Das Flüchtlingsabkommen zwischen der Türkei und der EU

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Das Flüchtlingsabkommen zwischen der Türkei und der EU

Beitrag von Moschusochse am Mo März 21, 2016 2:11 pm

Das dominante Thema am Wochenende war das Abkommen zwischen der Türkei und der EU betreffend der Flüchtlinge.

Hier ein paar Quellen:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/eu-fluechtlingsabkommen-mit-tuerkei-merkels-erfolg-merkels-verantwortung-kommentar-a-1083186.html
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-03/fluechtlinge-griechenland-lesbos-hotspots-tuerkei-eu
http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/eu/id_77315300/fluechtlingskrise-eu-und-tuerkei-einigen-sich-auf-abkommen.html


Wie sieht ihr das? Wird das Abkommen funiktionieren? Welchen Preis beinhaltet das Abkommen, sind die Zugeständnisse gegenüber der Türkei nicht zu hoch?
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Re: Das Flüchtlingsabkommen zwischen der Türkei und der EU

Beitrag von Klartext am Mo März 21, 2016 8:08 pm

Danke für die links, Moschusochse. Auf t-online steht noch der Artikel die "Türkei rettet Europa". Eine sehr mutige Prognose. Die Türkei sehe ich als unsicheren Kantonisten an. Sie wird mit viel Geld gekauft, die Zugeständnisse hinsichtlich der Lockerungen der Visa-Bestimmungen sehe ich als problematisch an.

Andererseits scheint man daran auch gedacht zu haben, man knüpft alles an Bedingungen. Ob diese erfüllt werden... schaun mer mal.

http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/eu/id_77317736/die-tuerkei-rettet-die-eu.html

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Re: Das Flüchtlingsabkommen zwischen der Türkei und der EU

Beitrag von van Kessel am Sa Mai 07, 2016 12:24 am

Es gab mal einen britschen Premier, welcher mit einem Stück Papier auf dem Flugplatz wedelte und glaubte, der Frieden in Europa wäre dadurch sicherer; wir wissen, dass es ein schwerwiegender Irrtum war.

Ebenso wie eine Dame aus der Uckermark denkt, sie könne einen Großmogul aus der Türkei, mit den Menschenrechten oder der deutschen Verfassung, zu einem anderen Menschen machen.

Schon als dieser Typ sich anmasste in Deutschland 'seine' Wähler ansprechen zu müssen, hätte man ihm erklären müssen, dass Deutschland ein souveräner Staat sei und Reklame für eine Arbeiterpartei in diesem Land nicht angebracht sei.

Aber, wenn der große Bruder über'n Teich meint, dieses Land  (Türkei) als Bollwerk gegen den pösen, pösen Kommunismus (Russland) per NATO halten zu müssen, nickt die Uckermärkerin dies kommentarlos ab, und opfert Deutschland den US-Interessen. Wie sie TTIB, Atombomben auf deutschem Boden, und Guck & Horch der Amis zulässt. Oder auf französischen Wunsch ein paar Steuersöldner nach Mali schickt um dort fremde Interessen zu vertreten?

Wie kann ein solches Land - als Zuflucht für alle kriminellen Lümmel aus aller Welt - erwarten, dass ein Mogul vor diesen Politlaien einknickt? Was treiben die deutschen Soldaten mit ihren Patriots in diesem Land ohne freie Presse, mit einem durchgeknallten Pascha?

Zu nationalistisch von mir gedacht? Ich frage mich ehrlich selbst, ob ich rechten Rattenfängern in der Sprachführung folge, oder ob es ein überholtes Nationalgefühl ist? Im Gefühl einer scheinbaren Sicherung namens Liberalität, haben wir uns eingerichtet, merken aber nicht, wie schwach diese Liberalität ist, wie schutzbedürftig. Diese Zufriedenheit unseres liberalen 'Zustandes', wird letzlich die Wurzel sein, welche diesen Staat wieder in die Primitivität abstürzen lässt.

