AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Klartext am Fr Nov 18, 2016 3:15 pm

Hier ein weiteres Mitglied, das von der SPD zur AfD gewechselt ist, Martina Böswald aus Baden-Württemberg: https://www.youtube.com/watch?v=E0hzp-DMogE


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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Marek1964 am So Dez 04, 2016 2:20 pm

Hier noch ein Hinweis auf einen älteren Thread - anlässlich des Rücktritts von Henkel, damals Vize, heute Kritiker. Trotzdem interessant zu lesen, nur eineinhalb Jahre her, und trotzdem von der Entwicklung überrollt, zumindest einige der Posts, die den Erfolg der AfD nicht erwartet hatten.

http://geschichte-forum.forums.ag/t372p50-henkel-tritt-als-afd-vize-zuruck#10874

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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von marylinjackson am So Dez 04, 2016 2:53 pm

Nach einem längeren Aufenthalt in Indonesien, in dem jetzt ständig in Jakarta gegen den dortigen christlichen Gouverneur wegen Blasphemie demonstriert wird, fühle ich mich in Deutschland als Bürger von bestimmten linken Gruppierungen in den Medien ebenso gehetzt und bekämpft. Eine andere Meinung als die von Etablierten zu haben ist jetzt sehr gefährlich für diejenigen, die irgendwas mit der AfD zu tun haben. Daher reden sie kaum noch mit Freunden , Nachbarn oder den Verwandten darüber. Brandsätze, Autoreifenstechereien sind in einigen Gegenden fast pogromartig auf Anhänger von Pegida und AfD üblich. Namen und Adressen der Opfer kann man unter indymedia linksunten lesen.
In der DDR gab es keine  "68-er", von denen hier oft die Rede ist. Als Student verlor man dort sein Recht, das Studium zu beenden, weil man als Klassenfeind als unwürdig eingestuft wurde.
Ähnliches passiert jetzt.
Die Situation in Deutschland ist nicht beruhigend und ähnelt einem Messie-Staat, in dem man sich nicht mehr zurecht findet.
Die Übersicht der Etablierten mit allen Unwägbarkeiten der Flüchtlingspolitik ist verloren gegangen, eine neue Partei kann erst mal nur sichten und sortieren. Das braucht Zeit.
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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Gontscharow am Do Dez 22, 2016 3:53 pm

marylinjackson - ich weiß genau, was du meinst. Ich war bis vor einigen Jahren linksliberal eingestellt, dann war ich Nichtwähler und in diesem Jahr - infolge der Kölner Silvesterereignisse und vor allem den Reaktionen meiner Landesregierung darauf, habe ich ich dazu durchgerungen, AfD zu wählen. Und zwar einzig allein wegen Merkels katastrophal gescheiterter Flüchtlingspolitik und ihrer Weigerung, ebendies einzugestehen und zu korrigieren.
Für meine linken Freunde reicht das bereits, um mich in die Naziecke zu stellen.
Es ist reichlich absurd. Aber nicht nur in D ist man derart bekloppt, in Schweden herrschte bislang das gleiche gesellschaftliche Klima. Ich denke aber, daß es sich jetzt ändern wird.
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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von van Kessel am Do Dez 22, 2016 5:25 pm

Es ist offenkundig, dass die regierenden Parteien, ihre Möglichkeiten der Desinformation nutzen, die (Rest)-Opposition in Deutschland zu diskreditieren. So kapriziert sich die abtrünnige SPD auf den Feind AfD, und lässt die Linke dafür ungeschoren.

Für die Wähler ist es leider umsonst, denn auch eine AfD ist keine Alternative für Deutschland, da diese Partei - außer einer allseits bekannten - Abneigung gegen die Regierungspolitik, nichts sonst 'auf der Pfanne hat'. Sie haben schlicht kein Programm und bieten keine Alternative zur vorherrschenden Politik.

Da auch die Grünen als Opposition ausfallen, die FDP nur noch ihre paar Hansels in Brüssel unterbringen möchten (wie übrigens die LINKE auch), verbleibt dem Wähler nur noch, die Wahlbenachrichtigung zu verbrennen, um so sein Unbehagen über die deutsche Politik zu artikulieren.

Auch wenn dies wenig nutzt, denn es gibt keine Untergrenze im deutschen Wahlrecht, würden sich die etablierten Parteien - selbst mit 10%-Wahlbeteiligung - noch als Stimme und Gewissen Deutschlands aufplustern. Die Anzahl der Abgeordneten würde sich daher auch bei einer solch theoretischen Wahlbeteiligung erhöhen...wie dies seit Jahren der Fall ist. Leider ersetzt die Quantität nicht die Qualität des 'Hohen Hauses'.

