Rechtsruck der Weltwoche

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Rechtsruck der Weltwoche

Beitrag von Marek1964 am So Feb 07, 2016 1:32 pm

Ich habe lange Jahre als Jugendlicher und junger Erwachsener die Weltwoche gelesen. Sie entsprach irgendwo meinem Weltbild, dass damals nicht festgefügt war, ausser einem klaren Antikommunismus. Mitte neunziger Jahre bin ich aus der Schweiz weggezogen und habe die Zeitung aus den Augen verloren.

Anlässlich einer Diskussion mit Maischberger (Thema AfD), wo der Eigentümer der Weltwoche, Roger Köppel auch auftrat und wo im Hintergrund tritt ( https://www.youtube.com/watch?v=zgFQC-c_QYI ab 59.27, am besten sichtbar bei 1.00.14)  verschiedene Titelbilder zu sehen sind. Diese sollen ähnlich dem "Stürmer' sein, wie der Publizist Augstein behauptet. Das halte ich aber für eine gefährliche Vereinfachung.

Die Frage f'ür mich stellt sich nach der Entwicklung. Hier ein allerdings auch schon mehr als 8 Jahre alter Artikel:

http://www.berliner-zeitung.de/archiv/die-schweizer-weltwoche-ist-zu-einem-sprachrohr-der-svp-verkommen-erfolgreicher-rechtsruck,10810590,10521340.html

Hier ein Artikel, erschienen bei der konkurrenzierenden Tagesanzeiger Zeitung, der ein erschienenes Buch zusammenfasst, das von einem ehemaligen Mitarbeiter von Köppel geschrieben worden ist. Das Thema: Wie Köppel die Weltwoche übernahm.

http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/buecher/fakten-werden-fiktion/story/18467753

Wie ist die Zeitung heute zu sehen?


Zuletzt von Marek1964 am So Feb 07, 2016 8:26 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Rechtsruck der Weltwoche

Beitrag von Skeptik am So Feb 07, 2016 4:13 pm

Marek1964 schrieb:Ich habe lange Jahre als Jugendlicher und junger Erwachsener die Weltwoche gelesen. Sie entsprach irgendwo meinem Weltbild, dass damals nicht festgefügt war, ausser einem klaren Antikommunismus. Mitte neunziger Jahre bin ich aus der Schweiz weggezogen und habe die Zeitung aus den Augen verloren.

Anlässlich einer Diskussion mit Maischberger (Thema AfD), wo der Eigentümer der Weltwoche, Roger Köppel auch auftrat und wo im Hintergrund tritt (ab 59.27, am besten sichtbar bei 1.00.14)  verschiedene Titelbilder zu sehen sind. Diese sollen ähnlich dem "Stürmer' sein, wie der Publizist Augstein behauptet. Das halte ich aber für eine gefährliche Vereinfachung.

Die Frage f'ür mich stellt sich nach der Entwicklung. Hier ein allerdings auch schon mehr als 8 Jahre alter Artikel:

http://www.berliner-zeitung.de/archiv/die-schweizer-weltwoche-ist-zu-einem-sprachrohr-der-svp-verkommen-erfolgreicher-rechtsruck,10810590,10521340.html

Hier ein Artikel, erschienen bei der konkurrenzierenden Tagesanzeiger Zeitung, der ein erschienenes Buch zusammenfasst, das von einem ehemaligen Mitarbeiter von Köppel geschrieben worden ist. Das Thema: Wie Köppel die Weltwoche übernahm.

Wie ist die Zeitung heute zu sehen?

Und ich habe mit Begeisterung während meines Schweizer Aufenthaltes von 1959 bis 1963 den Vor-Vorläufer der Weltwoche, die Zürcher Woche - die allseits geliebte ZÜWO - gelesen. Werner Wollenberger war Chefredakteur.
Die Zürcher Woche wandelte sich 1969 in das Sonntags-Journal. Herausragende Leute, wie Dürrenmatt, haben dort geschrieben. Knall auf Fall ging das zu Ende und es begann die "bleierne" Zeit der Weltwoche, eine Hauspostille der SVP.

Hier kann man das nachlesen:

http://www.zeit.de/1972/43/die-letzten-tage-des-journals

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Re: Rechtsruck der Weltwoche

Beitrag von Marek1964 am Di Feb 09, 2016 9:55 pm

Skeptik schrieb: Knall auf Fall ging das zu Ende und es begann die "bleierne" Zeit der Weltwoche, eine Hauspostille der SVP.

Hier kann man das nachlesen:

http://www.zeit.de/1972/43/die-letzten-tage-des-journals

Die Hauspostille der SVP ist die Weltwoche erst seit dem Jahre 2006 - als sie von Roger Köppel übernommen wurde. Zuvor war sie eine unabhängige, liberale Zeitung gewesen, linksintellektuell angehaucht, aber durchaus im Rahmen. Und vor allem unabhängig.

Es ist natürlich immer problematisch, wenn der Chefredakteur, Verleger und Politiker in Personalunion ist. Aber es scheint ein Erfolgsrezept zu sein.

Allerdings soll das ja gemäss obiger Quelle vor allem daran liegen, dass die Konkurrenz schwächelt. Das könnte durchaus auch eine Entsprechung in der politischen Landschaft haben, wo die SVP ebenfalls in den letzten Jahrzehnten zugelegt hat. Der Mainstream mit seiner political correctness wird immer weniger glaubwürdig. Aber das ist meine Spekulation.

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