AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Klartext am Fr Nov 18, 2016 3:15 pm

Hier ein weiteres Mitglied, das von der SPD zur AfD gewechselt ist, Martina Böswald aus Baden-Württemberg: https://www.youtube.com/watch?v=E0hzp-DMogE


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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Marek1964 am So Dez 04, 2016 2:20 pm

Hier noch ein Hinweis auf einen älteren Thread - anlässlich des Rücktritts von Henkel, damals Vize, heute Kritiker. Trotzdem interessant zu lesen, nur eineinhalb Jahre her, und trotzdem von der Entwicklung überrollt, zumindest einige der Posts, die den Erfolg der AfD nicht erwartet hatten.

http://geschichte-forum.forums.ag/t372p50-henkel-tritt-als-afd-vize-zuruck#10874

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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von marylinjackson am So Dez 04, 2016 2:53 pm

Nach einem längeren Aufenthalt in Indonesien, in dem jetzt ständig in Jakarta gegen den dortigen christlichen Gouverneur wegen Blasphemie demonstriert wird, fühle ich mich in Deutschland als Bürger von bestimmten linken Gruppierungen in den Medien ebenso gehetzt und bekämpft. Eine andere Meinung als die von Etablierten zu haben ist jetzt sehr gefährlich für diejenigen, die irgendwas mit der AfD zu tun haben. Daher reden sie kaum noch mit Freunden , Nachbarn oder den Verwandten darüber. Brandsätze, Autoreifenstechereien sind in einigen Gegenden fast pogromartig auf Anhänger von Pegida und AfD üblich. Namen und Adressen der Opfer kann man unter indymedia linksunten lesen.
In der DDR gab es keine  "68-er", von denen hier oft die Rede ist. Als Student verlor man dort sein Recht, das Studium zu beenden, weil man als Klassenfeind als unwürdig eingestuft wurde.
Ähnliches passiert jetzt.
Die Situation in Deutschland ist nicht beruhigend und ähnelt einem Messie-Staat, in dem man sich nicht mehr zurecht findet.
Die Übersicht der Etablierten mit allen Unwägbarkeiten der Flüchtlingspolitik ist verloren gegangen, eine neue Partei kann erst mal nur sichten und sortieren. Das braucht Zeit.

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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Gontscharow am Do Dez 22, 2016 3:53 pm

marylinjackson - ich weiß genau, was du meinst. Ich war bis vor einigen Jahren linksliberal eingestellt, dann war ich Nichtwähler und in diesem Jahr - infolge der Kölner Silvesterereignisse und vor allem den Reaktionen meiner Landesregierung darauf, habe ich ich dazu durchgerungen, AfD zu wählen. Und zwar einzig allein wegen Merkels katastrophal gescheiterter Flüchtlingspolitik und ihrer Weigerung, ebendies einzugestehen und zu korrigieren.
Für meine linken Freunde reicht das bereits, um mich in die Naziecke zu stellen.
Es ist reichlich absurd. Aber nicht nur in D ist man derart bekloppt, in Schweden herrschte bislang das gleiche gesellschaftliche Klima. Ich denke aber, daß es sich jetzt ändern wird.
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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von van Kessel am Do Dez 22, 2016 5:25 pm

Es ist offenkundig, dass die regierenden Parteien, ihre Möglichkeiten der Desinformation nutzen, die (Rest)-Opposition in Deutschland zu diskreditieren. So kapriziert sich die abtrünnige SPD auf den Feind AfD, und lässt die Linke dafür ungeschoren.

Für die Wähler ist es leider umsonst, denn auch eine AfD ist keine Alternative für Deutschland, da diese Partei - außer einer allseits bekannten - Abneigung gegen die Regierungspolitik, nichts sonst 'auf der Pfanne hat'. Sie haben schlicht kein Programm und bieten keine Alternative zur vorherrschenden Politik.

Da auch die Grünen als Opposition ausfallen, die FDP nur noch ihre paar Hansels in Brüssel unterbringen möchten (wie übrigens die LINKE auch), verbleibt dem Wähler nur noch, die Wahlbenachrichtigung zu verbrennen, um so sein Unbehagen über die deutsche Politik zu artikulieren.