Neoliberale Parteien, wie die 'Christlichen', vertreten aber zunehmend die Positionen der Globalkapitalisten, welche sich 'die Erde untertan' machen möchten, und lieber Verschmutzungszertifikate handeln, als eine Alternative zum Konsumirrsinn zu entwickeln. Das Ende der modernen Welt durch diese Politik der Ausbeutung, findet kaum noch ein Echo in den Parteien....!

Die Maslow'-Pyramide der Deutschen ist nur noch vom Ende gesehen, während die Grundbedürfnisse wie die Sicherheit, schlicht abgeschnitten sind. Die Entwicklung der individuellen Freiheit dagegen, ist dominant und weiß nicht um die notwendige Basis.

Keine Partei bildet momentan die Wünsche und Nöte der Deutschen ab. Es hilft wenig zu wissen, dass die nächste Koalition, zwischen Grün und Schwarz, die SPD zwingt, sich neu aufzustellen. Als Opposition hat sie keine Lust, und wird sich 'irgendwie' in diese neue Koalition hineinquetschen. So verbleibt der, mit Sicherheit im nächsten BT vertretenen AfD, die Rolle als Opposition, welche sie aber zunehmend eintauscht gegen Posten und Pöstchen innerhalb des Berliner-/Brüsseler Parlamentarismus.

Wir werden weitere, bleierne Jahre verbringen müssen, ehe der Merkelismus überwunden ist. Ob das Hohe Haus bei wichtigen Abstimmungen noch einmal voll besetzt sein wird, ob die Lobbyisten zurück gedrängt werden können, ob Politik noch einmal für die Wähler (und nicht für Interessen) gemacht werden kann, all dies steht auf dem weißen Blatt der Zukunft.

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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Marek1964 am Do Dez 22, 2016 9:00 pm

Herzlich willkommen zurück hier, Gontscharow. alien

Die Schubladisierung AfD = Nazi ist eigentlich skandalös. Ich habe mir selbst vor Jahren eine Regel aufgestellt: Was Nazi-Vergleiche anbelangt, es so zu halten wie im Strassenverkehr: Im Zweifel nie. Aber diese Regel befolgen vor allem viele Linke, auch Moslems, nicht.

Da soll sich da niemand wundern, dass in Deutschland die politische Kultur verroht, aber da sind die etablierten politischen Parteien die letzten, die klagen sollen.

Die Gleichsetzung AfD = NSDAP ist historisch unhaltbar und sinnlos. Dagegen ist die Zurodnung der Verantwortung der Attentate und Morde in Richtung Merkel ja noch richtig fundiert.

Dass die AfD weniger Programm hätte als die CDU, SPD oder andere würde ich auch bezweifeln. Merkel hat keine Linie, das einzige, was sie will, ist an der Macht bleiben, programmatische sehe ich da nichts.


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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von marylinjackson am Fr Dez 23, 2016 11:15 am

Es wird leider noch schlimmer kommen, ehe alle begreifen, dass die halbe Million der sich bei uns illegal Aufhaltenden das Ergebnis einer katastrophalen Politik ist. Sie werden wir nicht mehr los.
Unruhen, Unsicherheit und Ängste werden durch Sprüche wie "Wir schaffen das" nicht weg geredet.
Die EU wird bestimmt zerfallen, daran ist auch die gewählte CDU mit Merkel schuld.
Was dann kommt, müssen meine Enkel und Urenkel ausbaden, ich nicht mehr.
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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Gontscharow am Fr Dez 23, 2016 2:45 pm

Ja, wahrscheinlich dauert es noch einige Anschläge, bis die Mehrheit der Bevölkerung Merkel loswerden will, koste es was es wolle. Bis sie so unpopulär wird wie Hollande in Frankreich, der e nicht einmal wagt, noch einmal zur Wahl anzutreten. Die Deutschen und die Schweden sind erstaunlich geduldige Völker !
Und ziemlich brav, da sie sich widerstandslos von ihren Regierungen brainwashen lassen....aber irgendwann werden auch die letzten erkennen, daß der Kaiser nackt ist.
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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Klartext am Mo Feb 13, 2017 4:23 pm

Björn Höcke steht vor dem Parteiausschussverfahren:

http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/afd-bundesvorstand-beschliesst-parteiausschlussverfahren-gegen-hoecke-2-a2047544.html

Die Rede zur Kehrtwende der Erinnerungspolitik war offenbar zuviel.

