Donald Trump der 45. Präsident der USA - wie weiter? Von Horrorszenarien bis business as usual

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Re: Donald Trump der 45. Präsident der USA - wie weiter? Von Horrorszenarien bis business as usual

Beitrag von Sebius am Mi Jun 21, 2017 5:40 am

Habe Donald Trump vor seinen Wahlen unterstützt und mache das auch jetzt.

Der tatsächliche Handlungsspielraum in der Realpolitik eines Präsidenten ist sehr gering, er gibt „nur“ den Kurs vor und Donald Trumps Kurs ist die Wiederbelebung des klassischen Amerika. Ob das tatsächlich überhaupt noch möglich ist bleibt offen.

Ich sehe die Freiheit des Menschen, des einzelnen Bürgers langsam aber sicher immer mehr dahinschwinden. Eine orwellsche Zukunft, auch wenn sie unabwendbar scheint, mag ich trotzdem nicht, so wie Obama für die USA und Merkel für Europa miteinbeziehend gemeinsamer Geheimdienste das eingehend vorzeichneten.

Donald Trumps politische Ausrutscher sowie seine Liebesabenteuer sind menschlich und wenn ihm etwas nicht gleich gelingt ist er mitunter wütend. Ein Mensch mit Gefühlen und Emotionen, kein Roboter. Vielleicht sollte er sich mit dem Umweltschutz mehr anfreunden, sich vom arabischen Öl unabhängiger machen, jungen ambitionierten Amerikanern im technischen Bereich, sowie im Sozialen und Ökologischen einen sichern Platz in Wirtschaft und Politik einräumen, dann steht seiner- und der amerikanischen Zukunft als deren Präsident nichts im Weg.

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Re: Donald Trump der 45. Präsident der USA - wie weiter? Von Horrorszenarien bis business as usual

Beitrag von ralfgrabuschnig am So Jul 09, 2017 10:34 am

Ich klinke mich hier (mal wieder) mit etwas Eigenwerbung ein. In meinem letzten Blogpost habe ich mir nämlich angeschaut, inwiefern Trumps Präsidentschaft und vor allem die Wahl 2016 etwas neues sind. War das der schmutzigste Wahlkampf aller Zeiten? War noch nie ein Präsident so unvorbereitet wie Trump? War das Land noch nie so polarisiert?

Es stellt sich heraus: so neu ist das alles gar nicht! Das gab es schon vor über 200 Jahren im Wahlkampf 1800 zwischen Thomas Jefferson und John Adams:

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Re: Donald Trump der 45. Präsident der USA - wie weiter? Von Horrorszenarien bis business as usual

Beitrag von Marek1964 am So Jul 09, 2017 11:50 am

Ja, sehr interessant Dein Blogbeitrag, auch der andere mit "Wiederholt sich Geschichte".

Ich denke, sowas sind einfach auch Wellenbewegungen der Geschichte. Es klingt ja erst Mal nach wenig Trost, dass es mal vor 200 Jahren schlimmer oder ähnlich schlimm war wie heute, weil wir ja immer hoffen, der Mensch mache Fortschritte. Aber es ist wohl so, wie es Charlie Chaplin im Schlusswort des Fillm "der grosse Dikator" sagt: Die Maschinen haben uns näher gebracht, aber geistig sind wir stehen geblieben".

Ich bin der Ansicht, dass vor allem in Deutschland, aber auch in Westeuropa allgemein, der Kampf zwischen der political correctness und der (teilweise) neuen Rechten auf sehr unversöhnlicher Basis geführt wird - und ja, ich bin der Meinung, dass ist auf die linke/pc Moralisiererei einerseits und der Blindheit gegenüber linker und muslimischer Demokratiefeindlichkeit zurückzuführen ist.

Eigentlich erfordert der politische Diskurs Kompromissfähigkeit und die Weltmeister in dieser Disziplin sind die Schweizer, wo es aber eben direkte Demokratie und schon lange eine starke, patriotische Partei (SVP) gibt.

Es geht eben auf und ab in der Geschichte, die Weimarer Republik aber generell die Zwischenkriegszeit war von Instabilität, Unversöhnlichkeit geprägt, in mancher Hinsicht (aber nicht in jeder) ein Rückschritt zur Belle Epoque. Ich meine aber, das war durch den Krieg geprägt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war das anders, das Zusammenrücken des Westens und eine bessere Wirtschaftspolitik sorgte bis 1968 für ruhigere Jahre.

Das wäre aber ein Thema für einen anderen Thread. Hier weiterdiskutieren: http://geschichte-forum.forums.ag/t1144-konsens-dissens-kompromissfahigkeit-in-gesellschaften-ein-auf-und-ab-sinusbewegungen-der-geschichte

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Re: Donald Trump der 45. Präsident der USA - wie weiter? Von Horrorszenarien bis business as usual

Beitrag von Sebius am So Jul 09, 2017 12:18 pm

Wahlkampf ist eine Strategie um ein Volk für eine Entscheidung zu gewinnen. Handelnde Personen als Präsidenten werden zuvor genau ausgesucht und für den Wahlsieg vorbereitet.

Nach Georg W. Bush suchte der CIA nach einer geeigneten Person als Präsidentschaftskandidat, möglichst farbig, volksnah und sympathisch, die Wahl fiel unter mehreren farbigen Kandidaten auf Barack Obama als damals jungen CIA- Agenten der mit einem Berufskollegen und Lebensgefährten eine Wohnung teilte. Sein gesamtes ("bekehrtes") Leben danach fädelte der CIA ein, angefangen seines christlichen Engagement und der Heirat seiner späteren Frau am 3. Oktober 1992 bis hin zum Wahlsieg (entnommen aus einem US- Forum mit Photos und Original- Dokumenten).

