AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Wallenstein am Mo Apr 11, 2016 12:44 pm

@ marylinjackson
Wenn nicht die AfD die Alternative sein soll, welche Partei dann?

Da ist mir beinahe jede andere Partei lieber. Das Beispiel von Hamburg zeigt es ja deutlich: Die AFD - Abgeordneten in der Bürgerschaft sind Abstauber und Faulpelze, die auf Kosten des Steuerzahlers ein schönes Leben führen wollen. Der Fraktionsvorsitzende Kruse macht 3 Monate Urlaub in Kalifornien, bekommt aber weiter 8.000,- Euro Diäten im Monat. Das macht 3 x 8.000 = 24.000,- Euro Urlaubsgeld. Ganzer Batzen für Nichtstun. Und solch ein, Verzeihung, „A*****“, soll jetzt eine Alternative für Deutschland sein? Diese Leute rühren keinen Finger für ihre Wähler, die sind ihnen vollkommen egal. Wer die wählt, hat selber Schuld.

@karstde
Habe mir gestern einmal das Parteiprogramm der AfD ausgedruckt.

Bisher ist das nur ein Entwurf. Der ist allerdings schon schlimm genug. Das eigentliche Programm soll Ende April kommen.

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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von marylinjackson am Mo Apr 11, 2016 4:28 pm

Das klingt ja auch nicht ermutigend.
Die Anordnung der vielen Schrauben, an denen von Politikern mit Lobbyisten gedreht wird, ist unübersichtlich, da schaut selbst die Justiz nicht mehr durch. Es werden extern vergebene Gutachten teuer bezahlt, obwohl die hochqualifizierten staatlichen Fachkräfte es besser wissen. Keiner traut mehr dem anderen.
Im Sachbuch "Granulare Gesellschaft" beschreibt das Christoph Kucklick sehr schön.
Zurückschrauben geht aber auch nicht mehr.
Die Spezies Mensch hat sich global verändert, die Wertevorstellungen sind beliebig geworden, der Individualismus ist längst zum Hedonismus mutiert, Bindungen gehen verloren, die Vereinzelung macht depressiv und so verwundert es mich nicht, dass richtungsweisende Fundamentalisten immer mehr Einfluss gewinnen.
Vor lauter Demokratie weiß schon keiner mehr, wohin der Weg geht. Jeder kann sich seine sozialen Rechte kostenlos erklagen, die Rechtsanwälte freuen sich darüber, denn sie sind die Verdiener. Sanktionen und Proteste sowie Schmähungen beschäftigen uns. Die Politik und Justiz verdrehen und verklausulieren Aussagen, die nur noch sie erklären können.

"Wir schaffen das" ist zum Beispiel so eine Aussage. Wie, wann und wohin das führt, sagt A. Merkel aber nicht,  

Soll das jetzt nun alles die AfD wissen?
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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Wallenstein am Mi Apr 13, 2016 11:39 am

Der Landtag in Magdeburg steht üblicherweise nicht gerade im Zentrum der Medien. Das hat sich allerdings mit dem Einzug der AFD geändert. Der Vorsitzende Poggenburg wurde gefragt, was denn nun das dringlichste Anliegen der Partei wäre. Seiner Meinung nach ginge es jetzt vor allem um das Problem der Abwasser-Rechnungen. In Sachsen- Anhalt hatten die Kommunen viele Jahre lang dafür keine Rechnungen ausgestellt. Nun werden erhebliche Nachzahlungen fällig. Ungefähr 80.000 Haushalte müssen etwa 2.000 bis 10.000 Euro bezahlen.

Na ja, zugegeben, ärgerlich. Will die AFD wirklich anfangen ernsthaft Politik zu machen? Gut, aber für die Abwasser-Problematik wurden sie ja nicht gewählt. War da nicht noch was mit Flüchtlingen, Ausländern usw.? Eine Blitzumfrage des ZDF hatte ergeben: Niemand kennt überhaupt das Wahlprogramm der AFD für Sachsen-Anhalt. Ja, schlimmer, es interessiert auch überhaupt keinen, die Leute wollen es nicht einmal lesen. Einer sagte vor der Kamera, dass er die AFD eigentlich gar nicht mag, sondern sie nur gewählt hat, um „denen da oben“, eins auszuwischen. So haben wohl viele gedacht. Eine Partei, die nur auf einer momentanen Protestwelle schwimmt, kann sehr schnell eine Achterbahn in der Wählergunst erleben. Es muss schon mehr kommen.

Ob Poggenburg die richtige Wahl ist? Als Unternehmer hat er kein Geschick bewiesen. Gegen ihn wurde mehrmals Haftbefehl erlassen, weil er seine Verbindlichkeiten nicht bezahlte. Nur mit Glück ist er nicht im Gefängnis gelandet. Auch Frau Petry hat ja in der Wirtschaft nichts erreicht. Jetzt versuchen es beide mit der Politik. Ob sie das besser können, muss sich erst zeigen.