Auch wenn dies wenig nutzt, denn es gibt keine Untergrenze im deutschen Wahlrecht, würden sich die etablierten Parteien - selbst mit 10%-Wahlbeteiligung - noch als Stimme und Gewissen Deutschlands aufplustern. Die Anzahl der Abgeordneten würde sich daher auch bei einer solch theoretischen Wahlbeteiligung erhöhen...wie dies seit Jahren der Fall ist. Leider ersetzt die Quantität nicht die Qualität des 'Hohen Hauses'.

Neoliberale Parteien, wie die 'Christlichen', vertreten aber zunehmend die Positionen der Globalkapitalisten, welche sich 'die Erde untertan' machen möchten, und lieber Verschmutzungszertifikate handeln, als eine Alternative zum Konsumirrsinn zu entwickeln. Das Ende der modernen Welt durch diese Politik der Ausbeutung, findet kaum noch ein Echo in den Parteien....!

Die Maslow'-Pyramide der Deutschen ist nur noch vom Ende gesehen, während die Grundbedürfnisse wie die Sicherheit, schlicht abgeschnitten sind. Die Entwicklung der individuellen Freiheit dagegen, ist dominant und weiß nicht um die notwendige Basis.

Keine Partei bildet momentan die Wünsche und Nöte der Deutschen ab. Es hilft wenig zu wissen, dass die nächste Koalition, zwischen Grün und Schwarz, die SPD zwingt, sich neu aufzustellen. Als Opposition hat sie keine Lust, und wird sich 'irgendwie' in diese neue Koalition hineinquetschen. So verbleibt der, mit Sicherheit im nächsten BT vertretenen AfD, die Rolle als Opposition, welche sie aber zunehmend eintauscht gegen Posten und Pöstchen innerhalb des Berliner-/Brüsseler Parlamentarismus.

Wir werden weitere, bleierne Jahre verbringen müssen, ehe der Merkelismus überwunden ist. Ob das Hohe Haus bei wichtigen Abstimmungen noch einmal voll besetzt sein wird, ob die Lobbyisten zurück gedrängt werden können, ob Politik noch einmal für die Wähler (und nicht für Interessen) gemacht werden kann, all dies steht auf dem weißen Blatt der Zukunft.

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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Marek1964 am Do Dez 22, 2016 9:00 pm

Herzlich willkommen zurück hier, Gontscharow. alien

Die Schubladisierung AfD = Nazi ist eigentlich skandalös. Ich habe mir selbst vor Jahren eine Regel aufgestellt: Was Nazi-Vergleiche anbelangt, es so zu halten wie im Strassenverkehr: Im Zweifel nie. Aber diese Regel befolgen vor allem viele Linke, auch Moslems, nicht.

Da soll sich da niemand wundern, dass in Deutschland die politische Kultur verroht, aber da sind die etablierten politischen Parteien die letzten, die klagen sollen.

Die Gleichsetzung AfD = NSDAP ist historisch unhaltbar und sinnlos. Dagegen ist die Zurodnung der Verantwortung der Attentate und Morde in Richtung Merkel ja noch richtig fundiert.

Dass die AfD weniger Programm hätte als die CDU, SPD oder andere würde ich auch bezweifeln. Merkel hat keine Linie, das einzige, was sie will, ist an der Macht bleiben, programmatische sehe ich da nichts.


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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von marylinjackson am Fr Dez 23, 2016 11:15 am

Es wird leider noch schlimmer kommen, ehe alle begreifen, dass die halbe Million der sich bei uns illegal Aufhaltenden das Ergebnis einer katastrophalen Politik ist. Sie werden wir nicht mehr los.
Unruhen, Unsicherheit und Ängste werden durch Sprüche wie "Wir schaffen das" nicht weg geredet.
Die EU wird bestimmt zerfallen, daran ist auch die gewählte CDU mit Merkel schuld.
Was dann kommt, müssen meine Enkel und Urenkel ausbaden, ich nicht mehr.