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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von marylinjackson am Mo Feb 13, 2017 6:07 pm

Höckes "dämliche Bewältigungspolitik" und die "180 Grad- Wende" sind Äußerungen, die nicht zu dem AfD Konzept passen.
Übrigens, seit Höcke in einer Talk-Show ein  Schwarz-Rot-Goldenes Fähnlein auf den Tisch stellte, wundere ich mich nicht mehr über ihn.
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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von marylinjackson am Mo Feb 13, 2017 6:27 pm

Gontscharows Prognose im Dezember, wie sich die Flüchtlingspolitik auch in Schweden auswirken wird, konnte man heute  im Deutschlandfunk in Informationen am Morgen hören:

--...inzwischen herrschen Gangs in Malmö, dem schwedischen "Chikago"...

http://www.deutschlandfunk.de/informationen-am-morgen.1764.de.html
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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Marek1964 am Mo Feb 13, 2017 10:37 pm

marylinjackson schrieb:Höckes "dämliche Bewältigungspolitik" und die "180 Grad- Wende" sind Äußerungen, die nicht zu dem AfD Konzept passen.
Übrigens, seit Höcke in einer Talk-Show ein  Schwarz-Rot-Goldenes Fähnlein auf den Tisch stellte, wundere ich mich nicht mehr über ihn.

Es sind ja leider schon so manche AfD Politiker mit unnötigen Äusserungen zu der Nazi Zeit aufgefallen - völlig unnötig, das zu thematiesieren. Wenn man Höcke ausschliesst, wird das vielleicht ein paar Stimmen kosten, die zur NPD abwandern, aber man kann vielleicht wieder mehr Stimmen von mitte rechts bekommen.

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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Marek1964 am Di Feb 14, 2017 11:39 pm

Hm, Jörg Meuthen, den ich eigentlich schätze, Chef der Afd Bawü, ist Gegner des Ausschlussverfahrens - eine Abmahnung hätte genügt. Hier seine Äusserungen: https://www.youtube.com/watch?v=oXTVnFhKpms

Und auch Alexander Gauland spricht sich dagegen aus und erinnert an das gescheiterte Ausschulssverfahren der SPD gegen Thilo Sarrazin. Er ist auch kritisch gegenüber Höckes Äusserungen, wie auch Meuthen, aber hält ein Ausschlussverfahren für juristisch nicht aussichtsreich.

https://www.youtube.com/watch?v=NzDUVB-qTmA


Zuletzt von Marek1964 am Do Aug 17, 2017 5:52 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Marek1964 am Mo Jun 19, 2017 2:10 am

Ein Publikation, die vor kurzem erschienen ist, ist das Buch vom Theologen Andreas Malessa, mit dem Titel "Als Christ die AfD wählen?". Im Tenor eher kritisch, aber doch wohltuend obejktiver und nicht so aufdringlich wie Margot Kaesmanns Äusserung, man sehe bei den Forderungen Ähnlichkeiten mit dem Arierparagraphen der Nazis und die braune Gesinnung.

Eine Buchbesprechung folgt noch.

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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Marek1964 am Mi Aug 16, 2017 11:54 pm

Die Afd Nürnber geriet in die Schlagzeilen, da Sie das Matterhorn für einen Tweet verwendet hat. Prompt reagiert die Mainstreampresse mit Hohn. Aber ich als Schweizer fühle mich nicht beleidigt, Grossdeutsche Träume sehe ich nicht dahinter. Im Gegenteil.

Die AfD sieht die Schweiz als Vorbild. Der ihr nahestehende Jurist Steinhoefel bezeichnete die Schweizer Zeitungen als "unser heutiges Westfernsehen". Direkte Demokratie - Horror für die Kuchenverteiler und Volksignorierer in Berlin.

Die Schweiz hat auch eine recht bessere Immigrationspolitik, wenn auch nicht optimal. Aber man kann das an einer Sache ablesen: Während die Türken in Deutschland zu zwei Dritteln für Erdogans Ermächtigungsgesetz gestimmt haben, war das in der Schweiz genau umgekehrt. In den USA übrigens 89% gegen Erdogan. Noch am überlegen, ob Deutschland ein Einwanderungsgesetz braucht?

Ich beobachte die politische Entwicklung in Deutschland mit Sorge. Die AfD ist jedenfalls ein wichtiger Bestandteil der Demokratie und Vernunft in Deutschland - und ist des Rütlischwurs würdig. Der Rest Deutschlands ist versinkt weiter in der Verteufelung einer Partei und der weiteren Konzeptlosigkeit und dem Ignorieren von graviereden Problemen, einige Ausnahmen mag es geben (Palmer, Kretschmann).

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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Ceres am Do Aug 17, 2017 3:52 pm

Nee.. die AfD würde ich nicht wählen, werde ich auch nicht; aber ich stehe echt auf dem Schlauch, welche Partei man überhaupt noch wählen sollte. Man hat ja fast keine Wahl...