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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von marylinjackson am Mi Apr 13, 2016 1:40 pm

Also, mit kommunalen Dingen befassen sich immer alle gewählten Parteien. Landespolitik und Bundespolitik ist nicht deren Aufgabe. Eine gewisse Betriebsblindheit im Ablauf der kommunalen Verwaltung wird oft nicht bemerkt. "Neue Besen reinigen da gut".
Abwassergebühren sind kompliziert. Unsere unversiegelten und versiegelten Grundstückflächen spielen da eine Rolle, um das Niederschlagswasser in den Abwasserrohren zu berechnen. Wassergebühren (Frischwasser) zahlen einige Länder gar nicht, so Thüringen, Sachsen-Anhalt, Saarland, Rheinland-Pfalz, Bayern und Hessen.
Wer schnelle politische Karriere macht, kann auch schnell scheitern. Selbst  Staatsoberhäuptern kann das passieren.
Ich denke, die Frage nach der richtigen Wahl einer Partei ist erst in der Praxis ablesbar.
Vorausschauende Mahner und Kritiker in der Politik sind nicht per se Kriminelle. Wenn Poggenburg nicht vorbestraft ist, so vermute ich eher einen Rufmord gegen ihn.
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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von marylinjackson am Mi Apr 13, 2016 2:44 pm

".
von Wallenstein schrieb:..Auch Frau Petry hat ja in der Wirtschaft nichts erreicht. Jetzt versuchen es beide mit der Politik. Ob sie das besser können, muss sich erst zeigen..."

Und ich kenne noch mehr, die in der Politik nichts erreichten und es jetzt in der Wirtschaft versuchen.
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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Wallenstein am Mi Apr 13, 2016 3:25 pm

Näheres über die prekäre Finanzlage von Herrn Poggenburg in
http://www.faz.net/aktuell/politik/finanzskandal-belastet-afd-kandidat-andre-poggenburg-14039831.html#/elections

Für den hochverschuldeten Poggenburg ist der Weg in die Politik vor allem eine Möglichkeit, sein privates Schuldendesaster zu beenden. Er hofft jetzt auf die Diäten. Monatlich wird Poggenburg eine Diät von mindestens 5655 Euro brutto kassieren sowie weitere 1600 Euro steuerfreie Pauschale.

Bisher zeichnete sich Poggenburg in der Politik nicht gerade durch Fleiß aus, er sitzt ja im Kreistag des Burgenlandes in Sachsen-Anhalt:

„Neben seinem Posten als AfD-Landeschef sitzt er für seine Partei seit Sommer 2014 auch im Kreistag des Burgenlandes. Auf Flyern hatte er seine Agenda für den Landkreis vorgestellt. Er wolle regionale Produkte fördern, die Sicherheit und die ärztliche Versorgung verbessern. Nichts von dem habe Poggenburg versucht umzusetzen, sagt der Naumburger Versicherungsmakler Carsten Schmidt. Er war mit Poggenburg für die AfD in den Kreistag eingezogen. Anderthalb Jahre später stellt er dem Spitzenkandidaten ein bitteres Zeugnis aus. "Alles nur leere Versprechungen", schrieb Schmidt im Dezember in seiner Austrittserklärung.

Auch die Sitzungsprotokolle lassen nicht auf besonderen politischen Fleiß schließen. Im vergangenen Jahr standen zwölf Sitzungen von Kreistag und Sozialausschuss in Poggenburgs Terminkalender. Fünf dieser Sitzungen hat er geschwänzt, zwei davon unentschuldigt. In den übrigen sieben Sitzungen kam er dreimal zu spät. Für das ganze Jahr 2015 findet sich keine einzige Wortmeldung Poggenburgs in den Protokollen.“

Wenn er genauso faul ist wie seine Kollegen in Hamburg, wird nicht viel passieren.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article151695462/AfD-Wahlsieg-als-Weg-aus-dem-privaten-Finanzdesaster.html


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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von marylinjackson am Mi Apr 13, 2016 9:10 pm

Wenn man dem einen Link folgt, so lese ich über Poggenburg in der faz.net von einer Erzwingungshaftandrohung, die ihm noch nicht zugestellt wurde.
Übrigens kann ich einige faule Politiker nennen, wie Silvana Koch-Mehrin, die sich ihre ständige Abwesenheit im EU-Parlament auch noch bezahlen ließ, ihre Doktorarbeit plagiierte und aberkannt bekam...
Faulheit ist nun aber nicht strafbar. Moralisch stehe ich ihnen nicht bei. Als kritische Bürgerin habe ich aber auf sie keinen Einfluss und maße mir das auch nicht an.
Ein Ankauf einer Immobilie kann jedem Ärger bringen. Mit Hohn und Spott übergießt man dann schon mal den unglücklichen Besitzer, so, wie mit Christian Wulff geschehen.
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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Wallenstein am Do Apr 14, 2016 9:49 am

@marylinjackson
Faulheit ist nun aber nicht strafbar. Moralisch stehe ich ihnen nicht bei. Als kritische Bürgerin habe ich aber auf sie keinen Einfluss und maße mir das auch nicht an.