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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Gontscharow am Fr Dez 23, 2016 2:45 pm

Ja, wahrscheinlich dauert es noch einige Anschläge, bis die Mehrheit der Bevölkerung Merkel loswerden will, koste es was es wolle. Bis sie so unpopulär wird wie Hollande in Frankreich, der e nicht einmal wagt, noch einmal zur Wahl anzutreten. Die Deutschen und die Schweden sind erstaunlich geduldige Völker !
Und ziemlich brav, da sie sich widerstandslos von ihren Regierungen brainwashen lassen....aber irgendwann werden auch die letzten erkennen, daß der Kaiser nackt ist.
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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Klartext am Mo Feb 13, 2017 4:23 pm

Björn Höcke steht vor dem Parteiausschussverfahren:

http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/afd-bundesvorstand-beschliesst-parteiausschlussverfahren-gegen-hoecke-2-a2047544.html

Die Rede zur Kehrtwende der Erinnerungspolitik war offenbar zuviel.

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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von marylinjackson am Mo Feb 13, 2017 6:07 pm

Höckes "dämliche Bewältigungspolitik" und die "180 Grad- Wende" sind Äußerungen, die nicht zu dem AfD Konzept passen.
Übrigens, seit Höcke in einer Talk-Show ein  Schwarz-Rot-Goldenes Fähnlein auf den Tisch stellte, wundere ich mich nicht mehr über ihn.

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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von marylinjackson am Mo Feb 13, 2017 6:27 pm

Gontscharows Prognose im Dezember, wie sich die Flüchtlingspolitik auch in Schweden auswirken wird, konnte man heute  im Deutschlandfunk in Informationen am Morgen hören:

--...inzwischen herrschen Gangs in Malmö, dem schwedischen "Chikago"...

http://www.deutschlandfunk.de/informationen-am-morgen.1764.de.html

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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Marek1964 am Mo Feb 13, 2017 10:37 pm

marylinjackson schrieb:Höckes "dämliche Bewältigungspolitik" und die "180 Grad- Wende" sind Äußerungen, die nicht zu dem AfD Konzept passen.
Übrigens, seit Höcke in einer Talk-Show ein  Schwarz-Rot-Goldenes Fähnlein auf den Tisch stellte, wundere ich mich nicht mehr über ihn.

Es sind ja leider schon so manche AfD Politiker mit unnötigen Äusserungen zu der Nazi Zeit aufgefallen - völlig unnötig, das zu thematiesieren. Wenn man Höcke ausschliesst, wird das vielleicht ein paar Stimmen kosten, die zur NPD abwandern, aber man kann vielleicht wieder mehr Stimmen von mitte rechts bekommen.

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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Marek1964 am Di Feb 14, 2017 11:39 pm

Hm, Jörg Meuthen, den ich eigentlich schätze, Chef der Afd Bawü, ist Gegner des Ausschlussverfahrens - eine Abmahnung hätte genügt. Hier seine Äusserungen: https://www.youtube.com/watch?v=oORQZprZ3To

Und auch Alexander Gauland spricht sich dagegen aus und erinnert an das gescheiterte Ausschulssverfahren der SPD gegen Thilo Sarrazin. Er ist auch kritisch gegenüber Höckes Äusserungen, wie auch Meuthen, aber hält ein Ausschlussverfahren für juristisch nicht aussichtsreich.

https://www.youtube.com/watch?v=875zfwn58Sc

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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Marek1964 am Mo Jun 19, 2017 2:10 am

Ein Publikation, die vor kurzem erschienen ist, ist das Buch vom Theologen Andreas Malessa, mit dem Titel "Als Christ die AfD wählen?". Im Tenor eher kritisch, aber doch wohltuend obejktiver und nicht so aufdringlich wie Margot Kaesmanns Äusserung, man sehe bei den Forderungen Ähnlichkeiten mit dem Arierparagraphen der Nazis und die braune Gesinnung.

Eine Buchbesprechung folgt noch.

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