Ein von mir sehr geschätzter - wenn aus ein wenig aus der Mode gekommener Denker - Ortega y Gasset meinte über seine Zeit (der Zeit des aufkommenden Nationalsozialismus und der Diktaturen): "Man spielt Tragödie, weil man die wirkliche Tragödie in unserer zivilisierten Welt für unwahrscheinlich hält....... Ein Wind allgemeiner, alles ergreifernder Hanswursterei weht in Europa". Es stimmt auch für unsere Zeit, noch immer. Weil der Kampf zwischen den '-ismen' noch immer tobt, und wir in unserer Selbstzufriedenheit, nur auf unsere Vorteile, und nicht auf die Gefahren schauen. Aus der Geschichte wird nichts gelernt!

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Re: Das Flüchtlingsabkommen zwischen der Türkei und der EU

Beitrag von Marek1964 am So Mai 08, 2016 9:47 pm

Interessanter Beitrag, van Kessel.

Vor einigen Wochen habe ich gelesen, dass die ganze Einwanderung der türkischen Gastarbeiter ab den sechziger Jahren auf amerikanischen Druck zu Stande kam.

Türkei oder Russland - das klingt für mich (als Tschechen) irgendwas zwischen Teufel oder Beelzebub.

Zu der von Dir angedeuteten Situation, als Erdogan beim Staatsbesuch in Deutschland sich erfrechte, zu sagen, Assimilation sei ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, hätte man in der Tat sehr hart reagieren sollen.

Einen Vorteil hat es schon: Jetzt braucht man sich nicht mehr um vermeintliche Schiessbefehle an den Grenzen Deutschlands oder Europas aufzuregen - jetzt erledigt das die Türkei an ihrer eigenen Grenze und ohne Aufsehen durch die politisch Korrekten.

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Re: Das Flüchtlingsabkommen zwischen der Türkei und der EU

Beitrag von van Kessel am Mo Mai 09, 2016 11:19 am

hi Marek1964,
Vor einigen Wochen habe ich gelesen, dass die ganze Einwanderung der türkischen Gastarbeiter ab den sechziger Jahren auf amerikanischen Druck zu Stande kam.
dies wäre mir neu (was aber nichts zu bedeuten hätte). Ich denke, nachdem der Wachstumswahn der 50-60er Jahre den Süden Europas nach billigen Arbeitnehmern abgeklappert hatte, war es nur logisch, über den Bosperus zu schauen und nach 'preussischen' Arbeitnehmern Ausschau zu halten.

Dass diese Arbeitnehmer - in der 2.-3. Generation - denken sie hätten Deutschland aufgebaut, mag psychologisch erklärbar sein. Ohne die enormen Anfangsleistungen (auch unterstützt durch den Marshallplan), hätte es den galoppierenden Aufschwung nicht gegeben. Ich selbst habe noch in den 50er am Samstag (bis 14 Uhr) als 'Stift' gearbeitet. Die Arbeitszeit betrug 10 Stunden (8-18 Uhr). Urlaub 14 Tage und Entlöhnung 25 DM/Monat. Wer würde mit diesen Konditionen heute noch arbeiten?
Türkei oder Russland - das klingt für mich (als Tschechen) irgendwas zwischen Teufel oder Beelzebub
.die nationale Prägung Lorentz'-Gänseart, ist nur durch viel Reisen und Sehen minimierbar Very Happy
Zu der von Dir angedeuteten Situation, als Erdogan beim Staatsbesuch in Deutschland sich erfrechte, zu sagen, Assimilation sei ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, hätte man in der Tat sehr hart reagieren sollen.
da gäbe es noch mehr, wenn sich z.B. auf deutschen Autobahnen Kurden aus halb (oder ganz) Europa erfrechen, diese mit Demos zu blockieren, weil sie keinen Staat haben, in welchem sie sich austoben können. Aber wie sagt der Rheinländer? :"Man muss jönne könne"!
Einen Vorteil hat es schon: Jetzt braucht man sich nicht mehr um vermeintliche Schiessbefehle an den Grenzen Deutschlands oder Europas aufzuregen - jetzt erledigt das die Türkei an ihrer eigenen Grenze und ohne Aufsehen durch die politisch Korrekten.
nee, mein Lieber, man kann schlechterdings nicht ein Unrecht, mit einem anderen Unrecht aufwiegen.

So wie uns (den Deutschen) der Holocaust für alle Zeiten erhalten bleibt, so ist auch die Mauer in die Geschichte eingebrannt; selbst wenn es inzwischen höhere Mauern (Palästina) gibt.

van Kessel

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