Faulheit ist natürlich nicht strafbar, aber auch nicht gut. Bei uns im Betrieb wurden Faulpelze gekündigt.

Als kritischer Bürger hat man insofern Einfluss, indem man eine Partei, in der es eine Anhäufung von Faulpelzen gibt, dann nicht wählt. Die Hamburger AFD würde ich deshalb  nicht wählen. (Es gibt noch mehr Gründe).

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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von marylinjackson am Do Apr 14, 2016 1:50 pm

Was ist ein Faulpelz?
Aus der Sicht des "Faulpelzes" ist er nur gründlich, gibt sich große Mühe und nur deshalb langsamer als der Durchschnittsarbeiter oder Aktenbearbeiter im öffentlichen Dienst.. Einer Entlassung wegen Faulheit kann ein guter RA so dagegen argumentieren.
Was anderes wäre, der Faulpelz fehlt immer montags, kommt zu spät oder geht zu früh.
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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Wallenstein am Do Apr 14, 2016 2:29 pm

Definition: Faulheit (abmildernd auch Trägheit genannt) ist der mangelnde Wille eines Menschen, aktiv zu sein. Faulheit ist die Eigenschaft, dass man sich nicht gern anstrengt und nicht gern arbeitet. Ein Faulpelz ist jemand, der diese Eigenschaft besitzt.
Faulpelze sind nicht gründlicher oder einfach nur langsamer als der Durchschnittsarbeiter. Sie tun nichts. Im Betrieb sieht das dann so aus, dass andere ihre Arbeit mitmachen müssen.

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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von marylinjackson am Do Apr 14, 2016 4:43 pm

Eine Kündigung ist wegen objektiver Leistungsmängel möglich, aber wegen Eignungsmängel viel schwieriger durchsetzbar.
Faulpelze sind eben doch nicht gleich Faulpelze.http://illiweb.com/fa/i/smiles/icon_scratch.png
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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Klartext am Do Apr 14, 2016 8:02 pm

Mir ist sowieso ein wenig verdächtig, dass soviel über die angebliche mangelnde Qualität der AfD Politiker berichtet wird. Ich meine, wenn es stimmt, kann man nichts sagen, aber ich frage mich, ob man bei Politikern anderer Parteien nicht ähnliche Sündenregister ziehen könnte.

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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Wallenstein am Sa Apr 16, 2016 11:08 am

Frau von Storch
Die AFD- Politikerin Beatrix Amelie Ehrengard Eilika von Storch, geborene Herzogin von Oldenburg (* 27. Mai 1971 in Lübeck), gehört wohl zu den schillerndsten Figuren in dieser Partei. Auffällig wurde sie durch ihre grenzwertigen Äußerungen über die Behandlung von Flüchtlingen an der Grenze.

Beatrix von Storch entstammt dem Hochadelsgeschlecht Oldenburg. Sie ist die älteste Tochter des Bauingenieurs Huno Herzog von Oldenburg (* 1940) und seiner Frau Felicitas (* 1941), geb. Gräfin Schwerin von Krosigk. Sie ist eine Enkelin des letzten Erbgroßherzogs Nikolaus von Oldenburg und Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk.
https://de.wikipedia.org/wiki/Beatrix_von_Storch

(P.S. Nikolaus Friedrich Wilhelm von Oldenburg (* 10. August 1897 in Oldenburg; † 3. April 1970 in Rastede) war der letzte Erbgroßherzog des Großherzogtums Oldenburg.

Johann Ludwig (Lutz) Graf Schwerin von Krosigk 1887 – 1977
Graf Schwerin von Krosigk war bis 1945 Reichsfinanzminister, seit 30. Januar 1937 Mitglied der NSDAP (Mitgliedsnr. 3.805.231). In Hitlers Testament wurde er als Reichsfinanzminister bestätigt in der Regierung Dönitz. Er wurde im Mai 1945 verhaftet und wegen Kriegsverbrechen zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt, aber 1951 vorzeitig entlassen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Ludwig_Graf_Schwerin_von_Krosigk

Die dunkle Vergangenheit von Teilen ihrer Familie (gilt nicht für alle!) kann man Frau Storch natürlich nicht anlasten.)

Die Familie der Grafen von Schwerin besaß in Ostdeutschland erheblichen Grundbesitz, vor allem in Vorpommern, Anklam, 42. 159 Hektar Land sowie mehrere Schlösser. Die Gegend nennt man bis heute Grafenwinkel.