In einem Wahlkampf ist im Prinzip nichts echt, das meiste an Beleidigungen der Kandidaten gegeneinander erfolgt auf Absprache.

Obama’s Politik war lutherisch- kalvinistischer, europäischer Prägung, prüde und rigide, nicht sehr amerikanisch, sein „Sunnyboyäußeres“ täuschte darüber hinweg. Unter ihm erfolgte das größte Spionage- und Abhörnetz aller Zeit über die ganze Welt, jeder sollte wenn möglich überwacht werden. Donald Trump schlägt einen sehr freien, großzügigen und liberalen Kurs ein: „das gute alte Amerika“ so wie es Europäer schätzen, schnelle Colts und viel Sex, großartig! Er selbst verkörpert das auch, mir gefällt Donald Trump, sollten seine Videos mit Erotikabenteuern aus Russland mal veröffentlicht werden stehe ich um so mehr hinter ihm, das steht fest. Geheimdienste gliedern sich an Justiz, Polizei und Militär an, deshalb die Zurückhaltung gegenüber dem „Neuen“. Die Wirtschaft funktioniert aber nicht wie ein Kirchenbetrieb- und das weiß Donald Trump sehr genau und wenn man ihn lässt, bringt er den Aufschwung, da bin ich mir sicher!

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Re: Donald Trump der 45. Präsident der USA - wie weiter? Von Horrorszenarien bis business as usual

Beitrag von ralfgrabuschnig am Mo Jul 10, 2017 9:43 am

Marek1964 schrieb:Ich denke, sowas sind einfach auch Wellenbewegungen der Geschichte. Es klingt ja erst Mal nach wenig Trost, dass es mal vor 200 Jahren schlimmer oder ähnlich schlimm war wie heute, weil wir ja immer hoffen, der Mensch mache Fortschritte. Aber es ist wohl so, wie es Charlie Chaplin im Schlusswort des Fillm "der grosse Dikator" sagt: Die Maschinen haben uns näher gebracht, aber geistig sind wir stehen geblieben".

Ganz so schlimm ist es zum Glück nicht. Wir sind geistig ja nicht auf dem Stand von vor 200 Jahren stehen geblieben. Man denke an die vielen individuellen Freiheiten, die übers 19. und 20. Jahrhundert mühsam erkämpft werden mussten und heute zum Glück zur Normalität gehören. Meinungs- und Pressefreiheit etwa. Aber dass die industrielle Revolution einen schnelleren Fortschritt simuliert hat, als die menschlichen Gesellschaften tatsächlich bereit waren, mitzugehen, ist glaube ich auch außer Frage. Und wir befinden uns ja gerade in einer Zeit, in der die Technikbegeisterung und der Zukunftsglaube der 60er und 70er einen anständigen und verdienten Dämpfer bekommen. Die Fortschritte, die es gab, darf man bei alledem aber nicht vernachlässigen. Es hat sich schon viel zum Besseren gewandelt.
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Re: Donald Trump der 45. Präsident der USA - wie weiter? Von Horrorszenarien bis business as usual

Beitrag von Gontscharow am Di Jul 11, 2017 10:24 pm

In allen europäischen Ländern hat Trump eine schlechte Presse, ausgerechnet in Deutschland ist die Negativberichterstattung über Trump am stärksten. Wir überflügeln sogar die ansonsten stets US-kritischen Franzosen. Warum ist das so ?
Die Abneigung scheint übrigens gegenseitig zu sein, Trumps "Germany is bad, very bad" und ähnliche Außerungen legen davon Zeugnis ab.
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Re: Donald Trump der 45. Präsident der USA - wie weiter? Von Horrorszenarien bis business as usual

Beitrag von Wallenstein am Mi Aug 30, 2017 1:43 pm

Trump lobt Reporter

Es ist ja bekannt, dass Trump ein gespanntes Verhältnis zu den Medien hat. Ausgenommen hiervon ist aber der neunzehnjährige Kyle Mazza, ein freiberuflicher Reporter.

Auf einer Pressekonferenz fragte er den Präsidenten:

“Mr. President, Melania Trump announced the reopening of the White House Visitors Office. And she does a lot of great work for the country as well. Can you tell us a little bit about what first lady Melania Trump does for the country?”

Trump war begeistert:

„That‘s what I call a nice question!“

Das sind Fragen nach dem Geschmack des Präsidenten. Ein weichgespülter Journalismus. Unkritisch, nichtssagend, einfach nur „nice“.
Kein Wunder, das Kyle Mazza immer wieder einen der heiß begehrten Plätze bei den Pressekonferenzen  des Präsidenten bekommt. Vielleicht avanciert er demnächst  zum Hofberichterstatter.

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Re: Donald Trump der 45. Präsident der USA - wie weiter? Von Horrorszenarien bis business as usual

Beitrag von Gontscharow am Mi Aug 30, 2017 4:06 pm

....erinnert an die vorher bis ins kleinste abgesprochenen "Fragen" ( besser : Inszenierungen") von Putin. Ob der freiberufliche Knabe auch vom Trumpteam selbst nach vorne geschoben wurde ?
Ich bin mit den Gepflogenheiten in den USA nicht vertraut, weiß aber , daß in Deutschland so jemand wie Kyle gar nicht erst die Chance bekäme , Angela Merkel eine Frage stellen zu können - es sei denn, ihre Entourage oder sie selbst wollten es.
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