Auch ich beobachte die politische Lage hier in DE mit großer Sorge... Sad
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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Marek1964 am Fr Aug 18, 2017 12:01 am

Ceres schrieb:Nee.. die AfD würde ich nicht wählen, werde ich auch nicht; aber ich stehe echt auf dem Schlauch, welche Partei man überhaupt noch wählen sollte. Man hat ja fast keine Wahl...

Auch ich beobachte die politische Lage hier in DE mit großer Sorge... Sad

Ich sehe das als eine Notwendigkeit, dass eine echte Opposition in den Bundestag kommt - dass ein Ludger Sauerborn, Gründungsmitglied der Grünen Partei 1980 oder wann das war, die AfD unterstützt, belegt das.

https://www.youtube.com/watch?v=Wc8QajW8UKg

Sehe es so: Als 1980 Franz Josef Strauss als Kanzler kandidiert hat, hat das viele liberaler gesinnte CDU Wähler bewogen, lieber die FDP zu wählen. Diese gewann so an Gewicht und konnte dann 1982 den Sturz von Helmut Schmidt bewirken - was aus heutiger Sicht wohl eher falsch war, aber das tut nichts zur Sache, dass Demokratie immer ein dynamisches Gleichgewicht bedeutet.

Eine Stärkung der AfD kann schon in der nächsten Legislaturperiode eine Rückbesinnung in der CDU/CSU bewirken - und den Sturz der unsäglichen Angela Merkel. Eine Koalition zwischen CDU/CSU, FDP und AfD könnte zu einer realistischen Politik führen.

Linke, unrealistische Politik ist heute massiv überrepräsentiert. In einer Koalition mit der CDU/CSU und der FDP hätten Vertreter vom rechten Rand der AfD keine Chance - wohl aber die, wie ich meine, kompetenten Jürg Meuthen und Alice Weidel - beide Wirtschaftswissenschafter und gemässig, aber in Wirtschaftsfragen viel kompetenter als Merkel.

Eine Stimme der CDU aber leider auch CSU bedeutet Unterstützung des prinzipienlosen Weiterwurschtelns.

Ausserdem gibt es zur Forderung nach Elementen der direkten Demokratie überhaupt nichts zu sagen. Und das vertritt nur die AfD. Es wäre, erneut im Sinne eines dynamischen Gleichgewichtes, ein Korrekturelement für die unsägliche Parteien-und Pöstchenwirtschaft. Und das Klima der moralischen Überheblichkeit.

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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Ceres am Fr Aug 18, 2017 2:34 pm

hier mal was zum Wahlkampf Angela Merkel in Sachsen:

https://www.youtube.com/watch?v=qeQnHaeZyHU

noch eines:

https://www.youtube.com/watch?v=DUrxwwdf-ZY
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Welche politische Ausrichtung hat die AfD?