1945 haben die Sowjets den Besitz enteignet. Auch nach der Wiedervereinigung bekamen sie das Land nicht zurück, denn dies war laut Grundlagenvertrag nicht möglich.
https://de.wikipedia.org/wiki/Schwerin_%28Adelsgeschlecht%29

Manfred Graf von Schwerin, Vorsitzender der „Aktionsgemeinschaft Recht und Eigentum“ (ARE), kämpfte juristisch und politisch für die Wiedergabe, konnte aber nichts erreichen.

Auch Frau von Storch engagierte sich seit den 90er Jahren als Studentin für die Rückgabe der Ländereien an ihre Familie.

Frau von Storch wurde Mitbegründerin des Vereins „Göttinger Kreis – Studenten für den Rechtsstaat e. V.“, der sich für die Wiedergutmachung der Vertreibungen und Konfiskationen durch die Boden- und Industriereform in der Sowjetischen Besatzungszone einsetzt.

Die von ihr später  geführte „Allianz für den Rechtsstaat“ fordert ebenfalls „die Rückgabe des Bodenreformlandes in die Hände der früheren Großgrundbesitzer.“

Ich habe den dunklen Verdacht, dass sie vor allem deshalb in der AFD Mitglied ist, um auf diese Weise doch noch in den Besitz der ehemaligen Familiengüter zu gelangen.

Ansonsten engagiert sie sich im Kampf gegen Abtreibungen, Homoehe und  Sterbehilfe.

Außerdem leugnet sie den Klimawandel und wird deswegen von ihrem Onkel Hans von Storch, der Klimaforscher ist, heftig kritisiert.
Klihttp://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/afd-onkel-von-beatrix-von-storch-kritisiert-klimaprogramm-a-1086816.htmlmaforscher Hans von Storch

2014 wurde sie für die AFD in das Europaparlament gewählt und gehörte der EU-skeptischen Fraktion der „Europäischen Konservativen und Reformer (EKR) an.

Nach dem Eklat wegen ihrer Äußerungen in der Flüchtlingsfrage trat sie aus und ist jetzt Mitglied   der Fraktion „Europa der Freiheit und der direkten Demokratie“ (EFDD).

„Europa der Freiheit und der direkten Demokratie (EFDD oder EFD2, französische Abkürzung: ELDD) ist eine Fraktion im Europäischen Parlament, die Parteien des EU-skeptischen und rechtspopulistischen Spektrums umfasst. Die Fraktion wurde nach der Europawahl 2014 als Nachfolgerin der Fraktion Europa der Freiheit und der Demokratie (EFD) gegründet. Sie wird von der britischen UK Independence Party (UKIP) und dem italienischen MoVimento 5 Stelle (M5S) dominiert. Gemeinsame Fraktionsvorsitzende sind David Borrelli (M5S) sowie Nigel Farage. Die Fraktion umfasst derzeit 46 Abgeordnete.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Europa_der_Freiheit_und_der_direkten_Demokratie

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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von marylinjackson am Sa Apr 16, 2016 4:42 pm

Tatsächlich sollte die Ahnen-Vergangenheit der rechts konservativen Frau von Storch aus der Sicht Außenstehender keine Rolle spielen. Mir ist ihre heutige Einstellung zu den illegalen Migranten, die nicht aus Bürgerkriegsregionen kommen, durchaus verständlich.

Über den Schusswaffengebrauch an hoheitlichen Grenzen wird nicht nur viel theoretisiert, sondern auch gehandelt. So hörte man heute früh im Radio, dass Türken an der syrischen Grenze auf Flüchtlinge schießen. Die mediale Empörung blieb bisher aus.

Auch Frau v.Storchs Wertvorstellungen sind nicht für alle anstößig, sind sie doch die gleichen wie im Islam (Kampf gegen Abtreibungen, Homoehe und  Sterbehilfe).

Ob sie den (durch Menschen verursachten) Klimawandel leugnet, ist doch irrelevant. Ich weiß, dass es klimatische Veränderungen bei uns schon immer mal gab, die unterschiedlichen Theorien der Verursachung will ich hier nicht kommentieren.

Frau v. Storchs Vorfahren wurden aus der SBZ vertrieben und durften nicht mehr zurück. Dass das Unrecht war und nicht mehr rückgängig zu machen ist, ist wohl ein hinzunehmendes Politikum nach unzähligen Rechtsverfahren. Kirchenbesitz dagegen wurde in der SBZ damals ja nicht enteignet. Auch das war rechtens.

