln:

http://www.focus.de/politik/videos/skandalnacht-zu-silvester-es-gibt-einen-grund-warum-wir-hier-sind-dieser-mann-eine-botschaft-zu-koeln_id_5194985.html

Der redet Klartext!

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