Beitrag von Lux:-? am Sa Aug 19, 2017 3:08 am

Ich kann mich noch gut an eine Zeit ohne AfD erinnern, als die kleine FDP zwischen originärem politisch-bürgerlichem (Ordo-) und langsam übergewichtig werdendem Wirtschafts-(Neo-)Liberalismus hinundher schwankte. Damals rief eine Gruppe Studenten ihre Kommilitonen dazu auf, massenhaft in die FDP einzutreten, um so Einfluss auf ihren politischen Kurs zu nehmen. Dazu kam es bekanntlich nicht. Dafür gründete der harte Kern der Neoliberalen in der FDP unter Ex-BDI-Chef H-O.Henkel und Prof Lucke eine neue Partei, die sich als neoliberale Speerspitze im Kampf um die politische Macht verstand und angeblich eine gegen Merkelsche Alternativlosigkeit gerichtete Alternative für Deutschland sein wollte. Man musste sich allerdings schon damals fragen, für welches Deutschland?
Und genau dieser AfD ist dann passiert, was einst (unter anderem Vorzeichen!) für die FDP vorgesehen war. Bestimmte Teile ihres Programms kamen besonders gut bei Unzufriedenen, Nationalisten und Rechtskonservativen an, woran bestimmte Medien mit ihrer tendenziösen und einseitig verzerrten Berichterstattung durchaus ihren Anteil haben. Deren Einfluss wuchs ständig, so dass die Partei letztlich von diesen Kräften übernommen wurde. Die Gründer dümpeln seit ihrem Austritt mit ihrer ALFA (jetzt LKR) unter Ferner liefen im Wattenmeer der Politik, aber natürlich weiterhin im Fahrwasser der sog. INSM, die mitnichten sozial ist, und ihrer ThinkTanks und Indoktrinationsmedien.
Die AfD hatte erst durch diese nationalistisch-rechtskonservative Übernahme den Erfolg als Sammelbecken unzufriedener Bürger, besonders aus prekären Lebensverhältnissen (das sog Prekariat), Teilen des Proletariats, kleinbürgerlichen (Mittel-)Schichten und ultrarechten Sammelbecken. Also im Grunde genommen (fast) quer durch die Bevölkerung - ein wesentliches Kriterium für eine Volkspartei (neben Mitglieder- und Wählerzahl). Das war ihre Mutter wider Willen, die FDP, nie! Nur kennen die meisten ihrer Wähler wohl nur einige populäre Forderungen, nicht aber das ganze Programm der AfD, das immer noch deutlich neokonservativ* ausgerichtet ist, also die oberen und reichsten 1-10% der Gesellschaft bevorzugt (das Erbe der Lucke-Henkel-AfD). Sie hat also wie weiland die NSDAP das Zeug zu einer sich massenwirksam volkstümlich gebenden Bonzenpartei, die mit den Willigen der mehr oder weniger geheimen wirklichen Herren des Staates letztlich gemeinsame Sache machen würde, zumal diese enge Verbindung zwischen Politik, Konzern- und Medieneignern, sowie Topmanagern der Finanz- und Realwirtschaft bereits heute existiert. Die AfD wird so zur politischen Führungsreserve (je nach Massenbasis) und echten Herrschaftsalternative. Denn, wenn's mit Elitärfaschismus nicht klappt, wird gern erneut auf braune Horden gesetzt, obwohl letztere heutzutage durch ihre bloße Existenz vornehmlich zum Ausgrenzen missliebiger Andersdenkender dienen. Vorteil: Man muss mit Parias nicht mehr reden, und wer das tut, ist sicher selber einer von denen.
Folglich schwebt die AfD z.Z. immer noch etwas zwischen Baum und Borke, denn sie bedient noch die Klientel ihrer Gründer, versucht aber eine Massenbasis zu erlangen, wozu dieser Teil ihres Programms nicht zu augenfällig werden darf. Wir werden sehen, wo das endlich hinführt. Beides geht nur mit geschickter Indoktrination oder Ablenkung durch Betonung der prekären Sicherheitslage. Eine geschickte AfD-Führung wäre dabei gut beraten, eine potenzielle Koalitionsfähigkeit mit konservativen Volksparteien, deren rechtskonservative Kreise zunehmend erstarken (vgl CSU, die so ihren Volksparteistatus zurückgewinnen konnte) zu bewahren. Denn trotz Liebäugeln der CDU mit den Grünen, die immer schon eine bürgerliche Partei waren (erst links-, jetzt eher rechtsliberal), sich aber in einer Sinnkrise befinden, weil ihr die Wähler (und auch Mitglieder) unter der Realo-Herrschaft weglaufen, wäre die z.Z. vehement abgelehnte Koalition mit der AfD wohl die perspektivisch sicherere Alternative. Es bleibt also abzuwarten, ob sich die AfD unter dem Druck bestimmter Kreise doch weiter nach rechts lehnt oder nicht. Im ersteren Fall würde sie vorerst (und möglicherweise auch auf Dauer) nur als Stigmatisierungspotenzial für politisch Missliebige dienen können.
Leider ist die sog Sozialdemokratisierung der CDU nur ein (erfolgreicher) Propagandacoup (da war sie 1947 mit dem Ahlener Programm schon mal weiter), der neben falscher Politik (konservativer Seeheimer) zum Niedergang der SPD beigetragen hat. Die kleine FDP hat immer versucht, ihre Klientel zu bedienen, die große SPD hatte das als Volkspartei wohl nicht nötig; ihre konservativen Kreise wollten schon immer ganz oben mitspielen (Kriegskredite 1914 und um 2000 der Genosse der Bosse!) und haben so ihre eigentliche Klientel und noch einige darüber hinaus verprellt.
Bliebe allein Die Linke als echte Alternative, wobei auch hier besorgt Erosion festgestellt werden muss. Pseudolinke Kreise versuchen zunehmend Einfluss zu gewinnen, was sich u.a. in einer Meinungs- und Handelnsspaltung von Fraktionsvorsitz und Parteivorstand ausdrückt. Hinzu kommt, dass eine Bündnispolitik, bei der man nahezu alles mitträgt, was ein größerer Koalitionspartner will, eigene Identität und Glaubwürdigkeit gefährdet. Aber auch eine radikale Opposition verdammt letztlich zu Macht- und damit Bedeutungslosigkeit. Bei einigen Entwicklungen kann man sich auch des Verdachts (möglicherweise ungewollt-unwissend) fremdgesteuerter Unterwanderung nicht erwehren...
In diesem Sinne Aufpassen (Tucholsky gilt auch heute: Merkt ihr nischt?!) und Gut Wahl!
* Neoliberal ist ein Schwindeletikett, denn mit politisch-demokratischer Liberalität hat das nichts zu tun. In den USA nennt man solche Leute Neocons (Neokonservative), denn sie vertreten elitäre und potenziell antidemokratische Macht- und Herrschaftsansprüche.