Auszug aus Wiki:

Die früheren Eigentümer über 100 Hektar in der SBZ verloren durch die Bodenreform 1945 nicht nur ihr Land, sondern auch sämtliches sonstiges Eigentum. Von Wohnhäusern und Geldvermögen bis hin zu Mobiliar und Kleidung wurde ihnen alles entzogen, vielfach kam es zu Plünderungen. Die Enteigneten wurden aus ihren Heimatkreisen ausgewiesen. Diese politisch motivierten Kreisverweisungen der kommunistisch Zwangsenteigneten werden heute höchstrichterlich vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig als schweres Verfolgungsunrecht anerkannt.
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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Wallenstein am Sa Apr 16, 2016 5:46 pm

Die leidige Angelegenheit mit der Bodenreform sollte inzwischen eigentlich erledigt sein. Sie wurde 1945 in Potsdam beschlossen, ist aber in großem Umfang nur in der DDR durchgeführt worden. Im Westen nur ansatzweise. Und in dem Grundlagenvertrag kam es dann zu einer Neuregelung. Die Vertriebenenverbände bei uns propagierten auch jahrzehntelang die Rückkehr nach Polen, Tschechien usw. Sie haben damals oft ein tragisches Schicksal erlitten, aber auch hier musste einmal ein Schlussstrich gezogen werden. Deshalb sollte man die Sache jetzt auf sich beruhen lassen.

Bei Frau Storch: Die beiden letzten Jahrzehnte haben gezeigt, dass ihr politisches Engagement vor allem darauf abzielte, das Eigentum ihrer Familie zurück zu erhalten. Da hat sie einen gewaltigen Ehrgeiz entwickelt und zeigte sich hochmotiviert. Darum drehte sich immer alles. Was ich persönlich auch nicht tadelnswert finde, an ihrer Stelle hätte ich das auch getan. Schließlich geht es um gewaltige Werte, da lohnt sich der Einsatz.

Die Familie hatte schon früher versucht, CDU – und FDP – Abgeordnete für ihr Anliegen zu interessieren, aber ohne Erfolg. Schäuble hatte eine Änderung der Gesetzeslage abgelehnt. Darüber erbost, beschloss Frau von Storch, dann selber in die Politik zu gehen.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/kommunistische-enteignungen-zurueckkaufen-was-einem-einst-gehoerte-12514848.html

Ob sie jetzt in der AFD mehr Glück hat, bleibt abzuwarten. In der Programmatik der Partei taucht die Frage nach Rückerstattung von Grund und Boden in der früheren DDR nicht auf. Ich glaube auch nicht, dass man damit jetzt noch viele Wähler begeistern kann. Vor allem die Menschen in der einstigen DDR dürften nur wenig Interesse haben an der Rückkehr der Großgrundbesitzer.

Inzwischen wurde mir jetzt von einem AFD-Mitglied in Hamburg berichtet, dass es ein Störchin-Problem gibt. Sie soll nicht mehr am Programm mitarbeiten dürfen. Anscheinend empfindet man sie inzwischen als Belastung für die Partei. Das wäre ja ein erster Schritt hin zu mehr Glaubwürdigkeit, denn die Partei will vermeiden, dass sie eine Klientel des Hochadels und seiner privaten Interessen ist.

Auch den Klimawandel will man nicht mehr thematisieren und wahrscheinlich aus dem Programm herausnehmen. Aber davon mal abgesehen, dafür wählt die Partei sowieso niemand. Wie schon gesagt, das Programm interessiert keinen.


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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von marylinjackson am Sa Apr 16, 2016 6:12 pm

Die Bodenreform war ja nur ein Beruhigungspflaster für die Kleinbauern, und als 1952 die Kollektivierung kam, waren die meisten zuerst enttäuscht, bis sie merkten, dass ein geregelter 8-Stunden-Tag, bezahlter Urlaub sowie bezahlte Arbeitsunfähigkeit doch sehr angenehm sind.
Es war nur schade um den Erhalt und die Pflege von Gutshäusern und Schlössern, die zum Volkseigentum wurden und oft verkamen. Den Rückkauf solcher Gebäude zur Sanierung würde ich schon begrüßen. Der Wunsch, samt Geld, kommt eher vom niedrigen Adel, nicht vom Hochadel, aus dem Frau von Storch wohl nicht mehr zuzurechnen ist.
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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Marek1964 am Mo Apr 18, 2016 12:01 am

Hier ein interessanter Artikel über die negative Presse zur AfD:

http://ef-magazin.de/2016/02/05/8367-petry-interview-der-erfundene-schiessbefehl

So wurde aus einem Interview mit Frauke Petry, indem sie sagte, notfalls müsse der Bundesgrenzschutz im Einklang mit dem Gesetz von der Waffe gebrauch gemacht werden, ein "Schiessbefehl", in Anspielung an das Schiessen auf "Republikflüchtige", einfach nur Leute, die woanders glücklich werden wollten, als im einzigen deutschen Arbeiter- und Bauernstaat.

Man darf sicher Kritik üben, aber die Art und Weise kommt mir auch bedenklich vor.