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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Marek1964 am Sa Aug 19, 2017 10:36 pm

Das Erstarken der "rechtskonservativen" ist relativ, denn weder die CDU noch ihr Bettvorleger, die CSU, sind rechte, noch nicht einmal rechtsliberale Parteien mehr.

Die AfD halte ich auch deshalb für die beste Alternative, da mit Alice Weidel und Jürg Meuthen zwei sehr gute Ökonomen im Vorstand sind. Der Euro wird vermutlich schon in der nächsten Legislaturperiode zusammenbrechen - dann kommt es zu einer brutalen Rezession. Denn man redet ja gerne von den guten Wirtschaftszahlen. Aber das ist alles Camouflage.

Die personell ausgebrannte Merkel-CDU hat niemanden, der was von Wirtschaft versteht, die SPD oder die Grünen schon gar nicht.

Die AfD ist auch nicht so asozial, wie immer gesagt wird. Es soll das Konzept der negativen Einkommssteuer eingeführt werden - um immer einen Anreiz für Arbeit zu bieten.

Moschusochse hat heute auf ein sehr gutes Buch aufmerksam gemacht, von Markus Krall, der Draghi Crash. Habe einige Rezensionen und ein Interview gelesen - das wird heiss die nächsten vier Jahre.

Bisher gibt es keine Alternative zur freien Marktwirtschaft - genannt auch Kapitalismus, interessant, das vor allem Gegner letzteren Begriff verwenden.

Das heisst aber nicht, dass grosse Fehler gemacht werden. Gerade die grossen Krisen, ob Hyperinflation 1923, die Weltwirtschaftskrise nach 1929, aber auch jetzt die Eurokrise, sind zu hohem Teil der Unkenntnis der Politik über die Wirtschaft einerseits, andererseits Illusionen und Realitätsverweigerung geschuldet.

Ich bleibe dabei - die AfD muss soviele Stimmen wir möglich bekommen.

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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Gontscharow am Di Aug 22, 2017 11:35 am

Marek, du bist dir klar, daß nur deine tschechische Nationalität und dein Wohnort, dich davor schützen, jetzt "Nazi" genannt zu werden,oder ?
Übrigens steht die AfD bei aktuellen Umfragen bundesweit bei 7%, was bedeutet daß rund 90 % der Bundesbürger mit Merkel & co. einverstanden sind.
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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Marek1964 am Di Aug 22, 2017 12:04 pm

Gontscharow schrieb:Marek, du bist dir klar, daß nur deine tschechische Nationalität und dein Wohnort, dich davor schützen, jetzt "Nazi" genannt zu werden,oder ?

In diesem Forum denke ich eher, dass es meine Admin Funktion ist - aber Linke weichen einer Diskussion mit mir generell aus, es haben sich hier schon einige zurückgezogen und viele wohl gar nicht erst registriert oder aktiv geworden.

In anderen Foren wurde mir aber auch schon "braune Hetze" vorgeworfen.


Gontscharow schrieb:Übrigens steht die AfD bei aktuellen Umfragen bundesweit bei 7%, was bedeutet daß rund 90 % der Bundesbürger mit Merkel & co. einverstanden sind.

Die aktuellste Umfrage spricht von 10%, http://www.wahlrecht.de/umfragen/, dass Umfragen auch täuschen können, hat man beim Brexit oder der Trump Wahl gesehen, hier einige Ausführungen dazu: http://geschichte-forum.forums.ag/t1000-uber-den-sinn-unsinn-und-die-zuverlassigkeit-von-umfragen-va-us-prasidentschaftswahlen-aber-auch-sonst

Dass der Rest der Bundesbürger einverstanden wäre, ist allerdings zuviel gesagt. Eher ist es so, dass man sie als das geringere Übel sieht (was bei mir allerdings analog eben die AfD ist) - oder die Leute werden wieder zu Nicht-Wählern, was ich eigentlich auch falsch finde.

Viele Leute haben sich durch die Mainstreampresse, durch das teilweise Ignorieren, teilweise diffamieren der AfD abschrecken lassen, natürlich haben die Streitereien aber auch die Entgleisungen einzelner Mitglieder - xfach verstärkt durch die Mainstreammedien - auch dazu beigetragen.

Aber den Einzug in den Bundestag werden sie schaffen und so sich besser in Szene setzen können als bisher. Ich hoffe auch, dass die Partei reifen wird.

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AfD und Ökonomie

Beitrag von Lux:-? am Mi Aug 23, 2017 5:17 am

Ich hatte ja bereits etwas zum Programm der AfD geschrieben. Inwiefern kann man daraus schlussfolgern, dass es sich bei A.Weidel und J.Meuthen um sehr gute Ökonomen handelt, Marek? Sie folgen doch in ihren Grundansichten dem ökonomischen Mainstream, genauso wie 4 der 5 sog. Wirtschaftsweisen, die jetzt in der FAZ auf den kürzlichen Artikel des 5. derart geantwortet haben, dass sie ihm die wissenschaftliche Reputation absprachen (vgl diesen Kommentar mit weiterführenden Links). So etwas macht man lt. Schopenhauer, wenn man keine Sachargumente hat! Für mich zeigen jedenfalls P.Bofinger, H.Flassbeck und auch S.Wagenknecht mehr ökonomischen Sachverstand als die anderen 4 "Weisen" und viele Mitglieder der F.v.Hayek-Gesellschaft und andere vermeintlich gute Ökonomen (inkl. Deiner Favoriten), deren ökonomische Ansichten und Modelle in praxi längst gescheitert sind. Aber nichtsdestotrotz bieten sie immer wieder alte untaugliche Rezepte an, ganz nach dem Motto Augen zu und durch.

Frau Weidel sollte auf Grund ihres stipendierten China-Aufenthalts eigentlich wissen, wie eine erfolgreiche Volkswirtschaft aussieht und wie das erreicht werden kann. Und was soll ich von einem 'Ökonomen' halten, der bekennender fundamentaler Christ mit Nähe zu evangelikalen Kreisen und ihrer wörtlichen Bibelauffassung ist?! Die dt. Wikipedia charakterisiert ihn als Abenteurer und Karrieristen. Die Forderungen dieser beiden "sehr guten Ökonomen" lassen mir als Absolvent einer ökonomischen Studienrichtung jedenfalls die Haare zu Berge stehen! Wissenschaftlichkeit wird hier durch geradezu mittelalterlichen Dogmatismus ersetzt!
Aber zurück zur AfD; wie würdest Du denn diese beiden Wahllosungen verstehen bzw kommentieren, 1. Hol Dir Dein Land zurück! und 2. Unser Land, unsere Regeln? Die habe ich nicht auf der AfD-WebSite gefunden, aber auf Wahlplakaten an Laternenmasten bei uns. Sie erinnerten mich fatal an ähnliche der NPD bei zurückliegenden Wahlen.

Mein Kommentar dazu:
1. Von wem soll ich mein Land zurückholen? Von der Regierung, den im Parlament vertretenen Parteien oder irgendwelchen geheimen Mächten im Hintergrund? Ist das überhaupt möglich in einer repräsentativen Demokratie, in der die Abgeordneten nur ihrem Gewissen, was immer das auch sein mag, aber offensichtlich nicht ihren Wählern oder gar dem Volk als Ganzes verpflichtet sind? Und wenn die AfD an der Regierung beteiligt wäre, was würde sich dann an der Grundausrichtung Deutschlands ändern? Zurück zum Klein-Europa nationalistischer Kleinstaaten ala Ungarn oder Polen? Damit wäre der Traum einer Wirtschaftsmacht Europa mit politischem Gewicht in der Welt von Heute wohl endgültig ausgeträumt, de facto ist er das ja jetzt schon fast, nur will es die offizielle Politik nicht wahr haben.
Oder meint die AfD gar eine unterschwellig behauptete Übernahme durch fremdländische, zu großen Teilen muslimische Defacto-Einwanderer? Dem stünde allerdings die Statistik und die deutliche Einflusslosigkeit dieser Leute entgegen. Folglich müsste man das in diesem Fall als Ablenkungsmanöver zugunsten und zur Verschleierung der wirklichen Machtverhältnisse verstehen.

2. Wirklich unser Land und unsere Regeln? Wer macht die denn und wer hat die Macht? Oder ist nur wiedermal die Überfremdung durch andere Kulturen und eine generelle Anpassungsunwilligkeit von Asylsuchenden gemeint? Wie angepasst waren denn einst Immigranten in die USA und erst recht spätere Emigranten aus Verfolgungsgründen in den Ländern, die sie aufnahmen? Und dann träfe die Bildung von unangepassten Subkulturen wohl doch eher auf die zu, die schon seit Jahrzehnten in Deutschland leben und ganz offiziell als sog. Gastarbeiter gekommen sind. Und natürlich die Flüchtlinge aus einem nahezu 50 Jahre alten Bürgerkrieg, die sich hier schon lange eingerichtet haben und kriminelle Großfamilien ala Mafia bilden. Und genauso (mehr oder weniger) offiziell sind wohl auch viele Nordafrikaner gekommen, unter denen wohl besonders Marokkaner anfällig für die ISIS-Ideologen sind (warum wohl; reicht ihnen das strenge Regime ihrer Heimat nicht, dass sie sich nach einem noch strengeren sehnen?).