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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von marylinjackson am Mo Apr 18, 2016 10:49 am

Bedenkliche Kritik? Eher machte das der Spiegel im Interview mit Petry vor paar Wochen.
Der Verweis auf den Schießbefehl an der innerdeutschen Mauer mit der jetzigen Flüchtlingskrise hinkt.
Damals wollten Deutsche zu Deutschen, sie wollten aus der DDR raus und nicht rein.
Nur deshalb gab es den Schießbefehl, der die Leute am illegalen Weglaufen hinderte.
Legal durfte da keiner raus.
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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Klartext am Mo Apr 18, 2016 11:29 pm

Ja, bedenkliche oder fragwürdige Kritik an der AfD gibt es von vielen Medien. Und ja, der Spiege gehört auch dazu, wie dieses Beispiel zeigt:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-parteiprogramm-setzt-auf-anti-islam-kurs-a-1087656.html

Dort wird vom "schroffen" Antiislam Kurs der AfD gesprochen. In gewisser Weise ähnelt die Islamdiskussion derjenigen über die AfD - der Islam spaltet die Nation, so hat Thilo Sarrazin davon gesprochen, dass es die kontroverseste Diskussion in Deutschland seit der Diskussion über die Ostverträge ist.

Dass man dem Islam als ganzes kritisch gegenüber steht, finde ich aber nur logisch. Wenn der Spiegel die Position folgende Punkte als "schroff" bezeichnet

"Solange der Bau und Betrieb von Moscheen nicht nur dem gemeinsamen Gebet, sondern auch der Verbreitung der auf die Beseitigung unserer Rechtsordnung gerichteten islamischen Lehre dient, ist er zu untersagen."

Dem könnten auch "abweichende Beteuerungen" islamischer Geistlicher nicht entgegenstehen, denn der Koran lasse zur Erreichung seiner Ziele "gegenüber Außenstehenden auch Lüge und Täuschung zu", wird mit diesem darauffolgendem Zusatz der Moscheebau faktisch völlig unmöglich gemacht.

Zudem heißt es dort, der Islam sei auf seinem "erklärten Weg zur Weltherrschaft bereits bei 57 von 190 Staaten angelangt".

finde ich das eigentlich nicht schroff, aber sehr vernünftig und an dem orientiert, was man mit gesundem Menschenverstand über den Islam sagen kann.

Du hast Recht, marilinjackson, an der DDR Mauer wurde jeder niedergeschossen, Frauke Petry meinte das in sehr eingeschränkter Weise.

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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von marylinjackson am Di Apr 19, 2016 11:39 am

Dass der Islam Religion, Kultur und Politik gleichermaßen beinhaltet, sollte doch auch unseren etablierten Politikern bewusst sein.

Nicht die Demokratie, sondern die Theokratie strebt der Islam an. Das Kalifat ist das geopolitisches Ziel vieler Muslime in großen Regionen. Einen Vorgeschmack davon zeigt uns der IS, was natürlich von  moderaten Muslimen empört abgelehnt wird. Auch hier wird die Taqyyia oder Lüge angewendet, die unter Gläubigen bei Gefahr ja erlaubt ist.
Der Weltislam ist das Ziel, und die Missionierung ist Pflicht für jeden Muslim. Die islamischen Verbote und Gebote bis in die kleinsten Details, das Heiratsverbot mit Ungläubigen und der Aufruf, alle zu bekämpfen, die den Islam kritisieren, werden im Koran, in den Hadithen und Rechtsschulen thematisiert.

Die öffentliche unsägliche Werbeaktion "Lies" mit dem Ziel, Ungläubige zur Konversion zum Islam "rechtleiten", geht in unseren Städten ununterbrochen weiter. Und was in den Moscheen gepredigt wird, wüsste schon gern unser Verfassungsschutz, doch er kommt da nicht rein.

Man braucht sich nur die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam von 1990 durchzulesen, so hat die AfD völlig recht, dass der Islam nicht kompatibel mit den Wertvorstellungen unseres Grundgesetzes oder der Europäischen Menschenrechtskonvention ist.

Schon V. S. Naipaul, der den Literaturnobelpreis für seine beiden Bücher "Eine islamische Reise" und "Jenseits des Glaubens" erhielt, beschreibt diese historische islamische Entwicklung sehr plastisch in den 80-er und 90-er Jahren in den Ländern Iran, Pakistan, Malaysia und Indonesien, lange, bevor es zum 11.9.2001 kam.

Und Hamed Abdel-Samad ("Mohamed, eine Abrechnung", "Der islamische Faschismus") ist als profunder Kenner des Islams zum profunden Islamkritiker geworden. Er und viele andere Islamkritiker müssen um ihr Leben bangen, weil sie als Abtrünnige vom Glauben jetzt von muslimischen Fundamentalisten verfolgt werden.

Es ist verwunderlich, dass man der AfD nun Populismus vorwirft, indem diese Partei erstmalig öffentlich Islamkritik artikuliert. Das Thema wurde von unserer Politik nur lange unter den Teppich gekehrt!

Unsere Politiker und Medien agieren ungehemmt gegen Islamkritiker, indem sie ständig auf die friedlichen Muslime bei uns verweisen und sagen, man würde sie mit der Kritik beleidigen. Damit widersprechen sich die Politiker selbst, wenn sie ihre vom Grundgesetz hochgelobte Meinungsfreiheit den Kritikern nicht gewähren.  Kritik wird von ihnen dann plötzlich als Volksverhetzung bezeichnet..
Mazyek vom Zentralrat der Muslime vergleicht sogar die AfD mit der NSDAP, dieser Vergleich  ist eine provokante totale Verharmlosung der Nazi-Partei.
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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von Marek1964 am Do Apr 21, 2016 10:08 pm

Sehr schöner Beitrag, Marilyn.

Hier noch eine Wortmeldung von Thilo Sarrazin zum Erfolg der AfD:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article153517083/Sarrazin-erklaert-wer-Schuld-an-dem-AfD-Aufstieg-hat.html

Wenig überraschend, sagt er, hätte man auf seine Warnungen gehört, wäre es letztes Jahr nicht zu den beiden Katastrophen rund um die Griechenland Rettung und die Flüchtlinge gekommen.

Das Abkommen mit der Türkei hält er dagegen für gut- wenn auch für "1,2 Mio Flüchtlinge" zu spät. Ausserdem weist er darauf hin, dass man nun das Problem in Richtung Türkei ausgelagert hat, die wohl abseits der Aufmerksamkeit der internationalen Presse Massnahmen ergreifen wird, wie sie von westlichen Ländern nicht ergriffen würden. Aber so kann man seine Hände in Unschuld waschen.

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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von marylinjackson am Fr Apr 22, 2016 10:04 am

Das Abkommen mit der Türkei...
Nichts anderes forderte schon Otto Schily vor 12 Jahren, Auffanglager im Ausland zu schaffen, und de Maiziere pflichtete dem vor 2 Jahren auch zu.

Jedes Mal brach danach ein Shitstorm los.

Doch wie immer hinkt A. Merkel den Ereignissen hinterher.
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marylinjackson

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Die Wähler sind nicht die Rechten - aber die Parteiführung

Beitrag von T-T1006 am Fr Apr 22, 2016 4:05 pm

Der Titel "Die Wähler sind nicht die Rechten - aber die Parteiführung" sagt ja schon das meiste. Für mich sind nicht die Wähler das Schlimme oder die Gefahr. Klar, sie geben der AfD überhaupt erst eine Stimme, die Gehör findet, aber das gehört nunmal zu einer Demokratie. Nun könnte man natürlich streiten, ob die Demokratie denn überhaupt die richtige Staatsform ist, aber das ginge zu weit.
Die Gefahr in der AfD sehe ich in dem Rechts- bzw zZ islamophoben Trend der Partei, der (wie ich fürchte) nicht abbrechen, sondern schlimmer werden wird. Es gibt einfach ein paar Politiker in der Führungsrige der AfD, die ich als "gefährlich" einstufen würde. In diesem Zusammenhang dürfte wohl Beatrix von Storch am bekanntesten sein. Wenn sie sagt, man müsse zur Not auf die Flüchtlinge an der Grenze schießen, dann geht sie mir damit einfach zu weit. Und wenn solche Menschen in der AfD Gehör finden und unterstützt werden, wird auch die ganze Partei weiter nach rechts abdriften.

Nichts desto trotz ist es im Grundgedanken richtig, dass die AfD durch ihre Protesthaltung die Politik zum Nachdenken anregt - oder es tun sollte, leider verfehlt sie die von vielen erhoffte Wirkung oft. In diesem Zusammenhang muss ich mir auch selbst einen Vergleich eingestehen: Ich selbst würd nie die AfD wählen, sondern bin eher der Grüne Typ (gerade ihren Beginn finde ich pers faszinierend). Beide sind als Protestparteien entstanden und wie sich anfangs viele gegen die Grünen gestreubt haben, streuben sich nun auch viele gegen die AfD.
Genau in diesem Vergleich liegt aber auch meine Hoffnung: Nämlich, dass die AfD nach einiger Zeit an ihrer Extreme einbüßt und letztlich zu einer zweiten CSU wird - schlimm genug, aber sowas muss eine Demokratie nunmal aushalten. Schade finde ich so oder so aber, dass es die AfD mit PEGIDA geschafft hat, Meinungen, die noch vor kurzem wohl noch als durch und durch rechts abgetan worden wäre, salonfähig zu machen.

PS.: Man möge mir eventuelle Fehler verzeihen, ich bin es von meinem zZ defekten Chrome gewöhnt, Tippfehler markiert zu bekommen.