3. Auch die AfD-Plakate zur Flüchtlingsproblematik verkürzen unzulässig. Die Fluchtursachen werden nicht hinterfragt und an denen trägt der Weltgendarm und seine Vasallen die Hauptschuld! Da sprechen die Wahlplakate der ebenfalls umstrittenen (rechtsverdächtigen) Kleinpartei DM (Deutsche Mitte) eine deutlichere Sprache, denn sie fordern etwas überaus Wichtiges - eine aktive Friedenspolitik, um so Flüchtlingsströme zu reduzieren oder gar zu vermeiden.

Wer das alles nicht sehen will oder kann und Propaganda folgt, statt Zusammenhänge zu verstehen versucht, muss sich womöglich eines Tages fragen lassen, was er für den Erhalt bzw die Durchsetzung wahrer Demokratie getan oder eben nicht getan hat. Kurt Tucholskys berechtigte Warnung wurde einst ja auch in den Wind geschlagen, obwohl die Ziele der damaligen Möchtegern-Imperialen ja sogar in Buchform vorlagen! Heute sollte man wenigstens die Wahl- und Parteiprogramme lesen und auch deren Konsequenzen begreifen! Und wenn Du das jetzt auch wieder für arrogant hältst (wie im "Antideutsch") tut's mir leid, aber nicht meine Generation wird in 1.Linie die Folgen falscher Entscheidungen tragen, sondern wohl eher die Deine und die unserer Kinder...

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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Klartext am Fr Sep 01, 2017 2:49 am

Gerade wird Alexander Gauland von der AfD hart kritisiert dafür, dass er die Desintegrationsministering Aydan Özoguz, deren Brüder eine Islamisten Webseite betreiben, nach Ostanatolien entsorgen wollte.

Ein pensionierter Richter wollte das als Volksverhetzung verklagen ¨.

In der Sendung von Plasberg, "hart aber fair" wurde er angeklagt, auch die Kanzlerin nannte das unannehmbar. Unannehbar?

Der kluge Henryk M. Broder zeigt, wie oft Politiker ihre Gegner "entsorgen" wollten: http://www.achgut.com/artikel/die_entsorgte_nation

Ausdrücke, die andere schon oft verwendet hatten, aber nie beanstandet wurden - werden bei der AfD wird es als Volksverhetzung gewertet.

Aber Beleidigungen an die AfD sind offenbar legitim, genauso wie das Herunterreissen von Plakaten, Anschlägen an Eigentum von AfD Mitgliedern, einer Hexenjagd gegen Unternehmen, die der AfD Räume vermieten, gipfelnd im Verdacht von Wahlbetrug.

Und das einer Partei, die ich als eine Partei der Mitte bezeichnen würde.

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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von marylinjackson am Fr Sep 01, 2017 4:44 pm

Die AfD ist wählbar und nicht extrem, denn die Wähler repräsentieren die Mitte und sind keinesfalls dumpf oder sollten als "Müllhaufen der Geschichte" entsorgt werden.
Beschimpfungen, wie Rattenfänger (Merkel), Rassisten, Nazis, Fremdenhasser..., richten sich gegen die mögliche Wählerschaft der AfD, die nun betroffen schweigt, weil sie sich in die Ecke gestellt fühlt. Das wäre schade, wenn sie überhaupt nicht zur Wahl gingen.
Viele Wähler sind überzeugt, dass sie ohne Einflussnahme und nur als Zuschauer die Merkel-Politik begleiten können.
Die Jungen haben es in der Hand, die richtige Partei zu wählen, denn die Alten, die Deutschland wieder aufgebaut hatten, um ihren Kindern eine friedliche und sorgenfreie Zukunft bieten zu können, gehen jetzt kaum noch zur Wahl.
Sollen die Jüngeren für alle Migranten, die noch immer mit unbekannter Identität in Massen kommen, für Unterhalt, Unterkunft, Ausbildung und medizinische Versorgung sorgen. Zusammen mit der mittleren Generation werden die Jüngeren immer länger arbeiten, weil deren Rente sowieso nicht reicht und die Staatsbeamten mit ihren satten Ruhegehältern das auch nicht ändern wollen.

Falls es überhaupt in 30 Jahren noch Arbeitsplätze gibt.
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