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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von marylinjackson am Fr Apr 22, 2016 7:01 pm

Diese Art der Sortierung in rechts und links, sowie grün, gelb, schwarz und rot ist  zu einfach und oberflächlich. Die Mitte fehlt inzwischen ganz, weil sich die etablierten Parteien den Rand von anderen Parteien "abschöpfen".

Die Programme der Parteien sagen wenig aus, sie bleiben bei schwammigen Thesen. Reale Politik wird nach der Wahl von Lobbyisten gesteuert. Und die AfD hat ganz sicher bisher keine Lobbyisten, sie ist reine Opposition.

Kritik am Islam heißt bei Dir Islamophobie?
Wie würdest Du Islamkritik denn sonst bezeichnen?
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Re: AfD - Alternative für Deutschland - wählbar oder rechtsextrem?

Beitrag von T-T1006 am Sa Apr 23, 2016 8:54 am

marylinjackson schrieb:Diese Art der Sortierung in rechts und links, sowie grün, gelb, schwarz und rot ist  zu einfach und oberflächlich. Die Mitte fehlt inzwischen ganz, weil sich die etablierten Parteien den Rand von anderen Parteien "abschöpfen".

[...]

Kritik am Islam heißt bei Dir Islamophobie?
Wie würdest Du Islamkritik denn sonst bezeichnen?

Für mich ist dieses Parteimischmach eigentlich genau die Mitte, von der du sagst, dass sie fehle. Sonst muss ich dir da zustimmen: Die meisten Parteien machen einen auf "wir haben für jeden was dabei". Bei der CDU weiß man nicht, ob man den Merkel- oder den Anti-Merkelkurs wählt, die SPD ist mit ihrer Mischmachpolitik zurecht mehrfach abgestraft geworden, die Grünen sind (insbesondere in BW) alles andere als "grün", die FDP bringt nun auch das Meganta in die Partei, sodass die Linken und die AfD die einzigen Parteien sind, die noch ihre konsequente Linie fahren (und recht populär sind).

Wenn eine Partei nicht nur die Totalverschleierun, sondern sogar jedes Kopftuch in der Öffentlichkeit verbieten will, dann ist das für mich mehr als nur Islamkritik, sondern eine Einschränkung der Religionsfreiheit aufgrund der Islamophobie. Mag sein, dass es auch andere Gründe gibt, aber der immer wieder genannte Grund, die Frauen würden dazu gezwungen, stimmt (zumindest hierzulande) oftmals nicht. An meiner Schule gibt es viele Moslems, von denen überhaupt nur wenige Kopftücher tragen (was schonmal ein Zeichen ist, dass nicht jedes Mädchen von ihrem Vater gezwungen wird, ein Kopftuch zu tragen) und die, die eines tragen, tragen es auch freiwillig. Dass es diesen Zwang immer wieder gibt, will ich nicht abstreiten. Aber es gibt schlimmere Verbrechen und ein generelles Kopftuchverbot lässt sich damit IMHO nicht rechtfertigen. Eine Komplettverschleierung - darüber kann man reden. Aber vor ein paar Monaten habe ich mal eine einstellige Zahl der ganz verschleierten Frauen gehört. Eine Zahl, die man von mir aus getrost ignorieren kann, oder noch besser, sie so integrieren, dass sie freiwillig wenigstens die Augen zeigen.
Und noch etwas: Wenn der Staat das Tragen eines Kopftuches verbietet, dann ist er damit auf genau dem selben Niveau, wie die Eltern, die ihren Kindern bzw die Männer, die ihren Frauen das Tragen aufzwingen. In beiden Fällen dürfen die Frauen nicht selbst entscheiden, sondern bekommen einfcah vorgeschrieben, was sie zu tu haben. In meinen Augen ist der Grund für die "Islamkritik" eine Islamophobie. Dabei wird oft vergessen, dass Kopftücher in Europa noch vor wenigen hundert Jahren auch gang und gebe war. Auch die Rolle der Frau ist hier erst seit kurzem dutlich besser, als noch vor 100 Jahren. Da können wir nicht davon ausgehen, dass die islamisch geprägten Menschen schon integriert hier herkommen, sondern müssen ihnen einfach mit der Zeit unsere Werte vermitteln. ZB der schöne, uhrchristliche (und damit auch deutsche bzw europäische) Wert der Nächstenliebe. Man kann doch nicht davon reden, dass christliche Abendland zu verteitigen, wenn man noch nichtmal chistliche Grunwerte lebt. An dieser Stelle sei bschließend sei gesagt, dass ich weiß, dass PEGIDA und die AfD nicht das gleiche sind, aber in vielem ähneln sie sich und ich gehe davon aus, dass viele PEGIDA-Anhänger auch die AfD wählen.

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